Home | Blog | Themen | Stars | Charts | Sprüche | Filme | Newsticker

Archiv für das Jahr 2003

Literaturnobelpreis: J.M. Coetzee wird geehrt

Donnerstag, 02. Oktober 2003

Der 63-jährige Schriftsteller John Maxwell Coetzee aus Südafrika wird den Literaturnobelpreis erhalten. Dies wurde heute bekannt gegeben. Überraschend ist die Wahl der Jury nicht, schon lange wurde der Autor als möglicher Gewinner gehandelt. Eine gewagte Wahl war Coetzee also nicht, vor allem da seit 1991 kein Literaturnobelpreis mehr nach Südafrika ging. Enttäuschend ist aber das wieder ein Vertreter des weißen Afrikas gewählt wurde, auch der Somalier Nurrudin Farah oder Ben Okri aus Nigeria wären in Frage gekommen. Die Wahl fiel jedoch auf den bereits preisgekrönten Schriftsteller, der als einziger Autor zwei Booker-Prizer, der wichtigste Literaturpreis in Großbritannien, gewann und, was noch viel einzigartiger ist, nicht zur Verleihung erschien. Der Autor gilt als schüchtern und schottet sich lieber von der Medienwelt ab, auch zur Frankfurter Buchmesse wird er nicht erscheinen.

Der in Australien lebende und unterrichtende Professor an der Universität Adelaide, beschäftigt sich in seinen seit 1974 erschienen Bücher mit der Vergangenheit Südafrikas, Rassismus und auch Terrorismus. Die Jury lobte den Autor als „gewissenhaften Zweifler“. Seine Figuren seien manchmal wie gelähmt, stünden in „entscheidenden Augenblicken unbeweglich hinter sich selbst“. Die Jury war begeistert von dieser passiven Einstellung. Sie „ist nicht nur der dunkle Dunst, der die Persönlichkeit verschluckt, sie ist auch das äußerste Mittel, das der Mensch hat, der einer unterdrückenden Ordnung trotzen will, indem er sich vor ihren Absichten unerreichbar macht.“ In Deutschland erschien zuletzt eine fiktive Autobiografie von Coeteez mit dem Titel „Die jungen Jahre“.

Star Wars Fans aufgepasst: Episode III abgedreht

Donnerstag, 02. Oktober 2003

In Australien wurde nun die vorerst letzte Episode der Star Wars Saga abgedreht. Die ganze Produktion kostete rund 150 Millionen US Dollar! Damit rangiert das Budget auf den oberen Plätzen der teuersten Filme aller Zeiten. Aber noch gibt es keinen Grund zu jubeln, den Fans der Saga müssen sich noch einige Zeit gedulden, das berichtet der Produzent Rick McCallum: „Den Film zu drehen ist nur ein kleiner Teil des ganzen Prozesses. George ist enthusiastisch, mit dem nächsten Teilstück zu beginnen. Für George und mich ist gerade mal die Hälfte geschafft. Wir müssen noch 18 Monate überstehen.“
Verständlich, denn wer möchte schon Anakin Skywalker vor einem Bluescreen rumhüpfen sehen? Denn eines ist auch für diesen Teil klar, es dürfen Computereffekte a la Matrix erhofft werden.

Auch im Vorfeld hatte die Produktion für viel Wirbel gesorgt. Man konnte sich für 30 Dollar im Monat die Dreharbeiten über eine Webcam anschauen. Wie viel Leute diesen Dienst nutzten ist nicht bekannt, eine nette Idee war es allemal.

Viel ist über den Film allerdings noch nicht bekannt. Die Mitarbeiter, alleine rund 1000 Schauspieler, mussten sich dazu verpflichten bis 2005 stillschweigen über den Film und dessen Story zu wahren. Danach soll der Film in die Kinos kommen. Abschließend die Worte von George Lucas, dem Drehbuchautor und Erfinder von Star Wars: „Seien wir mal ehrlich, alle bösen Kerle gewinnen am Ende, alle guten sterben – abgesehen von ein paar – es gibt kein Happy End!“
Dann lasst uns alle Daumen drücken das der Film nicht so schlecht wird wie Episode I, und der Star Wars Serie ein würdiges Ende bereitet!

RU-21 – Anti-Kater-Pille erobert Hollywood

Mittwoch, 24. September 2003

Die Folgen eines zu großen Alkoholkonsums hat fast jeder schon einmal gespürt, meist erst am nächsten Morgen. Von Kopfschmerzen über Schwindelgefühl und Übelkeit bis zu heftigeren Reaktionen kann jeder von den Folgen des Alkohols erzählen. Gäbe es doch eine Pille, die so was im Vornherein verhindert. Und es gibt sie.

„RU-21“ heißt die Pille, die am Abend geschluckt wird und den Kater am nächsten Morgen gar nicht erst entstehen lässt. Betrunken wird man jedoch trotzdem. Das Medikament bindet nur ein Enzym, dass sonst aus Alkohol toxisches Acetaldehyd entstehen lässt – und das sorgt für die Katergefühle am Morgen. Der Hersteller verspricht auch einen schnelleren Abbau von Alkohol, einen Schutz vor alkoholbedingter Hautalterung und einen Schutz der Organe vor den giftigen Stoffen des Alkohols.

Bereits vor 25 Jahren wurde die Pille in Russland erfunden, um die Agenten des russischen Geheimdienstes KGB vor den Folgen des Alkohols zu schützen. Diese sollten ihre Gesprächspartner betrunken machen, um dann an wichtige Unterlagen zu kommen. Leider wurden sie selbst auch betrunken und eben nur vor den Folgen des Alkohols geschützt. „Russen trinken doch sowieso jeden unter den Tisch. Ich weiß gar nicht, warum sie diese Pille erfunden haben.“, sagt der Direktor der Herstellerfirma.

Inzwischen ist die Pille vor allem in Hollywood beliebt. Prominente schlucken immer häufiger die Pille und nutzen so den Vorteil auf Alkohol nicht verzichten zu müssen, aber auch keinen Kater zu bekommen. Die Firma macht bereits jetzt 10.000 Dollar Umsatz mit dem Verkauf der Pille über das Internet, will jedoch auf Werbung verzichten. Man fürchtet Proteste davor, dass die Pille zum Genuss von Alkohol verleite.

Gwyneth Paltrow: „New York ist anders ohne meinen Vater”

Dienstag, 23. September 2003

Gywneth Paltrow leidet nach eigenen Angaben sehr unter dem Tod ihres Vaters. Der 58-jährige Produzent und Regisseur Bruce Paltrow starb im vergangenen Jahr an den Folgen einer Krebserkrankung. Seine Tochter war zu diesem Zeitpunkt mit ihm in Italien. Der Tod ihres geliebten Vaters habe viel verändert, sagte die Schauspielerin der Zeitschrift „Vogue“. Der 31-jährigen falle es zum Beispiel schwer, ohne ihn in New York zu sein. „Ich liebe New York, und ich werde immer in meinem Herzen ein New Yorker Mädchen bleiben, aber ohne meinen Vater, der nicht mehr mit mir zum Kaffeetrinken geht, ist es ganz anders.“, sagte Paltrow.

Durch den Tod ihres Vaters habe sie die „Endlichkeit des Lebens“ gespürt, sagte Paltrow. Sie habe angefangen, alles in Frage zu stellen, gestand sie dem Magazin. „Deswegen möchte ich mit Menschen, die ich liebe, zusammen sein. Und ich möchte reisen.“ Mit ihrem Verlobten, dem Sänger der britischen Band Coldplay lebt Paltrow in London.

Demnächst ist sie in den Film über die amerikanische Schriftstellerin Sylvia Plath zu sehen, dessen Produktion jedoch bereits im Vorfeld unter einem schlechten Stern stand. Die Tochter der mit dem Autor Ted Hughes verheirateten Lyrikerin, die 1963 mit 32 Jahren Selbstmord begang, kritisierte den Film stark. Frieda Hughes ließ ihrer Wut über „Erdnussesser, die sich vom Tod meiner Mutter unterhalten lassen“ in einem Interview freien Lauf, weigerte sich mit den Produzenten des Films zusammenzuarbeiten und verbot ihnen die Benutzung der Gedichte Sylvia Plaths. „Sie meinen, ich solle ihnen die Worte meiner Mutter geben, damit sie damit die Münder ihrer Monster füllen können.“, sagte Frieda Hughes.

Dixie Chicks wollen nichts mehr mit Country zu tun haben

Montag, 22. September 2003

Ein Imagewechsel im Musikgeschäft ist nichts neues. Ständig versuchen sich Künstler neu zu erfinden, um das Publikums zu begeistern und erfolgreich zu sein. Das ein Imagewechsel auch eine Trotzreaktion sein kann, zeigt die amerikanische Frauenband Dixie Chicks.
Im vergangenen März sagte die Sängerin Natalie Baines in den Diskussionen vor dem Irak-Krieg, dass sie sich schäme aus dem gleichen Staat wie der amerikanische Präsident zu kommen. Für die drei Frauen begannen die schwersten Monate ihrer Karriere. Von allen Seiten wurden sie kritisiert und beschimpft, ihnen wurde mit Mord gedroht und Radiosender weigerten sich die Musik der Dixie Chicks zu spielen.

„Unglücklicherweise habe ich dadurch vor allem besser verstanden, wie unser Genre funktioniert“, sagte Martie Maguire, die Geigerin der Band in einem Interview mit „Spiegel Online“. „Country-Musik gilt in den USA immer noch als sehr, sehr konservativ. Deswegen hat es uns härter getroffen als andere Künstler, die gegen den Krieg waren. Bei Rockmusikern oder Schauspielern erwartet die Öffentlichkeit anscheinend ohnehin, dass sie eher liberal eingestellt sind, bei uns hat man das offenbar für undenkbar gehalten.“, sagte sie. Auch von ihren Kollegen aus der Countryszene kam keine Hilfe. „Diese Leute verschwinden alle schnell in den Bergen, wenn es Ärger gibt, sie stehen nicht füreinander ein. Das war sehr enttäuschend. Unterstützung haben wir nur aus anderen Bereichen bekommen, von Bruce Springsteen zum Beispiel.“

Von ihrem erfolgreichen Musikstil, dem Country, wollen sie die drei Frauen jetzt jedenfalls zurückziehen. „Wir fühlen uns nicht länger als Teil dieser Country-Szene, das kann nicht mehr unser Zuhause sein.“, sagten sie.

Robbie Williams: So erfolgreich wie noch nie

Freitag, 19. September 2003

„Ich kann mein Haus nicht verlassen, ohne bedrängt zu werden oder ohne dass Leute mich dauernd ansprechen. Ich denke ernsthaft darüber nach, mit all dem aufzuhören und keine Platten mehr zu veröffentlichen.“, sagte Robbie Williams vor etwa einem Monat dem britischen Boulevard-Blatt „The Sun“. Seine Fans sind jedoch anderer Meinung als der britischer Superstar und stürmen seine Konzerte. Schon seine Deutschland-Tournee war sehr erfolgreich, den Höhepunkt seiner Karriere erreichte Williams nach eigenen Aussagen dann aber in England.

Vor insgesamt 350.000 Fans stand der Entertainer im britischen Knebworth an drei aufeinanderfolgenden Abenden und brach damit Rekorde. Musiklegenden wie The Queen, Pink Floyd und Led Zeppelin traten hier bereits auf, Oasis spielten vor 250.000 Zuschauern.

Doch nicht nur in Europa ist Williams sehr beliebt. Zwar lässt sein Erfolg in Amerika immer noch auf sich warten, dafür reißen sich in Australien die Fans um Robbie. In einer halben Stunde waren 42.000 Karten für ein einziges Konzert verkauft. Die Veranstalter organisierten rasch ein zweites Konzert, damit alle Fans den Superstar live erleben können. Wie gemeldet wurde, wurden die Organisatoren beim Kartenverkauf von Fans „belagert“.

Zwar werden viele Fans Karten kaufen, da sie fürchten Robbie Williams könne zum letzten Mal auf Tournee sein, aber Millionen von Fans auf aller Welt scheint er ja wirklich zu haben. Jedenfalls ist er momentan so erfolgreich wie noch nie.