Deutsche Mannschaft – Werden die Roboter Weltmeister?
Am 2. Juli 2003 geht sie im italienischen Parma endlich los: Die Fußball-Weltmeisterschaft der Roboterhunde. Jawohl, sie haben richtig gelesen, es gibt tatsächlich Menschen, die 4-beinige Roboter bauen und diese mit eigens geschriebener Software füttern, die die „Tiere“ interagieren und kommunizieren lässt und die es vor allem ermöglicht, den Gegner auszutricksen. Und das alles mit nur einem Ziel: Den Ball ins Tor zu befördern und den Pott nach Hause.
Zu diesen Menschen gehört u. A. Professor Oskar von Stryk, der am 15. November zum 1. offiziellen Training der Vierbeiner einlud. Von Stryk plant seine Mannschaft bis zur WM 2003 in Hochform zu bringen, so dass sie jede Mannschaft der Welt schlagen kann. Auf den Meisterschaften der letzten Jahre überzeugten die deutschen Repräsentanten eher weniger.
Dabei haperte es nicht etwa an den Hunden, die Programmierer der Universitäten blieben einfach zu sehr unter sich und tauschten sich bei der Entwicklung nur wenig aus. Seit Frühjahr dieses Jahres sieht es jedoch anders aus. Es wurde eine einheitliche Programmierplattform entwickelt, mit deren Hilfe die Hunde letztes Jahr in Japan mit ihrem Einzug ins Viertelfinale schon erste Erfolge verbuchten. Dort wurden sie jedoch vom späteren Vize-Weltmeister Australien geschlagen.
An der Software in den elektronischen Gehirnen der Hunde soll jedoch mit Hochdruck gearbeitet werden, sie sollen schneller laufen, das Bandenspiel soll verbessert werden und das Kombinationsspiel lässt ebenfalls noch Raum für Verbesserungen. Durch die neuerdings erlaubten Funkverbindungen zwischen den Spielern ist ein interessanteres Spiel möglich geworden, nun sind Pässe oder Doppelpässe erheblich leichter realisierbar.
Um die Wartezeit zur WM ein wenig leichter zu gestalten, finden im April 2003 die offenen deutschen Meisterschaften in Paderborn statt. Hier treten die Mannschaften jeder teilnehmenden Universität an und stellen ihr Können unter Beweis. Von Stryk möchte dort mit seinen „Darmstadt Dribbling Dackels“ den Titel halten und beweisen, dass er als Trainer fürs internationale Parkett ebenfalls die beste Besetzung ist.
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Autor: Michael Kornobis
Tags: roboter, weltmeister
