Home | Blog | Themen | Stars | Charts | Sprüche | Filme | Newsticker

Archiv für das Jahr 2004

“Kir Royal”: Die Kult-Serie der 80er endlich auf DVD

Samstag, 04. Dezember 2004

Zum Straßenfeger wurde die Mediensatire und Persiflage auf die Münchner Schickeria 1986: In sechs Folgen wurde hinter die Kulissen der Bussi-Bussi-Gesellschaft geschaut und die Machenschaften der Reichen und Mächtigen gnadenlos von Regisseur Helmut Dietl aufgezeigt. Im Mittelpunkt der Serie steht der Boulevardjournalist mit dem bezeichnenden Namen Baby Schimmerlos (Franz Xaver Kroetz), der für seine Klatschkolumne – fast – alles tut. Doch trotz dem Lebensgefühl der 80er Jahre und seiner Umschwärmtheit von Stars und Sternchen träumt Baby von einer Karriere bei Hochglanzmagazinen. Als er scheitert, muss er feststellen, dass die meisten Menschen in einer von Geld regierten Scheinwelt leben und sich davon so beeinflussen lassen, dass Vertrauen und Freundschaft für sie nichts mehr zählen.

Auch wenn die Serie fast zwanzig Jahre auf dem Buckel hat: Geändert haben sich gerade mal die Frisuren, die Mode von damals feierte 2004 schon ein Comeback. Auch wenn Dietl sehr satirisch mit den Hintergründen umgeht, die Klatschreporter Schimmerlos aufdeckt, geblieben sind Vetternwirtschaft, Besetzungscouch und Bestechung als Karrierebeschleuniger in 2004 ebenfalls. “Kir Royal” sollte als Pflichtsendung für alle angehenden Models, Postars, Superstars, Luder und wer auch immer sich eine schnelle Karriere in den Medien erhofft, gelten, damit diese naiven “Babies” wissen, auf was sie sich einlassen.

Die DVD mit allen sechs Folgen “Kir Royal” wird am 06.12. veröffentlicht, in einer hochwertigen 3er-Box im Digipack und als zusätzlichen Bonus gibt es einen internationalen “Kir Royal”-Trailer.

Bye Bye Carrie! Die letzte Folge von Sex and the City

Dienstag, 30. November 2004

Carrie Bradshaw hat sich zwar mächtig durch die Häuserschluchten New Yorks gepoppt, aber hängt immer noch ihrer „großen Liebe“ namens Big nach. Mit dem hat es ja bekanntermaßen nicht geklappt, bei einem anderen, Aidan, bekam sie einen Kotzanfall als sie sich mit ihm verloben sollte und jetzt ist Carrie (Sarah Jessica Parker) mit dem russischen Künstler Aleks – der zugegeben etwas arg abgehalfterte Mikhail Baryshnikov – zusammen.

Na ja, man nimmt, was man kriegt. Vor allem wenn er stinkreich ist und sie nach Paris einlädt, um dort mit ihm zu leben. Und so soll das Ende von „Sex and the City“ aussehen? Nein, nein, denn die letzte Episode ist so offen wie Samanthas Schoß für neue Liebhaber: Carrie geht mit Aleks nach Paris. Dort trifft sie seine Ex-Frau und erfährt, dass man bei Aleks als Geliebte immer erst an zweiter Stelle nach seiner Kunst kommt. Als sie einige Fans von sich trifft, beschließen diese eine Party für sie zu schmeißen – just an dem Abend, an dem Aleks seine Ausstellung eröffnet. Er bittet Carrie, ihn zu seiner Vernissage zu begleiten, da ihm das viel bedeuten würde. Sie lässt sich überreden, doch dort angekommen lässt er sie erstmal stehen und Carrie fühlt sich so unwohl, dass sie die Ausstellung verlässt und zu ihrer Party gehen möchte.

Doch Egoismus zahlt sich nicht aus, und sie verpasst ihre eigene Feier. Als sie sich später frustriert bei Aleks darüber ausheulen möchte, zeigt er natürlich kein Verständnis. Es kommt zum Streit, bei dem er Carrie schlägt. Sie verlässt Aleks und nimmt sich ein Hotelzimmer. In der Lobby des Hotels trifft sie auf Big, der auf der Suche nach ihr war, die beiden wandern durch die Straßen von Paris und merken, dass sie zusammen gehören. Carrie kehrt nach New York zurück und fängt einen neuen Lebensabschnitt an.

Neuer James Bond: Charakter statt Spezialeffekte

Sonntag, 28. November 2004

Er ist der berühmteste Geheimagent der Filmgeschichte: James Bond 007. Jeder weiß, wie er seine Martinis trinkt, doch wer in die Fußstapfen des letzten Bond-Darstellers Pierce Brosnan treten soll, wissen selbst die Produzenten der Bond-Saga noch nicht. Genau dies ist auch der Grund, warum der geplante Kinostart nun um ein Jahr verschoben wird – frühestens 2006 können sich Bond-Liebhaber also wieder wegen dem Spion, den alle lieben, in die Kinos drängen.

Aber nicht nur das Gesicht von Bond soll sich im nächsten Streifen ändern. Vielmehr planen die Macher auf einen Großteil der Spezialeffekte zu verzichten und sich stattdessen vermehrt auf den Charakter von James Bond zu konzentrieren. Als literarische Vorlage soll der 1953 erschienene Roman „Casino Royale“ von Bond-Erfinder Ian Fleming dienen; in diesem hatte der Agent sein literarisches Debüt. „Casino Royale ist eine sehr interessante Wahl, weil es wahrscheinlich Flemings literarisch gelungenstes Werk ist“, weiß Andrew Lycett, der Biograph des 1964 verstorbenen Autoren. James Bond ist darin ein fragwürdiger Charakter, der seine professionelle und kalte Vorgehensweise durch elegantes und kultiviertes Auftreten kaschiert.

Dies ist allerdings nicht die erste Verfilmung des Romans. Schon 1967 wurde das Werk als Satire mit Staraufgebot verfilmt. Neben Orson Welles und Woody Allen war auch David Niven als in die Jahre gekommener Sir James Bond zu sehen – dennoch floppte der Film. Alle Hoffnungen scheinen auf dem neuen, noch nicht gefundenen Darsteller des Geheimagenten zu ruhen. Er muss zeigen, dass James Bond auch ohne Spezialeffekte funktioniert – oder „Casino Royale“ geht als zweifacher Flop in die Filmgeschichte ein.

Fluch oder Segen: Edelklopapier soll Abflüsse verstopfen

Donnerstag, 25. November 2004

Ob ein-, zwei-, drei- oder vierlagig, ob parfümiert oder duftlos, ob weiß oder farbig, mit Mustern bedruckt oder geprägt, ob von der Rolle oder als Tuch, jeder braucht es – das Toilettenpapier. Doch während mindestens drei Lagen schon zum guten Ton in den meisten Haushalten gehört, gibt es einen neuen Trend: Feuchtes Toilettenpapier. Denn was gibt es angenehmeres für den Hintern als nach einer langen Sitzung feucht gewischt und quasi vom Toilettenpapier geküsst zu werden – zumindest wenn es nach den Herstellern dieser Produkte und ihren Werbungen geht. Und tatsächlich gibt es kaum mehr ein Geschäft, das neben „gewöhnlichem“ Toilettenpapier nicht auch schon solche Feuchttücher führt.

Doch gerade diesen Trend halten britische Forscher für bedenklich. Sie wollen in einer von „British Gas“ in Auftrag gegebenen Studie herausgefunden haben, dass vor allem feuchtes Toilettenpapier die Hauptursache für Verstopfungen in den Abflüssen sei. Diese haben in Großbritannien in der ersten Hälfte dieses Jahres um zehn Prozent zugenommen – schon um 35.000 verstopfte Toiletten hat sich die Firma in diesem Jahr gekümmert. „Die explosionsartige Zunahme von Luxus-Klopapier setzt die Toiletten unter starken Druck“, so ein Sprecher des Unternehmens. Und weiter: „Manches Klopapier mag besser für Ihren Komfort sein, anderes Papier besser für Ihr Abflussrohr.“

Dabei war gerade das britische Toilettenpapier vor dem Einzug des Luxus-Klopapiers für seine Rauheit berüchtigt und verursachte bei übermäßigem Gebrauch mitunter sogar Hautabschürfungen. Eine Zeitung namens „Old Farmer’s Almanac“ wurde sogar mit einem Loch in der Ecke herausgegeben, damit sparsame Briten sie im Klo aufhängen und als Toilettenpapierersatz benutzen konnten. Der von 1491 bis 1547 lebende britische König Heinrich VIII hingegen verzichtete gänzlich auf Toilettenpapier. Stattdessen beschäftigte er einen „Diener des Stuhles“, der das königliche Hinterteil mit der bloßen Hand sauberzumachen hatte.

Im Zuge der Studie wurde überprüft, wie lange es dauert, bis sich Toilettenpapier auflöst. Während billiges, umweltfreundliches Papier bereits nach wenigen Minuten und mehrlagiges, parfümiertes nach einer halben Stunde zerfällt, kann dieser Vorgang bei feuchtem Klopapier sogar bis zu fünf Tagen dauern. Selbst eine Zeitung, die eigentlich nur scherzeshalber in die Versuchsreihe eingebunden wurde, brauchte lediglich eine Stunde um sich im Wasser zu zersetzen. Aber auch gesundheitliche Bedenken gegen den neuen Luxustrend wurden bereits laut. Denn das in den Feuchttüchern enthaltene Konservierungsmittel IPBC kann bei regelmäßigem Gebrauch zu juckenden Ekzemen führen.

Die Hersteller der feuchten Toilettenpapiere wehren sich aber gegen die Ergebnisse der Studie. „Nach unserer Erfahrung liegt die häufigste Ursache für Verstopfung an den Abwassersystemen selbst und nicht an der Verwendung des Klopapiers“, so eine Sprecherin der Firma Andrex. Und weiter: „Wir können auf den Test nicht reagieren, weil wir nicht darüber informiert wurden, unter welchen Bedingungen er stattfand.“ Den meisten Herstellern geht die Studie wohl buchstäblich am Arsch vorbei…

Bridget Jones ist zurück: Am Rande des Wahnsinns!

Mittwoch, 24. November 2004

Noch nie hat ein fleischfarbenes Miederhöschen so viele Lacher geerntet wie in „Bridget Jones: Schokolade zum Frühstück“. Und so mancher männliche Kinobesucher hätte sich vor dem Film nicht gedacht, dass genau diese enormen, unsexy Miederhosen die meisten Frauenbäuchlein flach drücken. Vor dem Flachlegen allerdings sollte man sie loswerden, doch die gute Bridget Jones hatte das im Eifer des Gefechts vergessen.

Jetzt bekommt sie im zweiten Teil „Bridget Jones: Am Rande des Wahnsinns“ die Chance, den Liebestöter rechtzeitig auszuziehen. Weitere hysterisch komische Szenen aus dem absurden Leben der Bridget wurden dank Reneé Zellweger möglich. Die Schauspielerin ließ sich nach langem Hin und Her doch noch überreden, noch mal die Rolle der Bridget zu spielen: Obwohl das für sie bedeutete, dass sich – die in Wirklichkeit zierliche – Zellweger drei Kleidergrößen anfuttern musste, also satte 18 Kilo! Zur Freude der Kinobesucher, denn keine andere Schauspielerin könnte die Bridget so spielen: Verletzlich und oft unglücklich, lustig und überschwänglich, manchmal zu viel rauchend und saufend, ewig über ihre Beziehungen und ihr Gewicht lamentierend…also eine ganz normale Frau sein. Dazu ist Dauersingle Bridget nun gerade vier Wochen mit Mark Darcy zusammen, doch irgendwie klappt es zwischen den beiden nicht so richtig. Und dann tauchen auch noch die superdürre Rebecca und Bridgets schleimiger, verlogener Ex-Lover Daniel Cleaver (Hugh Grant) auf und Bridget gerät wieder in unfassbar peinliche Situationen…

«Top Model of the World 2004» kommt aus China

Sonntag, 21. November 2004

Die 23 Jahre alte Chinesin Sun Na aus Peking ist zum «Top Model of the World 2004» gewählt worden. Die mandeläugige Schönheit setzte sich am Freitagabend in Ettlingen (Baden- Württemberg) gegen 32 Mitstreiterinnen im Alter von 15 bis 27 Jahren durch. Auf Platz zwei landete eine 19 Jahre alte Äthiopierin. Die amtierende Vize-Miss Deutschland, Viktoria Stadtlander aus dem westfälischen Bad Oeynhausen, wurde vierte.

Um die Schärpe der Siegerin zu ergattern, galt es für die Teilnehmerinnen, mit Ausstrahlung, Persönlichkeit, Haltung und Gang zu überzeugen. In Abend- und Bademode mussten sich die Laufstegschönheiten den 200 Zuschauern sowie einer Jury stellen, in der unter anderem ein Schönheitschirurg, Fotografen und Modelagenten saßen.

Manche Titelanwärterin bewies auch Humor, denn nicht alle schlüpften zum Auftakt in die traditionelle Tracht ihrer Heimat: Die Vertreterin Australiens kam im Rugby-Trikot auf die Bühne, die 19 Jahre alte Stephanie Thomas aus Venezuela präsentierte sich als weißer Engel und holte mit diesem himmlischen Auftritt zumindest einen Sonderpreis in der Kategorie «schönste Nationaltracht».

Am Ende mussten sich sowohl der Engel als auch die übrigen Kandidatinnen Sun Na aus Peking geschlagen geben. Doch Schönheit und Talent hatten alle zuvor schon unter Beweis gestellt: Die World Beauty Organisation (WBO) als Veranstalter ließ nur erfahrene Models zum Wettbewerb zu, für den sich die Kandidatinnen zudem in nationalen Ausscheidungen qualifizieren mussten.

In Ettlingen hofften alle auf den großen Durchbruch im internationalen Geschäft – der zumindest für Sun Na näher gerückt sein dürfte: Sie 23-jährige bekam als Siegprämie nicht nur einen Scheck über 10 000 Euro, sondern auch einen Model-Vertrag.

Auch wenn ein fester Vertrag für viele der übrigen Teilnehmerinnen vorerst weiter ein Traum bleiben dürfte, konnten einige zumindest die Sonderkategorien für sich entscheiden, die nicht immer mit Schönheit alleine zu tun hatten: Die 21 Jahre alte Alexandra Dumitru aus Frankreich hatte zwar die Jury nicht überzeugt und war schon in der ersten Runde ausgeschieden. Dafür wählten sie ihre Mitstreiterinnen zum «Liebling der Teilnehmerinnen».

Und ein Trost blieb letztlich allen: Sun Na ist nicht unangefochten das schönste Model des Jahres, schließlich wird das auch noch in der Konkurrenzveranstaltung Elite Model Look gekürt.