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Mit ‘Gesundheit’ getaggte Artikel

Kein Alkohol bei Heuschnupfen

Samstag, 21. Mai 2011

In dem Jahr 2011 machen Pollen vielen Menschen bereits seit Ende Januar zu schaffen. Nun gibt es eine neue Erkenntnis, die die Grillsaison betrübt: Zu viel Bier verschlimmert Heuschnupfen. Insgesamt sollten Allergiker Alkohol reduzieren, so die neuesten Ergebnisse einer Untersuchung. Zudem sollten Personen, die an Heuschnupfen leiden, stark gechlorte Schwimmbäder meiden.

Alkohol verschlimmert Heuschnupfen-Symptome: Allergiker müssen somit Bier, Wein und Schnaps reduzieren oder am besten vermeiden, während sie am Heuschnupfen leiden. Denn diese alkoholischen Getränke beinhalten Histamin, der die Symptome von Heuschnupfen verschlimmern kann. “Histamin agiert im menschlichen Körper als einer mehrerer Signalstoffe, die während einer allergischen Reaktion ausgeschüttet werden und die typischen allergischen Symptome verursachen,” erklärt Harald Morr, Präsident der Deutschen Lungenstiftung.

Dieser Sommer wird Allergiker richtig vermiest: Nicht nur Zurückhaltung im Biergarten, sondern auch beim Besuch von Schwimmbädern: Stark gechlorte Schwimmbäder sollten Patienten mit Heuschnupfen meiden, denn Chlor könne nicht nur die Augen reizen, sondern auch die Haut und Atemwege angreifen. Das führe zu Husten und Luftnot, so die Forscher.

In jedem Fall sollten Personen, die derzeit verstärkt an Heuschnupfen leiden und trotz Medikamenten keine Linderung erfahren, einen Lungenfacharzt aufsuchen. Denn die Beschwerden können auf ein beginnendes Asthma hinweisen. “Keinesfalls sollte man hoffen, dass die Symptome von selbst wieder verschwinden und an Medikamenten sparen beziehungsweise ganz darauf verzichten,” warnt Morr. Möglicherweise reichen bei stark angeschlagenen Patienten die Antihistamin-Tabletten nicht mehr aus, sodass der Arzt eventuell cortisonhaltige Nasensprays verordnen muss, um das Heuschnupfen Leiden zu lindern.

Ärzte bewerten mit dem Arztnavigator

Dienstag, 03. Mai 2011

Insbesondere in Großstädten gibt es Ärzte an jeder Ecke. Dabei wird die Wahl oft zu Qual, um einen kompetenten und für die individuellen gesundheitlichen Probleme den richtigen Arzt zu findenn. Dem will die AOK und Barmer Krankenkasse nun ein Ende bereitet und hat das Internetportal Arztnavigator gestartet. Unter aok-arztnavi.de können Patitentn Ärzte anonym bewerten. Auch für die Kunden der Barmer GEK gibt es ein Bewertungsportal.

Auf dem Arztnavigator bzw. Gesundheitsnavigator können sich alle AOK-Versicherten ab 15 Jahren registrieren und Ärzte anonym bewerten. Durch die Registrierung will die gesetzliche Krankenkasse sicherstellen, dass jeder Patient nur eine Bewertung je Arzt abgeben kann.Gleiches gilt für das Bewertungsportal der Barmer GEK.

Der Arztnavigator der AOK soll “eine verlässliche Orientierungshilfe für Patienten” darstellen, um den richtigen Arzt für die individuellen Bedürfnisse zu finden. Der Arztnavigator wurde von der AOK gemeinsam mit der Weißen Liste entwickelt, einem Projekt der Bertelsmann Stiftung und der Dachverbände der größten Patienten- und Verbraucherorganisationen.

Schlafstörungen bei vier Millionen Deutschen

Montag, 04. April 2011

Schlafstörungen plagten im Jahr 2010 über vier Millionen Deutsche. Damit stieg die Zahl der Menschen mit Schlafproblemen im Vergleich zum Vorjahr um 250.000. Wie aus der Untersuchung weiter hervor geht, werden in Deutschland auch immer mehr Schlafmittel eingenommen.

Schlafprobleme stören die Nachtruhe von vier Millionen Deutschen: Einer Hochrechnung der Techniker Krankenkasse (TK) zufolge nahm die Anzahl der Menschen in Deutschland mit Schlafproblemen um 250.000 zu. Um die Schlafprobleme zu bekämpfen, würden immer mehr Menschen zu Medikamenten greifen. Wie aus der Untersuchung hervor geht, nehmen mehr als 1,4 Millionen Menschen in Deutschland Medikamente gegen Schlafstörungen.

TK-Expertin Annette Bleher warnte vor Schlafmitteln: Wer regelmässig Mittel gegen Schlafstörungen einnehme, könne sich im Gefahr begeben. Insbesondere, wenn der Wirkstoff über Nacht vom Körper nicht vollständig abgebaut wird. Dadurch werde das Reaktionsvermögen tagsüber gemindert, die Verkehrstauglichkeit ist eingeschränkt. Bei älteren Menschen drohe zudem die Gefahr von Stürzen und Unfällen. Die Hälfte der Menschen die zu Schlafmittel greifen sei älter als 60 Jahre.

Schlafstörungen Ursachen
Aus der Wissenschaft gehen mehrere Ursachen für Schlafstörungen hervor: Die Ursachen reichen von Stress, über Bewegungsmangel bis hinzu Alkohol-, Koffein- und Nikotinkonsum. Aber auch nächtlicher Lärm kann Schlafstörungen verursachen, so die Expertin. Insbesondere sollte 2 Stunden vorm Schlafen kein Alkohol mehr konsumiert werden.

Schlafprobleme sollte man versuchen erstmal ohne Medikamente zu lösen. Bleher empfiehlt, mit erhöhtem Oberkörper oder in Seitenlage zu schlafen.

Versicherte sind mit PKV unzufrieden

Montag, 04. April 2011

Private Krankenversicherungen verkaufen sich als serviceorientiert mit höchsten Leistungen. Doch eine Umfrage zeigt, dass jeder dritte Versicherte mit seiner PKV unzufrieden ist. Obwohl bei PKV keine Praxisgebühr anfällt, viele Zusatzleistung beim Arzt übernommen werden und zu Beginn der Versicherung attraktive Tarife winken, herrscht eine beachtliche Unzufriedenheit unter den Patienten. Jeder zehnte Kunde einer PKV will aus der Versicherung am liebsten wieder raus.

Einer Umfrage zufolge zweifelt jeder dritte Privatversicherte an seiner PKV, geht aus einer Studie von TNS Infratest hervor. Wie die Frankfurter Rundschau aus der Erhebung zitiert, habe jeder zehnte Probant angegeben, nie wieder zu einer PKV wechseln zu wollen. Rund acht Prozent würde “wahrscheinlich” nicht mehr zu einer privaten Krankenversicherung wechseln. Lediglich zehn Prozent könnten sich eventuell vorstellen, zu einer PKV zu wechseln.

Obwohl bei privaten Krankenversicherern bei einem Arztbesuch keine Praxisgebühr pro Quartal anfällt und viele sonst kostenpflichtige Leistungen übernommen werden, kritisieren 15 Prozent der Privatversicherten der Umfrage zufolge den Anstieg der Prämien bei einer PKV. Im Vergleich zur Zufriedenheit mit den Prämien bei gesetzlichen Krankenversicherungen sind lediglich acht Prozent mit den Prämien unzufrieden.

Viele gesetzlich Versicherte liebäugeln damit, zu einer PKV zu wechseln. Jeder Fünfte gesetzlich Versicherte findet einen Wechsel in die private Krankenversicherung für „äußerst attraktiv“ oder „attraktiv“. Private Krankenversicherer locken mit Tarifen von unter 100 Euro pro Monat. Was viele über die Billigangebote nicht wissen: In den Folgejahren erwarten Privatversicherte in billigen Tarifen enorme Prämiensteigerungen.

Die Umfrage wurde von der Krankenkasse Barmer GEK in Auftrag gegeben. Die Barmer GEK ist zur Zeit Deutschlands größter gesetzlicher Krankenversicherer.

Diabetiker müssen Teststreifen selbst zahlen

Samstag, 05. März 2011

In Deutschland werden Schätzungen zufolge rund 4,5 Millionen Menschen wegen Diabetes behandelt. Diabetes-Typ-2-Betroffene müssen in Zukunft die Kosten für den Harn- und Blutzuckerteststreifen selbst tragen. Gesetzliche Krankenkassen (GKV) zahlen den Teststreifen nur noch in Ausnahmefällen. Damit kommen auf Millionen Diabetes-Typ-2 Patienten insgesamt Kosten in Millionenhöhe zu.

Typ-2-Diabetiker, „die nicht mit Insulin behandelt werden“, müssen in Zukunft für die Kosten eines Teststreifens selbst aufkommen. Nur noch in Ausnahmefällen wird es möglich sein, den Harn- und Blutzuckerteststreifen über ein Rezept von der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erstattet zu bekommen, geht aus einer Beschlussvorlage des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) hervor.

Ausnahmen seien insbesondere dann möglich, wenn bei Patienten schwankende Blutzuckerwerte wegen einer Blutzucker-Neueinstellung oder einer Medikamenten-Umstellung eintreten. Ebenso auch etwa wegen einer Begleiterkrankung, die eine Kontrolle per Teststreifen erforderlich macht. Die Verordnungseinschränkung soll am 17. März beschlossen werden.

In Deutschland werden 1,2 Milliarden Euro pro Jahr mit Blutzuckerteststreifen umgesetzt, davon werden etwa 900 Millionen Euro bislang als GKV-Leistung abgerechnet und von den Krankenkassen bezahlt.

Wissenschaftliche Studien hätten ergeben, dass die regelmäßige Blutzuckermessung für die Gesundheit der meisten Typ-2-Diabetiker nicht erforderlich ist. Insofern wird der Diabetes-Typ-2 Test als überflüssig angesehen.

Der Beschluss des G-BA ist vorbehaltlich einer Prüfung durch das Bundesgesundheitsministerium (BMG). Sollte es zu keiner Beanstandung kommen, wird die Regelung im Sommer in Kraft treten.

In Deutschland werden rund 4,5 Millionen Menschen wegen Diabetes behandelt, doch einen offiziellen Register gibt es nicht. Die International Diabetes Federation (IDF) schätzt die Zahl der in Deutschland lebenden Diabetiker auf 7,5 Millionen.

Die häufigsten Krankheiten der Deutschen

Donnerstag, 03. Februar 2011

Es ist Winter, es ist kalt und windig. Zeit festzustellen, was die häufigsten Krankheiten der Deutschen sind. Der aktuelle Arztreport 2011 offenbart die Beschwerden der Patienten in deutschen Arztpraxen. Dabei nimmt Bluthochdruck den unrühmlichen ersten Platz der häufigsten Erkrankungen in Deutschland ein, gefolgt von Rückenschmerzen, Störungen des Fettstoffwechsels und Atemwegsinfektionen.

Die Krankenkasse Barmer GEK veröffentlicht in ihrem Arztreport 2011 die häufigsten Krankheiten der Deutschen. Deutsche Ärzte stellen am häufigsten Bluthochdruck fest. Im Jahr 2009 wurde bei jedem vierten Deutschen die Diagnose “essentielle Hypertonie” gestellt, was soviel bedeutet wie Bluthochdruck. Besonders ab 45 Jahren wird diese Diagnose häufig gestellt, wobei Frauen wie Männer gleichermaßen von Bluthochdruck betroffen sind. Ab 70 Jahren haben sogar zwei Drittel der Deutschen Bluthochdruck. Auffällig ist, dass in Ostdeutschland Bluthochdruck um rund 20 Prozent häufiger vorkommt. Die Erkrankung Diabetes kommt im Osten sogar 30 Prozent häufiger vor. Selten handle es sich um organische Ursachen, sondern eher um eine Folge von Bewegungsarmut, Übergewicht, falscher Ernährung oder auch Stress.

Fettstoffwechsel und Fettleibigkeit auf Platz 2
An zweiter Stelle der häufigsten Krankheiten in Deutschland folgen Störungen des Fettstoffwechsels. Bei rund 18 deutschen Patienten wurde eine Störung des Fettstoffwechsels festgestellt, bei rund 8 Prozent sogar Fettleibigkeit (Adipositas). Die Folgen sind häufig Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck und Diabetes.

RückenschmerzenRückenschmerzen sind mittlerweile die häufigsten Beschwerden von Senioren im Alter von 70 bis 79 Jahren. Diese holen sich aber notfalls eine stationäre Pflege nach Hause, die sich ganz sorgfältig um sie kümmert. Allerdings werden auch Rückenschmerzen zunehmend bei jungen Leuten festgestellt. Jeder vierte Deutsche hat Rückenschmerzen zu beklagen, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer. Obwohl Rückenschmerzen bei jungen Leuten stark zunehmen, sind Senioren noch die Gruppe, die am häufigsten an Rückenschmerzen erkrankt.

Atemwegsinfekte
Winter, Kälte, Wind und Viren: 18,5 Prozent der deutschen erkrankten im Jahr 2009 an akuten Infekten der oberen Atemwege, rund neun Prozent erkrankten sogar an akuter Bronchitis. Sieben Prozent waren wegen Asthma in ärztlicher Behandlung und rund acht Prozent wegen Heuschnupfen.

Depressionen
Jeder zehnte Deutsche leidet an Depressionen, wobei Frauen doppelt so häufig von der Krankheit betroffen sind wie Männer. In der Altersgruppe der 40- bis 65-Jährigen stellen die Ärzte vermehrt depressive Phasen fest: 16 Prozent der Frauen und 8 Prozent der Männer im Alter von 40 bis 65 Jahren leiden an Depressionen.

Frauenkrankheiten
Frauenärzte stellen bei jeder vierten Patientin Wechseljahresbeschwerden fest, die gesundheitliche Probleme verursachen. Insbesondere Frauen im Alter zwischen 40 und 65 Jahren leiden an Vaginalerkrankungen.

Die Barmer GEK hat für den Ärztereport 2011 die ambulanten Diagnosedaten von 8,2 Millionen Versicherten der ehemaligen Gmünder Ersatzkassen (GEK) ausgewertet. Die Daten stammen aus den Jahren 2004 bis 2009. Statistisch wurden für den Ärztereport die Daten auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet.