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Mit ‘herr der ringe’ getaggte Artikel

„And the Oscar goes to…“: „Der Herr der Ringe“ räumt ab

Montag, 01. März 2004

Elf Nominierungen, elf Oscars (Bester Film, Beste Regie, Bester Ton, Bester Schnitt, Beste Ausstattung, Beste Kostüme, Bestes Make-up, Beste Filmmusik, Bester Filmsong, Beste visuelle Effekte und Bestes adaptiertes Drehbuch): „Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs“ war der große Favorit und der große Abräumer der 76. jährlichen Oscar-Verleihung am 29. Februar 2004 im Kodak Theatre in Los Angeles, zu der 3.300 Gäste geladen waren. Damit zieht der Film mit „Ben Hur“ und „Titanic“ gleich, die ebenfalls mit jeweils elf Oscars ausgezeichnet wurden und somit unangefochtene Rekordhalter sind. Zählt man alle gewonnen Oscars der Trilogie zusammen, so sind es stolze 17 Stück.

Auch die ersten beiden Teile der Trilogie wurden mit Oscars bestückt. „Der Herr der Ringe – Die Gefährten“ war gar in 13 Kategorien nominiert (nur „Titanic“ und „Alles über Eva“ hatten mehr Nominierungen, nämlich jeweils 14), schließlich wurden es aber nur vier Oscars (Beste Kamera, Beste visuelle Effekte, Bestes Make-up und Bester Filmsong), wobei die wichtigsten (Beste Regie und Bester Film) anderen Filmen vorbehalten blieben. Auch der zweite Teil der Trilogie („Der Herr der Ringe – Die zwei Türme“) war in insgesamt elf Kategorien nominiert, er gewann aber die wenigsten Oscars, nämlich zwei (Beste visuelle Effekte und Bester Toneffektschnitt). Auch ihm blieben die beiden wichtigsten Oscars vorenthalten, die dem dritten Teil nun endlich zugesprochen wurden.

Zwar wurde der dritte Teil von „Der Herr der Ringe“ von den Kritikern einstimmig nicht zum besten der Trilogie erkoren, sieht man aber die diesjährigen Oscars als Auszeichnung für das Gesamtwerk, so sind diese mehr als berechtigt. Weitere Abräumer waren mit jeweils zwei Oscars „Mystic River“ (Sean Penn als Bester Hauptdarsteller und Tim Robbins als Bester Nebendarsteller) und „Master and Commander“ (Beste Kamera und Bester Toneffektschnitt) sowie mit jeweils einem Oscar „Monster“ (Charlize Theron als Beste Hauptdarstellerin), „Could Mountain“ (Renée Zellweger als Beste Nebendarstellerin), „Findet Nemo” (Bester Animationsfilm), „The Fog of War” (Bester Dokumentarfilm), „Chernobyl Heart” (Bester Dokumentar-Kurzfilm), „The Babarian Invasion” (Bester fremdsprachiger Film), „Two Soldiers“ (Bester Kurzfilm), „Harvie Krumpet“ (Bester Kurztrickfilm) und „Lost in Translation“ (Bestes Originaldrehbuch). Der Ehrenoscar ging an Blake Edwards.

Die Rückkehr des Königs: Ein Ring schreibt Filmgeschichte

Sonntag, 21. Dezember 2003

Als der Abspann des dritten Teiles der „Herr der Ringe“-Trilogie läuft, sitzen zahlreiche Fans oder welche, die es geworden sind, bei aller Begeisterung fast ein bisschen wehmütig im Filmsessel, starren auf die Leinwand und lauschen der ruhigen Musik. Was mag zum einen am nachdenklichen Ende liegen, was der Schöpfer des Herrn der Ringe, R.R. Tolkien, bei allem Happy End als Ende für seine furiose, phantastische, mal düstere und mal strahlende Reise durch Mittelerde auserkoren hat. Zum anderen vielleicht auch daran, dass es wohl einige Zeit dauert, den Mund wieder zu schließen, den man vor Begeisterung und Staunen geöffnet hat. Oder ein paar Mal tief durchzuatmen, nachdem man zahlreiche Male die Luft angehalten hat. Aber vielleicht kommt der Wehmut auch von der Gewissheit, dass die Entdeckungsreise durch Peter Jacksons meisterhafte Verfilmung der Saga nach vielen Stunden im Kino nun endgültig vorbei ist.

Besonders die letzten Stunden, in denen man Seite an Seite mit Herrn Frodo und seinem treuen Begleiter Sam durch die kahlen und unwirklichen Wege nach Mordor gewandert ist, während Aragorn, Legolas, Gimli, Gandalf und die Reiter von Rohan gegen eine Übermacht des Bösen kämpfen und die Hoffnung doch nie aufgeben, hatten es nochmal in sich. Viele kannten den Stoff schon vorher, doch im Kinosaal wurden die kühnsten Phantasien und Erwartungen durch “Die Rückkehr des Königs” wohl nochmal übertroffen. Ob es nun die unbeschreibliche landschaftliche Kulisse, die tollen Kostüme, die bahnbrechende und monumentale Choreographie der Schlachten wie die um Minas Tirit, die Animierung Smeagols, der Nazguls oder der Armee der Toten ist: Tricktechnisch und gemessen am Aufwand stößt der dritten Teil Tore zu Superlativen weit auf. Grandios, einmalig, phantastisch eben.

Umso beeindruckender, das neben dieser Bilderflut auch die Schauspieler überzeugen können. Neben eines sehr guten Gesamtbildes aufgrund eines hervorragenden Castings, was jeder Rolle des Buches ein sehr gutes Gesicht gibt, sind das namentlich Sean Astin, der den tapferen Samweis spielt. Für seinen bärenstarken Auftritt im dritten Teil erwartet ihn wohl eine Oskar-Nominierung als bester Nebendarsteller. Aber auch Elijah Wood (Frodo) und Ian McKellen (Gandalf) gehen voll in ihren Rollen auf. Ein weiteres Mal schafft die Musik von Howard Shore Gänsehautatmosphäre, sei es als pathetische Unterlegung der Schlachten oder bedrückend-spannender Untermalung der Reise des Ringträgers Frodo.

Was die Zuschauer eben zu sehen bekommen haben, ist ein Epos, was in vielerlei Hinsicht seinesgleichen sucht, und die Bedenken ob der Verfilmbarkeit des komplexen und umfangreichen Buchmaterials sind zerstreut. Jackson ist es auch im dritten Teil gelungen, alle Handlungsstränge nebeneinander laufen zu lassen und am Ende meisterlich zusammenzuführen. Ein Film-Märchen für die Ewigkeit, was sich hinter den Büchern Tolkiens nicht verstecken braucht.

Vielen Dank an das Cinestar in Dortmund.

“Der Herr der Ringe” startet – Ein Run wird vermutet

Dienstag, 18. Dezember 2001

Auf diesen Moment warten Fans seit Jahren. Der erste Teil von J.R.R. Tolkiens Trilogie “Der Herr der Ringe” läuft in der Nacht zum Mittwoch weltweit in den Kinos an.

1050 Kopien wurden allein an deutsche Filmhäuser verteilt. Zwar 200 weniger als bei “Harry Potter und der Stein der Weisen”, aber dennoch rechnen Experten mit einem vergleichbaren Run auf die Kinos.

In der Fachwelt hat “Der Herr der Ringe” ohnehin schon vor seinem Erscheinen “Harry Potter” den Rang abgelaufen. Im Gegensatz zu den gemischten Kommentaren über Rowlings Zauberlehrling war sich die Kritik bezüglich des ersten Teils der Trilogie, “Die Gefährten”, einig wie sonst nie und titulierte den Streifen von Peter Jackson durchaus als großartig.

Der neuseeländische Regisseur drehte im Jahr 2000 alle drei Teile von Tolkiens Fantasy-Roman in einem Stück. In den Hauptrollen sind Liv Tyler, Christopher Lee, Cate Blanchett, Ian McKellen und Elijah Wood zu sehen.