Entwicklungsstillstand für Online-Spiele ein Fremdwort

Entwicklungsstillstand für Online-Spiele ein Fremdwort

Natürlich muss der Bildschirm nicht mit von der Partie sein. In der Tat rollen auch wieder die Würfel auf den heimischen Wohnzimmertischen, erfreuen sich Klassiker wie „Monopoly“ oder Innovationen wie „Pandemic Legacy Season 1“ großer Beliebtheit. Des ungeachtet beherrscht die Online-Szene den Spielemarkt. Gemeinsam ist klassischen Brettspielen und digitalen Spielen das Motto der diesjährigen Gamescom: „Einfach zusammen spielen“. Nachdem sich im Netz ungleich mehr Menschen für eine gemeinsame Runde mobilisieren lassen, ist es nicht weiter verwunderlich, dass Gamer für das Webangebot schwärmen und Casino & Co um keinen Preis der Welt missen wollen.

Online-Casinos absolute Trendsetter

Welche endlich die beste Casinospiele-Website ist, mag zwar durchaus dahingestellt bleiben, durch die Bank gehen die Casinobetreiber aber mit der Zeit und lassen nichts unversucht, mit Innovationen die Besucher bei Laune zu halten. Interessant dabei ist, dass die Grenzen zwischen Online- und Offline-Betrieb zusehends verschwimmen, wenn sich das überaus beliebte Live-Casino von den TV-Studios in traditionelle Spielbanken verlagert. So sind etwa Live-Übertragungen aus dem renommierten St. Vincent Resort nahe Aosta gang und gäbe. Und es steht zu erwarten, dass sich dieser Trend in naher Zukunft fortsetzt.

Nicht erst seit dem jüngsten Bitcoin-Boom ist die Kryptowährung als Zahlungsmittel in den Online-Casinos angekommen. Das Bitstarz Casino hat es vorexerziert, die Konkurrenz schläft nicht. Neben der Kryptowährung ist es vor allen Dingen die mobile Bezahlung, die von sich reden macht. Die Telefonanbieter zeigen sich jedenfalls gesprächsbereit und lehnen die Abbuchung von Einzahlungen des Spielers über die Telefonrechnung nicht grundsätzlich ab. Frauen wird es hingegen freuen, zu hören, dass die Online-Casinos ihren Wünschen fortan durch grafische Aufmachung und gezieltes Marketing besser Rechnung tragen als bisher. Das überrascht wenig, wenn in Großbritannien 2016 die Frauenquote bereits bei 49 % lag und es von Tag zu Tag mehr Damen in die Online-Spielewelt drängt. Neben den populären Ladies Nights dürfte es in absehbarer Zeit mithin auch spezielle Spiele der Softwarehersteller Netent und Microgaming fürs weibliche Publikum geben.

VR-Gaming zwischen Euphorie und Skepsis

Niemand bestreitet, dass Virtual Reality noch in den Kinderschuhen steckt. Gerade im VR-Gaming zeigt sich allerdings, wie sehr die Online-Casinos wissen, wo es langgeht. Während Spieleforscher wie Jesper Juul aus Kopenhagen VR nicht für alltagstauglich halten und in ihr allenfalls eine nützliche Ergänzung des normalen Spielbetriebs sehen, schwören andere auf Vorreiter wie das SlotsMillion Casino, dessen hochwertiges VR-Angebot mittlerweile auch auf Deutsch erhältlich ist.

Zugegeben, mit dem Release der VR-Brille Oculus Rift 2016 ist es nicht getan. Auf die dürftige Nachfrage hat denn das Unternehmen auch jüngst mit Preissenkungen um bis zu 50 % reagiert. Des ungeachtet überzeugt das intensive Spielerlebnis. „Superhot VR“ ist der lebende Beweis. Mit geschickten Bewegungen weicht der Spieler dem Kugelhagel aus oder schaltet kaltblütig den Gegner aus.

Ohne HTML5 und AR nichts Halbes und nichts Ganzes

Wie kaum ein anderes Spiel hat „Pokémon GO“ gezeigt, welches Potenzial in Mobile Gaming steckt. Waren bis dato die mobilen Spiele allerdings weit simpler gestrickt als die stationären Pendants zuhause am PC oder an der Konsole, ändert sich dies künftig durch die besseren Internetverbindungen und größeren Datenvolumina. Aufwändige Spiele laufen auf mobilen Endgeräten neuerdings nicht direkt, sondern werden gestreamt. Hinzu kommt, dass sogenannte Augmented-Reality-Brillen die Wirklichkeit erweitern und virtuelle Dinge ins reale Geschehen einbinden. Mit Brillen wie den HoloLens von Microsoft würde „Pokémon GO“ gleich um ein Bedeutendes unterhaltsamer und leichter spielbar sein. Ja, Spieleentwickler Christian Fonnesbech versteigt sich gar zur Behauptung, dass eines schönen Tages AR-Brillen optische Gläser und Kontaktlinsen neben normalen Bildschirmen ersetzen werden. Spiele werden mithin direkt mit der AR-Brille konsumiert.

Dass mit mobilen Anwendungen der Rubel rollt, haben Online-Casinos längst erkannt. Kaum noch bieten sie ihre Apps in den Appstores feil, sondern arbeiten browserbasiert.

eSports ganz im Zeichen populärer Multiplayer

Noch lassen sich die eSports-Großereignisse in Deutschland an einer Hand abzählen, doch das dürfte sich in Bälde ändern. So verbucht der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) bereits das eindeutige politische Bekenntnis zur Verbesserung der eSports-Rahmenbedingungen als Erfolg. Die Einsicht kommt nicht zu früh, nachdem MOBA-Titel wie „Heroes of the Storm“ oder „DotA“ aus der Szene nicht mehr wegzudenken sind. Allein die 25 Millionen aktiven Spieler von Blizzards „Overwatch“ lassen Kritiker noch umgehend verstummen.

Alex Böhm auf Twitter

Dass Solospieler damit Schnee von gestern sind, versteht sich von selbst. Titel wie „FIFA 17“, „Battlefield 1“, „Grand Theft Auto 5“ oder „Minecraft“ profitieren samt und sonders vom Mehrspieler-Modus des Internets. Übertroffen wird dieses Gemeinschaftserlebnis nur noch von Spielen wie „League of Legends“ oder „Hearthstone“. Sie sind als Free2play-Titel online erhältlich.

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