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Mit ‘jugend’ getaggte Artikel

Teen-Sex: Immer früher und ungeschützt

Sonntag, 14. August 2005

Die Märkte werden globalisiert, die Mobilität muss immer schneller werden und irgendwie geht das Erwachsen ebenfalls schneller als manchen Eltern und Jugendlichen lieb ist. Denn jedes vierte Mädchen in Deutschland hatte mit 15 Jahren bereits Geschlechtsverkehr. Mangelhafte Auflärung führt zur ungewollten Schwangerschaft und Krankheitsübertragungen. Die Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung der Frau e.V. fordert daher Aufklärung noch vor der Pubertät.

„Es gibt sogar Zwölfjährige, die eine Abtreibung hinter sich haben“, sagt die Vorsitzende der Ärztlichen Gesellschaft zur Gesundheitsförderung der Frau e.V., Dr. med. Gisela Gille, gegenüber dem Apothekenmagazin “Gesundheit”. Junge Mädchen seien ihren Eltern in der Pubertät wenig aufgeschlossen, daher müsse die Aufklärung früher erfolgen. „Die Aufklärung muss also bis zum Beginn der Pubertät erfolgt sein“, rät die Expertin.

Im Durchschnitt haben Mädchen in Deutschland mit zwölfeinhalb Jahren die erste Regel. Damit kommen sie vier Jahre früher in die Pubertät als vor 100 Jahren.

SMS-Sucht befällt immer mehr deutsche Jugendliche

Sonntag, 11. Juli 2004

Das Handy ist mittlerweile ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens geworden – für viele aber bereits zu wichtig. Denn während Zeitungen über sinkende Leserzahlen klagen steigt die Zahl derer die dem getippten Wort verfallen sind. So sollen dem Psychotherapeuten und Buchautoren Dr. Andreas Herter zufolge bereits 380.000 Deutsche süchtig nach den Handy-Kurzmitteilungen sein. Auf den Inhalt kommt es den Betroffenen dabei gar nicht an, auf die oftmals inhaltsleeren Mitteilungen erwarten sie keine Antwort. Vor allem einsame und allein stehende Menschen sowie die so genannten „sozialen Absteiger“ sind von der Sucht betroffen.

Erschreckend jedoch ist die Tatsache, dass nicht nur die Zahl der Erkrankten zunimmt sondern gleichzeitig auch das Erkrankungsalter sinkt. Waren es vor fünf Jahren vor allem Erwachsene, die süchtig nach den Kurzmitteilungen waren, so sind es heute immer mehr Jugendliche und Kinder. Auffällig werden diese besonders durch Verhaltensänderungen, so Dr. Herter: „Sie werden zurückgezogener und stiller, ein Schatten ihrer selbst. Dann bauen sie plötzlich eine Art Erregungspotenzial auf.“

Dr. Andreas Herter therapiert selbst SMS-Süchtige, von denen immer mehr in seine Praxis strömen. So behandle er einen 17-Jährigen, der in nur zwei Monaten 6.000 Euro für Handy-Kurzmitteilungen ausgegeben hat. Auch ein Ehepaar konsultiere ihn: „Er ist Mitte 30, sie Anfang 30. Im Wohnzimmer sitzen sie Rücken an Rücken und ‚simsen’ sich zu, weil sie sich nichts mehr zu sagen haben.“ Der erste Schritt der Therapie ist die Wegnahme des Handys, dann erst wird in Gesprächen versucht, der Ursache der Sucht auf die Spur zu kommen.

Immerhin hat die Handy-Sucht auch ihr gutes, denn viele Jugendliche verzichten zugunsten des Handys auf die Zigarette. Doch das Handy gilt schon lange als Schuldenfalle. Vor allem die Kosten für die Kurzmitteilungen werden unterschätzt: Halten nämlich viele die SMS immer noch für kostengünstiger als ein Telefonat summieren sich die Ausgaben schnell, weil mit den Mitteilungen wesentlich weniger Informationen vermittelt werden können. Wenn man also das nächste Mal den Satz: „Ich kaufe ein A!“ hört, so ist es wohl kein Kandidat des Glücksrads sondern ein Mobilfunkkunde, der seiner SMS-Sucht frönt…

2003: Jugendkriminalität um vier Prozent gestiegen

Sonntag, 27. April 2003

Im Vergleich zum Vorjahr ist im Jahr 2002 die Jugendkriminalität um vier Prozent angestiegen. Dies bestätigt der GdP-Vorsitzende Konrad Freiberg in der “Neuer Osnabrücker Zeitung”. Der Lehrerverband schätzt, dass immer mehr Lehrer verängstigt seien, weil die Gewaltbereitschaft bei den Schülern steige. GdP-Chef Freiberg schloss sich dieser Einschätzung an.

Der Anstieg der Gewaltbereitschaft um vier Prozent bestätigt den Trend, der schon seit zehn Jahren zu beobachten ist. In den letzten zehn Jahren stieg die Zahl der registrierten Gewaltdelikte um 50 Prozent an. Als Grund für das aggressive Verhalten der Kinder und Jugendlichen nannte Freiberg zunehmende Orientierungs- und Perspektivlosigkeit. Einen weiteren Faktor für das Verhalten findet Freiberg in der Gewaltverherrlichung in den Medien.

Es handle sich um ein Problem der gesamten Gesellschaft, sagte der GdP-Vorsitzende. “Mit Polizei allein lässt sich die zunehmende Jugendgewalt nicht stoppen.” Es bestehe Anlass zu der Befürchtung, dass der Amoklauf an dem Gutenberg-Gymnasium vor einem Jahr kein Einzelfall bleibe, so Freiberg.

Der GdP-Vorsitzende äußerte zudem erneut Kritik an dem Anfang April in Kraft getretenen neuen Waffengesetz. Es sei “unsauber gemacht”, sagte er dem Nachrichtenmagazin “Der Spiegel”. Demnach wurden auch zahlreiche Kinderspielzeuge zu illegalen Waffen. “Rein rechtlich müsste die Polizei in Spielzeugkisten nach verbotenen Schusswaffen suchen.”

Ein Artikel von Jerry Leopoldo