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Archiv für das Jahr 2005

Bei Grippe gilt zwei Wochen Sport-Verbot

Freitag, 02. Dezember 2005

Die kalte Jahreszeit hat nun auch Deutschland erreicht und damit auch die immer wiederkehrende Grippe. Viele nehmen fieberhafte Infekte auf die leichte Schulter. Wie die „Ärtze Zeitung“ nun den Internisten Robert Margerie vom Zentrum für Sportmedizin in Berlin zitiert, sollten Sportbegeisterte auch nach Linderung der Beschwerden 10 bis 14 Tage keinen Sport treiben.

Auch wenn Medikamente gegen Schnupfen, Husten, Fieber und die mit der Grippe verbundenen Beschwerden schnell Abhilfe schaffen, sollten die Medikamente, besonders Antibiotika, nach Rat des Arztes bis zum Ende genommen werden. Weiter sollten Sportler das Training bis zur vollen Genesung aussetzen. Auch nach der Genesung sollte einige Tage nur leicht trainiert werden, so Margerie.

Andernfalls könnten ernsthafte Herzmuskelentzündungen, insbesondere bei einer Influenza, die Folge sein, erklärt der Internist.

Tom Cruise wurde zum „peinlichsten Hollywood-Star“ gewählt

Mittwoch, 30. November 2005

Da ist wohl jemand auf der Beliebtheitstreppe gestolpert und heruntergefallen – denn der Schauspieler Tom Cruise, ehemals zum „Sexiest Man Alive“ gekürt, wurde jetzt von den Lesern der „Los Angeles Daily News“ zum „peinlichsten Hollywood-Star“ gewählt. Sogar die skandalösträchtige Hotelerbin Paris Hilton konnte dem dreifachen „Golden Globe“-Gewinner den Titel nicht streitig machen und landete auf Platz Zwei. Der Grund: Die Fangemeinde hat es satt, wie Tom Cruise seine 26-jährige Verlobte Katie Holmes vorführt. Ständige Knutschereien im Blitzlichtgewitter und unentwegte Liebesbekenntnisse – das nervt die Fans auf Dauer. Nach seinen hemmungslosen Talkshow-Auftritten, wie etwa bei Oprah Winfrey, zweifelt sogar das angesehene Magazin „Vanity Fair“ daran, ob Cruise eigentlich noch bei Verstand ist.

Zuletzt war Cruise in die Schlagzeilen geraten, weil er seine schwangere Verlobte für PR-Zwecke nackt ablichten lassen wollte. Auch von einer „stillen Geburt“ im Sinne von Cruises Wahl-„Religion“ Scientology war die Rede. Cruise scheint sich immer mehr zu einem Kontrollfreak zu entwickeln – noch immer laufen die Verhandlungen über den von ihm gewünschten Ehevertrag, mit dessen Forderung er die naive Holmes sogar zum Weinen gebracht haben soll. Darüber hinaus gab Cruise in einem TV-Interview bekannt, dass er sich ein extra ein Ultraschallgerät gekauft habe, um sein ungeborenes Kind jederzeit beobachten zu können. „Big Cruise is watching you“, wird es für das Baby wohl künftig heißen. Mittlerweile äußerten diverse Ärzte bereits ihre Bedenken gegenüber diesem Ultraschall-Missbrauch.

Heiraten wollen die beiden übrigens erst nach der Geburt des Kindes, also frühestens im Sommer, vielleicht aber auch erst im Herbst kommenden Jahres. Wie der „Star“ vermutet könne der Hochzeitstermin aber auch von den Verhandlungen bezüglich des Ehevertrags abhängen. Immerhin will Holmes’ Vater nun eine millionenschwere Abfindung für seine Tochter herausschlagen, sollte die Ehe nicht fünf Jahre lang halten. Vielleicht weint dann ja zur Abwechslung mal Tom Cruise…

Russland: Im Lenin-Museum soll es spuken

Dienstag, 29. November 2005

Mehr als 80 Jahre nach dem Tod des sowjetischen Staatsgründers Lenin spukt er noch immer in vielen russischen Köpfen herum. Doch nicht nur dort soll der kommunistische Revoluter herumgeistern. Im Lenin-Museum in der russischen Stadt Samara an der Wolga soll der Geist von Lenin hin und wieder mal vorbeischauen. Das zumindest versichert das dortige Personal. „Einmal fanden wir morgens ein benutztes Bett in Lenins Zimmer vor, obwohl nachts die Tür verschlossen war“, so die Direktorin des Museums Maja Obraszowa. Auch seien nachts Schritte zu hören und ab und an läge der Geruch von frisch gebackenem Apfelkuchen in der Luft, einer der Leibspeisen von Lenin. Angst hat das Personal jedoch keine: „In jedem alten Haus sollte es Gespenster geben. Wir sind mit unseren befreundet und fürchten sie nicht“, so die Direktorin.

Lenin, der mit bürgerlichem Namen eigentlich Wladímir Iljítsch Uljánow hieß, hätte aber wohl eher Grund in Moskau zu spuken. Immerhin liegt sein einbalsamierter Körper dort seit seinem Todesjahr 1924 in einem eigens für ihn errichteten Mausoleum auf dem Roten Platz. In Samara wohnte er lediglich von 1887 bis 1891, als er dort Jura studierte. Es wäre also nicht besonders verwunderlich, wenn sich das Museumspersonal die Geschichte nur ausgedacht hätte, um Besucher anzulocken. Immerhin dürfte ein angebliches Geisterhaus wesentlich attraktiver für Touristen sein als eine Wohnung in der Lenin zufällig ein paar Jahre lang wohnte.

Trotz Lenins ausdrücklichem Wunsch keinen Personenkult um ihn zu machen ließ Stalin ihn nach einer pompösen Trauerfeier einbalsamiert aufbahren. Während es zu Beginn vor allem treue Kommunisten waren, die für die Leichenschau Schlange standen, sind es heute fast ausschließlich Touristen. Vielen Russen ist das ehemalige Heiligtum mittlerweile sogar peinlich. „Wir sind doch keine Ägypter“, meinte die Gouverneurin von St. Petersburg Walentina Matwijenko jüngst. Obwohl einer Umfrage zufolge mehr als die Hälfte aller Russen für eine Bestattung des Leichnams sind, hat Präsident Wladimir Putin wie auch sein Vorgänger Boris Jelzin dieser bisher nicht zugestimmt, um nicht den Zorn der kommunistischen Bevölkerung auf sich zu ziehen. Diese haben vor kurzem sogar eine Unterschriftenaktion gestartet, um die Bestattung des Leichnams zu verhindern – immerhin hat Putin vor kurzem bereits den 7. November, also den Jahrestag der Oktoberrevolution von 1917 unter der Führung Lenins, als gesetzlichen Feiertag abgeschafft.

Kirche gibt täglichen Segen über das Internet

Montag, 28. November 2005

Wenn die Zeiten härter werden, suchen die Menschen Hilfe im Glauben. Die Kirche glaubt nun, dass jetzt die Zeit wieder reif ist und bietet seit dem ersten Advent täglichen Segen über das Internet. Das Projekt wird im Rahmen der Katholischen Fernseharbeit von der Deutschen Bischofskonferenz durchgeführt.

Wie die Katholische Fernseharbeit in Frankfurt mitteilte, interpretiere Pfarrer Dietmar Heeg täglich die aktuelle Lesung des Tages und erteile dann den Segen per Video. Ganz besonders stolz ist man auf den so genannten Podcast, wodurch ein Herunterladen auf einen MP3-Player möglich ist.

„Segen heißt, dass Gott seine schützende Hand über den Menschen hält, egal wo Du gerade bist, ob im Supermarkt, in der U-Bahn oder im Büro vor dem Computer”, äußerte Pfarrer Heeg.

Das Angebot ist unter www.tagessegen.de zu erreichen.

Shakira wird wieder lieb – Keine sexy Videos mehr?

Sonntag, 27. November 2005

Latino-Sängerin Shakira wurde durch ihren sexy Hüftschwung bekannt und besonders bei den Männern beliebt. Doch der Mutter der gebürtigen Kolumbianerin wurde das wohl zu heiß. In einem Interview mit der New York Times gestand die 28-Jährige, dass sie auf Wunsch ihrer Mutter in ihren Videos höchstens den Bauchnabel zeigt.

“Meine Clips repräsentieren die Künstlerin in mir, aber sie zeigen nicht die Frau, die ich wirklich bin”, erklärte die Blondine der US-Zeitung. “Wenn sich Leute meine Videos ansehen, glauben sie vielleicht ich bin sexuell sehr aggressiv, aber eigentlich trifft genau das Gegenteil zu. Ich bewundere Menschen, die sich der Kunst zu liebe nackt ausziehen können. Ich könnte das nicht“, verriet sie weiter.

Bleibt abzuwarten, mit wie viel abgedeckter Haut Shakiras Produzent einverstanden sein wird. Shakiras neues Album “Oral Fixation Vol. 2″ erscheint am 25. November.

CD-Tipp der Woche: „Strike A Light“ von The Flames

Freitag, 25. November 2005

Drei Jahre nach ihrem allseits bekannten Song „Everytime“, der es Dank einer Brause-Werbung schaffte zum Ohrwurm der Nation zu werden, steht mit „Strike A Light“ das neue Album der vier Rockabilly-Mannheimer in den Läden.

Dick Brave & The Backbeats, Boppin’B oder eben The Flames sorgten dafür, dass 2002/2003 die musikalischen Rhythmen der 50er und 60er Jahre wieder saloonfähig wurden. Doch so schnell diese Welle gekommen war, so schnell war sie auch wieder verschwunden. Dick Brave & The Backbeats sind passé und der Frontmann heißt wieder Sasha, Boppin’B konnten nur kurz auf der Erfolgswelle mitschwimmen und nach „Everytime“ wurde es auch still um The Flames.

Doch Martin „Marty McMason“ Maurer, Andrés Bertomeu, Oliver „Revilo“ Heydenreich und Christian „Lee Trasher“ Frisch wollen es noch mal wissen und veröffentlichen mit „Strike A Light“ dieser Tage ihr neues Album. Gitarrenpop mit Anleihen aus Rock’n’Roll, Ska, Jazz und modernen Rocksound gibt es dabei auf die Ohren. Mal laut mal leise aber immer nach vorne und vor allem wunderbar abwechslungsreich. The Flames verabschieden sich damit von dem Retro-Hype, den sie vor einigen Jahren selbst mit ausgelöst haben und machen sich auf zu neuen musikalischen Ufern.

Weitere Veröffentlichungstipps der Woche:

Xavier Naidoo – „Telegramm für X“
Shakira – „Oral Fixation Vol. 2“
The Darkness – „One Way Ticket To Hell…And Back“
Samy Deluxe/Illo/Headliners – „Deluxe Records – Let’s Go“
Maximo Park – „Missing Songs“