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Mit ‘frankreich’ getaggte Artikel

40 Jahre Frieden: Deutschland & Frankreich feiern gemeinsam

Mittwoch, 22. Januar 2003

Jahrhundertelang war an eine vorbehaltlose Zusammenarbeit oder gar echte Freundschaft zwischen den beiden Staaten Deutschland und Frankreich nicht zu denken, statt Kommunikation herrschte Konkurrenzdenken, Hass statt Verständnis. Zudem lebt noch immer eine ganze Generation von Zeugen des 2. Weltkrieges, der Verbrechen und der Invasion der deutschen Truppen des Nazi-Regimes. Umso erstaunlicher, dass schon vor 40 Jahren, rund 10 Jahre nach dem verheerenden Krieg der damalige Bundeskanzler Adenauer mit seinem französischen Amtskollegen, dem französischen Präsidenten General Charles de Gaulle einen Freundschaftsvertrag schloss, der für eine Aussöhnung, einen Neuanfang und für ein besseres Verständnis der beiden Nachbarstaaten sorgen sollte.

Und das tat er. Das 40-jährige Jubiläum dieses “Elysée-Vertrages” wurde heute mit einer historischen, gemeinsamen Versammlung der beiden Regierungshäuser gefeiert und untermauert. Der deutsche Bundestag und die französische Nationalversammlung trafen sich in Versailles zu einer Sitzung, auf der die Regierungschefs sowie die beiden Bundestags- und Parlamentspräsidenten Lobreden abhielten. Der gemeinsame Tenor war eindeutig: Das Gedenken der Vergangenheit, und gleichzeitig die Vorbereitung der gemeinsamen Zukunft. Vor rund 900 deutschen und französischen Abgeordneten eröffnete Parlamentspräsident Jean-Louis Debré die Sitzung.

Dieser erinnerte an die aussergewöhnlichen Leistungen Konrad Adenauers, der wie kein Zweiter für die Idee und Durchsetzung des Freundschaftsvertrages der beiden Länder eingetreten sei. Man sei nun bereit, ein neues Kapitel in der Geschichte der deutsch-französischen Beziehung einzugehen. Bundestagspräsident Wolfgang Thierse erinnerte an die Ähnlichkeiten beider Länder, und dass sich beide Staaten, vor allem bei ihrer Zusammenarbeit immer wieder als Motor für Europa entpuppt hätten. Nachdem man nun auf “40 Jahre des Friedens” zurückblicken könne, sei es auch die Pflicht beider Staaten, sich für eine friedliche Lösung des Irak-Konflikts einzusetzen.

Bundeskanzler Gerhard Schröder erinnerte an den Wert der Freundschaft, die für “Generationen unserer Väter und Urväter nur ein kühner Traum” hätte sein können. Der Vertrag habe die Gesellschaften der beiden Länder zusammengeführt, und die Aufgabe der Zukunft sei es, weiterhin für gemeinsame Interessen sowie für die Entwicklung Europas zusammenzustehen und -zuarbeiten. Frankreichs Präsident Jaques Chirac erinnerte vor allem an die Vergangenheit. Versailles sei Ort für verschiedene wichtige Momente der Geschichte gewesen, gute und schlechte. Nun solle Versailles symbolisch ein Ort für eine neue, gemeinsame Zukunft sein. Die Versöhnung zwischen den beiden Ländern sei beispielhaft, und Europa wachse mit dieser Freundschaft.

Am Rande dieses offiziellen Aktes wurden auch viele Details dieser fruchtbaren Zusammenarbeit erörtert. So wollen Berlin und Paris mit gemeinsamer Stimme vor dem UN-Sicherheitsrat sprechen, und sich gegen einen Krieg im Irak aussprechen. Zudem wolle man in Verwaltungs- und Handlungsbeziehungen sowie in der Gesetzgebung noch enger zusammenrücken. Chirac sprach desweiteren von einer stärkeren Zusammenarbeit der Militärs beider Länder. In Zukunft werden sich die Regierungen beider Länder halbjährlich treffen. Sinnbildlich für die gemeinsame Zukunft fand die Veranstaltung einen Abschluss durch die Intonierung der Nationalhymnen beider Länder durch einen Kinderchor.

Franzosen rauchen und trinken sich zu Tode

Samstag, 02. Februar 2002

Mal ein Bierchen hier, kurz mal eine rauchen gehen – Das gehört auch bei uns in Deutschland zu den normalen Dingen, um sich zu amüsieren. Doch immer mehr Franzosen amüsieren sich zu Tode.

In den letzten 7 Jahren hat sich die Zahl der Todesfälle aufgrund von Lungenkrebs bei 45- bis 74-jährigen Franzosen um 25 Prozent gesteigert, so der Abschlussbericht einer Kommission zur Untersuchung der Bevölkerungsgesundheit. Bei Männern gleichen Alters steht Lungenkrebs als Todesursache auf Platz 1.

Dennoch haben die Franzosen eine hohe Lebensrate. Sie werden im Durchschnitt 75 Jahre alt, französische Frauen dagegen sogar 83 Jahre. Die hohe Lebenserwartung, eine der höchsten der Welt, wird auf ein tägliches Glas Rotwein zurückgeführt, der Wissenschaftlern zufolge das Herzinfarkt-Risiko senkt.

Dennoch sind die französischen Männer gefährdet: Wegen ihres Lebensstiles, des vielen Genusses von Alkohol und Zigaretten, gefährden sie immer weiter ihr Leben. Daher müssten Vorbeugemaßnahmen ergriffen werden. Das französische Gesundheitssystem gilt im internationalen Vergleich als eines der besten.

Spanien & Frankreich: Die Euros werden knapp!

Freitag, 04. Januar 2002

In Deutschland sind die Taschen und Kontos leer: Weihnachten und Silvester hat ordentlich zugeschlagen. Trotz dessen geben die Deutschen voller Freude den Euro aus und mussten keine größeren Probleme bei der größten Währungsumstellung erfahren. Im Ausland scheint es weniger problemlos zuzugehen: Frankreich und Spanien haben “Euro-Engpässe”. Die großen 300-400 Einkaufsmärkte in Paris befürchten Engpässe beim Wechselgeld, wenn es nicht kurzfristig Euro-Nachschub gibt.

Notenbankchef Jean-Claude Trichet fordert von den Banken schnellstmöglichen vollen Einsatz bei der Währungsumstellung. Die Verbraucher hingegen sollen möglichst mit einer EC-Karte bezahlen und die Banken nicht mit großen Franc-Scheinen belasten. Die Institute sollen allen Kunden, auch den von anderen Instituten, wenigstens Beträge bis zu 2000 Franc (597 DM/305 Euro) kostenlos in Euro umtauschen.

Viele Verbraucher nutzen ihre Einkäufe gleichzeitig dafür, um ihre alte Währung loszuwerden. In Spanien gibt es im Einzelhandel einen Engpass an Münzen und kleinen Scheinen. Wirte, Ladeninhaber und Zeitungsverkäufer werfen den Banken vor, nicht genügend Kleingeld an die Verbraucher auszugeben, oder dies nur an ihre eigenen Kunden auszugeben.

Die neue Miss Europa kommt aus Frankreich

Montag, 31. Dezember 2001

Blondes, langes Haar ziert die 1,78 Meter große, neue Miss Europa. Die Siegerin heißt mit bürgerlichem Namen Elodie Gossuin, ist 20 Jahre alt und kommt aus Frankreich. Vor einigen Monaten noch kursierten Gerüchte über die auszubildende Krankenschwester, in denen es hieß, dass Elodie in Wirklichkeit ein Mann sei. Diese Behauptungen wurden jedoch zwischenzeitlich von der US-Zeitung “Dialy News” zurückgenommen.

In dem traditionellen Interview der Kandidatinnen konnte sie das Publikum überzeugen, noch bevor die Jury sie offiziell zur Gewinnerin aus 32 Teilnehmerinnen erklärte. Sie sei gekommen, weil die Welt gerade nach den Terroranschlägen vom 11. September “Schönheit, Eleganz und Liebe braucht”, wie die neue Miss Europa sagte.