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Archiv für das Jahr 2003

Silvesterumfrage: Mit welchem Star ins neue Jahr?

Dienstag, 30. Dezember 2003

Der amerikanische Videoverleih “Blockbuster” hat eine Umfrage in Auftrag gegeben, bei der ermittelt werden sollte mit welchem Star man am liebsten ins neue Jahr feiern würde. Im vergangenen Jahr landete Jennifer Aniston auf den vorderen Plätzen, musste dieses Jahr aber einen gewaltigen Absturz in Kauf nehmen.

Auf Platz Eins in der Damenwelt rangiert Angelina Jolie. Sie wurde durch ihren Kinofilm Tomb Raider bekannt. Auch wenn der zweite Teil nicht so erfolgreich war, schaffte sie es trotzdem auf Platz 1. Das heißt, dass 35 Prozent der Befragten ein romantisches Abendessen im Kerzenschein mit ihr wollen würden. Wahrscheinlich würde es auch keinen der 35 Prozent stören, wenn nach dem Abendessen noch etwas mehr liefe. Wahrscheinlich ist aber eher, dass für gar keinen dieser Traum in Erfüllung gehen wird.

Auf Platz zwei landete Catherine-Zeta-Jones, die jüngst im Free-TV mit ihrem Schocker „Geisterschloss“ zu bewundern war. Die Bronze Medaille erhielt Jessica Biel, die mit “7th Heaven” ihren Karrieredurchbruch schaffte. Ihr neuer Kinofilm kommt demnächst in die Kinos. Experten bescheinigten ihr eine hervorragende Leistung.

Doch auch die männlichen Stars wurden zu Befragung gestellt: Ashton Kutcher landete auf Platz 1. Er war jüngst in seinem Kinofilm „Voll verheiratet“ im Kino zu sehen und gilt in Hollywoodkreisen als Newcomer des Jahres. Seine weiblichen Fans unterstützen mit 31 Prozent diese Ansicht. Der Hauptdarsteller aus „Der Fluch der Karibik“, Johnny Depp, landete überraschend auf Platz zwei, gefolgt von Keanu Reeves, Hugh Grant und Arnold Schwarzenegger.

Bleibt an dieser Stelle allen Lesern nur noch einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen und sich selbst mal zu überlegen, mit welchen Damen oder Herren man gerne Neujahr feiern würde!?

Das endgültige Aus für die Show von Siegfried und Roy

Dienstag, 30. Dezember 2003

Dreißig Jahre lief die Show mit Siegfried und Roy in Las Vegas. Dabei erlangten aber nicht nur die beiden Hauptdarsteller Weltruhm, sondern auch die weißen Tiger, mit denen die beiden ihre Kunststücke vollzogen. Der mit vollem Namen heißende Siegfried Fischbacher verkündete das Aus der Show gegenüber einem amerikanischen Sender. Als Grund dafür gab er den Gesundheitszustand seines Kollegen, Roy Horn, an.

„Erst konnte er nur ein paar Worte sagen: Ja, nein, Roy, Toilette. Am nächsten Tag gaben wir ihm einen Stift. Er schrieb: Siegfried, es ist so schön, deine Hand zu halten“, dokumentierte Siegfried den Kampf seines Kollegen. Inzwischen könne sich Roy zwar wieder bewegen, sei aber nicht mehr in der Verfassung die Show weiterzuführen.

Der Auslöser des Anfangs vom Ende war die Tigerattacke gegen Roy im vergangenen Oktober. Dabei verletzte sich dieser schwer und musste auf die Intensivstation des Krankenhauses, wo die Ärzte mehrere Stunden um sein Leben kämpften. Der Cheftrainer der Tiger hatte sich gegenüber Medien geäußert, dass solche Angriffe täglich geschahen. Siegfried wies dies entrüstet zurück. Sollte die Aussage des Trainers der Wahrheit entsprechen, dann war es nur eine Frage der Zeit bis eine solche Katastrophe eintreten musste.

Umfrage: Was Männer an Frauen nervt

Montag, 29. Dezember 2003

Deutsche Männer stört an ihrer Partnerin am meisten, wenn sie Kritik immer gleich persönlich nimmt. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungs-Instituts Forsa für die Zeitschrift «Bild der Frau» hervor. Danach finden 61 Prozent der 1008 befragten Männer eine solche Reaktion überhaupt nicht gut.

48 Prozent sind genervt, wenn die Partnerin unbedingt das letzte Wort haben muss oder ständig Liebesschwüre hören möchte. Jüngere Männer zwischen 18 und 29 Jahren finden es der Umfrage zufolge schlimmer, dass sie seine Freunde oder Hobbys kritisiert (55 Prozent) oder ihn mit anderen Männern vergleicht (54 Prozent). Dagegen können es 49 Prozent – vor allem Männer zwischen 30 und 44 Jahren – nicht leiden, wenn die Partnerin mit der Freundin über die Beziehung redet. Relativ einig sind sich Männer darüber, dass Frauen zu viel Geld für Kleidung und Kosmetik ausgeben (44 Prozent).

An der Partnerin schätzen Männer am meisten, wenn sie Fehler verzeihen kann (86 Prozent). Fast genauso wichtig für 85 Prozent: eine Partnerin mit Humor. Außerdem: 80 Prozent finden es prima, wenn sie sich bemüht, attraktiv zu bleiben. Die jüngeren Männer wünschen sich allerdings eher, dass sie beim Flirt oder Sex öfter die Initiative ergreift. Männer in den neuen Bundesländern mögen es, wenn die Partnerin ihr eigenes Geld verdient (58 Prozent) – im Westen 40 Prozent.

Moderne Sklaverei – Levi’s, GAP und die globale03

Montag, 22. Dezember 2003

Es ist Samstag, wir nehmen die U-Bahn zum ku-damm. Ein Besuch bei GAP, vielleicht noch H&M, weil’s so günstig ist. Um einige Tüten reicher und ein paar Euro ärmer verlassen wir die Einkaufsmeile, um die schönen, neuen Stoffe endlich an die nackte Haut zu lassen. Das Etikett sagt uns nicht viel, außer vielleicht, dass die für satte 80 Euro erstandene Jeanshose in Indonesien hergestellt wurde – aber wen stört’s schon?

Die Liste der Konzerne, die ihre Produktion in so genannte Billiglohn-Länder verlagern ist lang. Was sollte auch gegen die so genannten Einsparungsmaßnahmen sprechen? Für uns Verbraucher müsste die begehrte 501 von Levi’s dann endlich günstiger zu erstehen sein. Seltsam nur, dass nach der Schließung von drei Fabriken in Frankreich und Belgien 1998 und den über 2000 Arbeitslosen sowie der Verlagerung der gesamten Produktion in die Türkei, nach Jakarta und auf die Philippinen die Hose noch immer den gleichen Preis hat.

Wohin das Geld tatsächlich fließt, warum Erwachsene und Kinder in Entwicklungsländern 16 Stunden täglich arbeiten müssen und wieso Levi’s und GAP nun statt 400% satte 700% Gewinn pro Kleidungsstück machen, das erklärten zahlreiche Filmvorführungen der globale03, die vorvergangene Woche in Berlin stattfand. Das Filmfestival setzt sich mit den Folgen der Globalisierung für die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Umstände in den Ländern des Südens sowie den westlichen Ländern auseinander. Kleine Amateur-Filme und großartige Dokumentationen, wie zum Beispiel “Life & Debt”, sowie abschließende Diskussionen erklärten sachlich, wohin der Rubel eigentlich rollt.

Das Filmfestival mit dem Untertitel “be more than a spectator”, das am 10.12 endete fand mit unterschiedlichem Programm in den Kinos ACUD und Eiszeit statt. Unterstützt wurde es von attac Berlin und der Hans Böckler Stiftung. Mit etwas Glück finden die globale04 im nächsten Jahr wieder statt und vielleicht ist es irgendwann wirklich soweit, dass “Zuschauer” nicht mehr nur zusehen.

Die Rückkehr des Königs: Ein Ring schreibt Filmgeschichte

Sonntag, 21. Dezember 2003

Als der Abspann des dritten Teiles der „Herr der Ringe“-Trilogie läuft, sitzen zahlreiche Fans oder welche, die es geworden sind, bei aller Begeisterung fast ein bisschen wehmütig im Filmsessel, starren auf die Leinwand und lauschen der ruhigen Musik. Was mag zum einen am nachdenklichen Ende liegen, was der Schöpfer des Herrn der Ringe, R.R. Tolkien, bei allem Happy End als Ende für seine furiose, phantastische, mal düstere und mal strahlende Reise durch Mittelerde auserkoren hat. Zum anderen vielleicht auch daran, dass es wohl einige Zeit dauert, den Mund wieder zu schließen, den man vor Begeisterung und Staunen geöffnet hat. Oder ein paar Mal tief durchzuatmen, nachdem man zahlreiche Male die Luft angehalten hat. Aber vielleicht kommt der Wehmut auch von der Gewissheit, dass die Entdeckungsreise durch Peter Jacksons meisterhafte Verfilmung der Saga nach vielen Stunden im Kino nun endgültig vorbei ist.

Besonders die letzten Stunden, in denen man Seite an Seite mit Herrn Frodo und seinem treuen Begleiter Sam durch die kahlen und unwirklichen Wege nach Mordor gewandert ist, während Aragorn, Legolas, Gimli, Gandalf und die Reiter von Rohan gegen eine Übermacht des Bösen kämpfen und die Hoffnung doch nie aufgeben, hatten es nochmal in sich. Viele kannten den Stoff schon vorher, doch im Kinosaal wurden die kühnsten Phantasien und Erwartungen durch “Die Rückkehr des Königs” wohl nochmal übertroffen. Ob es nun die unbeschreibliche landschaftliche Kulisse, die tollen Kostüme, die bahnbrechende und monumentale Choreographie der Schlachten wie die um Minas Tirit, die Animierung Smeagols, der Nazguls oder der Armee der Toten ist: Tricktechnisch und gemessen am Aufwand stößt der dritten Teil Tore zu Superlativen weit auf. Grandios, einmalig, phantastisch eben.

Umso beeindruckender, das neben dieser Bilderflut auch die Schauspieler überzeugen können. Neben eines sehr guten Gesamtbildes aufgrund eines hervorragenden Castings, was jeder Rolle des Buches ein sehr gutes Gesicht gibt, sind das namentlich Sean Astin, der den tapferen Samweis spielt. Für seinen bärenstarken Auftritt im dritten Teil erwartet ihn wohl eine Oskar-Nominierung als bester Nebendarsteller. Aber auch Elijah Wood (Frodo) und Ian McKellen (Gandalf) gehen voll in ihren Rollen auf. Ein weiteres Mal schafft die Musik von Howard Shore Gänsehautatmosphäre, sei es als pathetische Unterlegung der Schlachten oder bedrückend-spannender Untermalung der Reise des Ringträgers Frodo.

Was die Zuschauer eben zu sehen bekommen haben, ist ein Epos, was in vielerlei Hinsicht seinesgleichen sucht, und die Bedenken ob der Verfilmbarkeit des komplexen und umfangreichen Buchmaterials sind zerstreut. Jackson ist es auch im dritten Teil gelungen, alle Handlungsstränge nebeneinander laufen zu lassen und am Ende meisterlich zusammenzuführen. Ein Film-Märchen für die Ewigkeit, was sich hinter den Büchern Tolkiens nicht verstecken braucht.

Vielen Dank an das Cinestar in Dortmund.

Sarah Michelle Gellar: Buffy – (K)ein Nachruf

Mittwoch, 17. Dezember 2003

Mit der Sendezeit, Mittwoch 21.15 Uhr, hatte Sarah Michelle Gellar mit ihrer Fernsehserie „Buffy – Im Bann der Dämonen“ einen der Top Sendeplätze im deutschen Fernsehen. Im vergangenen August liefen die letzten Folgen in unserem heimischen Flimmerkisten. In Amerika war die Serie schon wesentlich früher zu Ende.

Worum es nun eigentlich geht, ist das „Spin – Off“ von Buffy. „Angel – Jäger der Finsternis“ war die erste TV Produktion die aus der Haupthandlung ausgekoppelt wurde und als eigene Serie produziert wird. Auch für die Zukunft sind weitere Spin – Offs geplant. So könnten sich die Produzenten durchaus vorstellen mit der Schwester von Buffy in einer anderen Stadt weiter zu machen.

Eine Rückkehr von Sarah Michelle Gellar als Hauptdarstellerin ist allerdings gänzlich ausgeschlossen. Sie lehnte bereits einen bescheidenen Gastauftritt in „Angel“ ab. Wenn sie bereits solch kleine Rollen ablehnt, ist an ein großes Buffy – Remake wohl nicht zu denken. Sie will sich nun ganz und gar ihrer Kinofilmkarriere widmen.

Doch einen Nachruf gibt es dennoch: Der Vampir Spike, gespielt von James Masters, symbolisiert den Gegenspieler in der neuen „Angel“ Staffel.
Somit bleibt den Fans zumindest die Erinnerung schöne, längst vergangene, Zeiten.