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Mit ‘kommunikation’ getaggte Artikel

Frankreich: Blackberry-Verbot für Beamte

Donnerstag, 21. Juni 2007

Frankreichs neuer Staatspräsident Nicolas Sarkozy traut dem High-Tech-Gerät Blackberry nicht. Den Beamten im Elysée-Palast wurde nun verboten, E-Mails mit Blackberry zu verschicken.

Einem Bericht der Zeitung “Le Monde” zufolge untersagte Sarkozy am Regierungssitz Palais Matignon und in den Ministerien die Nutzung von Blackberrys. Der US-Geheimdienst NSA könnte über Server in Großbritannien und den USA Daten ausspähen, so die Bedenken. Die Staatsdiener reagierten sauer. Man wolle nur ungern wieder wie früher arbeiten. Dadurch würden sie viel Zeit verlieren, schrieb “Le Monde” weiter.

Blackberry-Anbieter Research in Motion (RIM) versucht sich währenddessen zu verteidigen: Die übertragenen E-Mails seien verschlüsselt, ihre Herkunft könne nicht ermittelt werden. Zudem sei der Server nicht in USA, sondern in Kanada und Großbritannien.

Verblöden leicht gemacht – E-Mails und SMS sei Dank

Sonntag, 15. Mai 2005

Wer ständig mailt und simst leidet britischen Forschern zufolge unter einer so genannten „Infomanie“. Doch der Wunsch ständig informiert zu sein soll fatale Auswirkungen auf die Intelligenz haben. Zu diesem Schluss kam eine Studie des Londoner „King’s College“ im Auftrag von Hewlett-Packard. Im Zuge der Studie wurden 80 Personen Arbeitsaufgaben gestellt, die sie zunächst in ruhiger Umgebung zu lösen hatten. Anschließend wurde der Versuch wiederholt – allerdings unter einer wahren Sintflut an eingehenden E-Mails und SMS-Nachrichten. Obwohl die Teilnehmer des Experiments nicht auf die Nachrichten reagierten, sank ihre Konzentration deutlich – der gemessene IQ-Wert soll durchschnittlich um zehn Prozent gefallen sein.

Erschreckend sei das Ergebnis vor allem dann, wenn man es mit Rauschgiftkonsum vergleiche. Denn bei Marihuana-Rauchern betrage der kurzfristige IQ-Verlust lediglich vier bis fünf Prozent. Selbst die wahrnehmbaren Symptome der „Infomaniker“ seien denen von Rauschgiftkonsumenten ähnlich: Neben Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Zerstreutheit geselle sich auch eine Lethargie. Dies resultiere aus der ständigen Antwortbereitschaft, die selbst den sozialen Umgang beeinträchtigen kann, da zwischen bedeutsamen und unwichtigen Nachrichten nicht mehr unterschieden wird. An „Up-to-dateritis“ sollen Menschen leiden, die beispielsweise ein gemeinschaftliches Essen unterbrechen, wenn sie eine SMS erhalten. Sie selbst sehen es als effizient an, in Wirklichkeit aber werden sie dadurch nur zusehends konfus.

Rund 1.100 Personen wurden im Zuge der Studie befragt, mehr als 60 Prozent davon kontrollieren unentwegt ihren Posteingang und antworten selbst in der Freizeit oder gar im Urlaub auf Nachrichten, die ihre Arbeit betreffen. Jeder Fünfte unterbricht selbst Gespräche und Treffen bei einer eingehenden Nachricht, während 90 Prozent dieses Verhalten bei Mitmenschen als unhöflich empfinden. Die Forscher raten daher, einkommende Nachrichten nur in Zeiten des Leerlaufs zu bearbeiten. Allerdings lässt sich die Studie selbst kritisieren – denn zum Einen ist nicht nachvollziehbar, wie der angebliche IQ-Abfall gemessen wurde und zum Anderen wurden keine Jugendlichen befragt.

Trotzdem macht die Studie nachdenklich. Denn pro Tag werden von einer Milliarde Internet-Surfern rund 50 Milliarden E-Mails versandt. Und etwa 380.000 Deutsche waren laut Expertenschätzungen 2004 SMS-süchtig. Die intensive Nutzung elektronischer Kommunikationsmittel soll also mehr verblöden als Kiffen – damit erhalten regelmäßige Rauchpausen eine ganz neue Qualität…