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Archiv für das Jahr 2002

Denzel Washington ist Entertainer des Jahres 2002

Montag, 16. Dezember 2002

Jedes Jahr kürt das beliebteste und renommierteste amerikanische Showbiz-Magazin “Entertainment Weekly” den “Entertainer des Jahres”. Dabei bekommt derjenige, der im vergangenen Show-Jahr am meisten für Furore und Schlagzeilen gesorgt hat mit einer Krone ausgezeichnet. Dabei zählen Skandale und Negativ-Schlagzeilen jedoch nicht – ausgezeichnet werden Kreativität, harte Arbeit und grosse Kunst. In diesem Fall Leinwandkunst, denn der Entertainer des Jahres 2002 ist Schauspieler und Oscar-Preisträger Denzel Washington. Damit geht das wohl erfolgreichste Jahr in seiner langen Schauspielkarriere zuende.

Der 46-jährige Washington, der schon seit über 20 Jahren in Kinofilmen auftritt, schaffte seinen endgültigen Durchbruch im Jahr 1999, als er mit “Der Knochenjäger” und dem Boxer-Drama “Hurricane” zwei volle Leinwanderfolge landen konnte. Der diesjährige Oscar für seine Rolle in “Training Day” dann der langersehnte und hochverdiente Lohn für seine lange Arbeit. Zudem kam sein grosser Erfolg mit “John Q”. Auf Platz 2 der Rangliste der “Entertainment Weekly”, ebenfalls ein Schauspieler. Dieser ist eine ganze Generation jünger. Der 27-jährige Tobey Maguire war in diesem Jahr der Shooting-Star schlecht hin und startete mit seiner Rolle im Erfolgsfilm “Spiderman” durch.

Die Top-Ten der “Entertainer of the Year 2002″-Wahl:

1. Denzel Washington; 2. Tobey Maguire; 3. The Osbournes; 4. Nia Vardalos; 5. Simon Cowell & Kelly Clarkson; 6. Eminem; 7. Halle Berry; 8. Garage Rock (The White Stripes, The Strokes, The Hives & The Vines); 9. Norah Jones; 10. Directors Mira Nair & Alfonso Cuaron. (Quelle: Imdb.com)

Ehemaliger US-Präsident Carter erhält Friedensnobelpreis

Mittwoch, 11. Dezember 2002

Oslo. In diesem Jahr, am 10. Dezember 2002, wurden zum 101. Mal die Nobelpreise für Frieden, Literatur, Physik, Chemie und Medizin vergeben. Jimmy Carter (78), der 39. Präsident der vereinigten Staaten, erhielt den mit rund 1,1 Millionen Euro dotierten Friedensnobelpreis.
In der Vergangenheit liess sich das Nobelpreis-Komitee nicht von aktuellen politischen Geschehnissen nicht beeinflussen, in diesem Jahr aber erklärte der Vorsitzende des Komitees, Gunnar Berge: “Das ist ein Tritt gegen das Schienbein für alle, die denselben Kurs wie die Vereinigten Staaten verfolgen”.
Zwar distanzierte sich die dem fünfköpfigen Gremium angehörende Politikerin Inger Marie Ytterhorn von dieser Äusserung, dennoch sind sich die Juroren einig: “In der heutigen, von drohender Machtanwendung geprägten Lage hat Carter auf dem Prinzip beharrt, dass Konflikte in größtmöglichem Umfang durch Vermittlung und internationaler Zusammenarbeit auf der Basis des Völkerrechts, Respekt vor den Menschenrechten und wirtschaftlicher Entwicklung gelöst werden müssen.”
Berge bezeichnete die diesjährige Verleihung ausserdem als kleine Entschuldigung dafür, dass er nicht schon für seinen Beitrag zum Camp David-Abkommen ausgezeichnet wurde. 1978 teilten sich der damalige ägyptische Präsident Anwar al-Sadat und der israelische Premierminister Menachem Begin den Preis, “Carter war damals ganz einfach nicht nominiert, deshalb konnte er nicht mit Sadat und Begin zusammen ausgezeichnet werden,” erklärte Berge.

Carters Wahlsieg im Jahre 1976 galt als grosser Triumpf der Ehrlichkeit nach der Watergate-Affäre. Weiterhin lieferte der Mann aus Georgia besagten “entscheidenden Beitrag” zum Camp-David-Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten im Jahre 1978. Auch nach seiner Wahlniederlage gegen Ronald Reagan setzte sich Carter für den Frieden ein.
So gründeten er und seine Frau Rosalynn im Jahr 1982 in Atlanta das Carter-Zentrum. Von dort werden unter anderem Wahlbeobachter in alle Welt entsandt, um faire Wahlen zu gewährleisten. Auch ist das Carter-Zentrum ein Forum für politische Studien zur Förderung von Demokratie und Menschenrechten.
Kritische Stimmen unterstellen ihm allerdings ein weniger selbstloses Streben: er sei in den Jahrzehnten seines Schaffens nur auf der Jagd dach dem gewesen, was ihm 1978 versagt geblieben war.
Dennoch hat Carter viel für den Weltfrieden erreicht, einige Meilensteine sollen hier erwähnt sein:
4. Oktober 1977: Carter setzt sich in einer Rede vor den Vereinten Nationen erstmals öffentlich für die Rechte der Palästinenser ein.
17. September 1978: Der ägyptische Präsident Anwar al-Sadat und der israelische Ministerpräsident Menachem Begin schütteln sich in einer versöhnlichen Geste die Hände – Carter vermittelte diesen historischen Friedensschluss.
10. Oktober 1980 unterschreibt Carter den Maine Indian Claims Settlement Act mit einem indianischen Federkiel.
14. Dezember 1999: Jimmy Carter unterzeichnet gemeinsam mit Panamas Präsidentin Mireya Moscoso eine diplomatische Note anlässlich der Übergabe des Panama-Kanals an Panama.

Die eisige Kälte – Deutschland weit unter Gefrierpunkt

Mittwoch, 11. Dezember 2002

Warm, angenehm, schwitzen, Freibad – Das sind angesichts der eisigen Temperaturen die zurzeit in ganz Deutschland herrschen wohl allenfalls Wunschträume, für deren Erfüllung es gerade einmal in Gedanken reicht. Täglich schocken uns die Wetterfrösche mit neuen historischen Rekordtiefs wie zum Beispiel fröstelnden -17,5 Grad im Harz, -10,5 Grad in Hamburg und Höchsttemperaturen von -7,1 Grad in Potsdam: es war der kälteste 9. Dezember seit der Deutsche Wetterdienst solche Statistiken überhaupt erstellt, nämlich seit 1893. Fehlen eigentlich nur noch Schnee, Glatteis und Verkehrschaos.

Und das obwohl der Himmel ja eigentlich recht blau und ansehnlich ist, nahezu wolkenlos und voller Sonnenschein – Auch wenn dieser eher von der Seite kommt. Mit einem Auflockern der Temperaturen rechnen die Experten frühestens Donnerstag, vorher leiten Hochdruckgebiete über Skandinavien und dem Baltikum die ‚kühlen Brisen’ aus Osteuropa weiterhin zu uns.

Im Laufe der letzten Tage wurden schon einige eher sommeraktive Mitmenschen dabei beobachtet, wie ihr Winterschlafinstinkt sich bemerkbar machte – oder zumindest käme eine 2-monatige Ruhepause im warmen Bett vielen sehr gelegener, als die Qual sich morgens früh vom Bett in die kalte Dunkelheit zu zittern. Anders jedoch bei den Winzern an Mosel und Rhein: Die Traubenlese für den Eiswein ist nämlich in vollem Gange und die Bedingungen sind gut, bei minus 7 Grad klettern die Weinbauern und ihre Helfer durch die Hänge um die Trauben für die begehrte Abart des normalen Weins zu lesen. Trinken kann man den Tropfen aber glücklicherweise auch zuhause, vor dem warmen Kamin.

Eine Schönheit – Die neue Miss World kommt aus der Türkei

Sonntag, 08. Dezember 2002

Von Terror und Krawall geprägt, war das Image der diesjährigen Wahlen der Miss World nicht ganz so gut wie es sich die Veranstalter vielleicht gewünscht hätten. Nachdem die Wahlen, die ursprünglich in Nigeria stattfinden sollten, schon vor einigen Wochen verschoben wurden und die Veranstaltung danach ganz nach London verlegt wurde, fanden sie nun endlich doch noch statt – und zwar ruhig und friedlich.

Und – wie eigentlich jede der Teilnehmerinnen – kann sich die Siegerin sehen lassen. Die hübsche Azra Akin aus der Türkei ist offiziell zur schönsten Frau der Welt ernannt worden, zur Miss World 2002. In den Niederlanden aufgewachsen und mit den Hobbys Ballet und Bauchtanzen behauptete die seit heute (Sonntag) 21-jährige sich am vergangenen Freitag souverän gegen die Konkurrenz. Den zweiten Platz holte sich Natalia Peralta für Kolumbien, dritte wurde Marina Mora Montero aus Peru.

Deutschland war bei dem in 142 Länder übertragenen Event der Spitzenklasse durch Indira Selmic vertreten. Die Drittplatzierte bei der Wahl der Miss Germany kam kurzfristig als Ersatz für Simone Wolf-Reinfurt, die wegen einer Magen-Darm-Infektion nicht anreisen konnte.
Die übrigen 7 Damen aus den „Top-Ten“ der Wahl sind die Vertreterinnen von Australien, China, Nigeria, Norwegen, den Philippinen, den USA und Venezuela. Italiens Teilnehmerin Susanne Zuber, die bei internen Prognosen der LifeGo.de Redaktion neben Goizeder Azua Barrios aus Venezuela vorne lag, konnte scheinbar nicht recht überzeugen. Immerhin belegte wenigstens Venezuela einen der vorderen Plätze und rettete somit die Redaktionsehre zumindest teilweise.

Automatisierung überall: Das selbststimmende Klavier!

Freitag, 06. Dezember 2002

Welcher Musiker oder Hobbypianist kennt das Problem nicht? Man will ein bisschen in die guten alten Klaviertasten hauen und was passiert – ein schiefer Ton nach dem anderen quält das empfindliche Gehör des Kreativen. Meist muss in so einem Fall ein professioneller Klavierstimmer gerufen werden, der jede der 200 Saiten in stundenlanger Arbeit – die oft auch nicht ganz billig ist – neu stimmen muss. Diese Unstimmigkeiten entstehen dabei sehr schnell, schon nach teilweise nur 2 Wochen soll ein Klavier wieder hörbar verstimmt sein. Der Grund dafür liegt in den klimatischen Bedingungen, Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit spielen zum Beispiel eine große Rolle.

Um diese lästige ‚Angewohnheit’ eines jeden Klaviers zu umgehen, erfand Don Gilmore, Ingenieur mit klassischer Klavierausbildung aus Kansas City, nun endlich das erste sich selbst stimmende Klavier. Der Mechanismus dazu ist nicht allzu kompliziert: Zu Beginn wird jede Saite um einen Drittel Halbton zu hoch gestimmt. Dies wird jedoch damit wieder kompensiert, dass durch selbige ein Strom fließt und die Drähte sich somit erwärmen und ausdehnen – die richtige Tonlage ist hiermit erreicht. Nun können aber immer noch einzelne Verstimmtheiten auftreten, weshalb jede Saite noch einmal individuell gestimmt werden muss. Mit je einer Magnetspule wird jede einzelne in Schwingungen versetzt, die mit je einer anderen Magnetspule wieder gemessen werden und von einem Computer verarbeitet. Der justiert dann mit diesen Daten über die Stromstärke die Wärme und somit Tonlage der Saite neu. Nach einigem ‚Warmspielen’ ist das Klavier also wieder frisch gestimmt.

Dass einige Klavierstimmer nun um ihren Job fürchten scheint verständlich, ist es aber nicht. Denn jedes Klavier muss eigentlich individuell für den Raum in dem es sich befindet gestimmt werden. Eine Aufgabe, die der Computer zumindest bis jetzt noch nicht lösen kann.

Filmreif: Jim Carrey rettet Jennifer Aniston das Leben

Mittwoch, 04. Dezember 2002

Noch vor wenigen Monaten rettete “Friends”-Star Jennifer Aniston einen Mann in einem Restaurant das Leben, als sie ihn von einem Essensbrocken befreite, der ihn zu ersticken drohte (lifego.de berichtete). Als gäbe es himmlische Dankbarkeit für eine solch gute Tat, wurde nun die 33-jährige Aniston ihrerseits aus einer lebensbedrohlichen Situation gerettet. Und ihr Schutzengel war niemand Geringeres als Hollywood-Spassvogel Jim Carrey. Die beiden stehen derzeit gemeinsam für den neuen Film “Bruce Almighty” vor der Kamera.

Wie das Online-Magazin “Imdb.com” berichtet, hätten die beiden abends das Set verlassen wollen, als sich ein Kran bei sehr starkem Wind plötzlich zu neigen begann und auf Jennifer Aniston zu stürzen drohte. Diese soll mit dem Rücken zum Kran gestanden und die Gefahr deshalb nicht gesehen haben. Nichtso Jim Carrey, der geistesgegenwärtig reagierte und seine überraschte Schauspiel-Kollegin aus der Fall-Linie des Krans warf. Wie Berichte vom Set besagen, sei dies in letzter Sekunde geschehen, sie hätte getötet werden können.

Jennifer Aniston soll, verängstigt und dankbar gesagt haben: “Du hast mein Leben gerettet. Du bist ein echter Held!” Wenn dies der Beginn eines Films gewesen wäre, so hätte man auf eine angehende Liebesgeschichte spekulieren können. Doch diese Geschichte hat nunmal das Leben geschrieben. Jennifer Aniston ist seit einiger Zeit mit Superstar Brad Pitt liiert. Ob Jim Carrey, derzeit solo, eine Gefahr für Brad Pitt darstellen kann, bleibt abzuwarten.