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Mit ‘körperpflege’ getaggte Artikel

Bio-Kosmetik – Echte Naturkosmetik finden

Samstag, 27. Februar 2010

Natürliche Kosmetikprodukte erfreuen sich seit einigen Jahren immer größerer Beliebtheit. Das Umweltbewusstsein der Konsumenten spiegelt sich nicht nur im Kauf von biologischen Lebensmitteln und Kleidungsstücken, sondern auch in der Nachfrage nach Bio-Kosmetik, um der Körperpflege eine neue Qualität zu geben. Auch als Naturkosmetik hat das biologische Produkt eine Doppelwirkung: Natürliche Kosmetikprodukte sind für die Haut verträglicher und sind umweltfreundlicher.

Neben der Verträglichkeit steht auch eine umweltfreundlichere Zusammensetzung der Bio Kosmetikprodukte auf der Wichtigkeitsliste der Konsumenten. In erster Linie steht die Schönung der Haut im Vordergrund: Kosmetik muss für die Haut und insbesondere für das Gesicht verträglich sein, also beispielsweise sie nicht austrocknen, Akne bevorteilen oder allergische Reaktionen verursachen. Echt Bio-Kosmetik enthält oft gar keine Chemikalien und ist deshalb weniger oft Verursacher für allergische Reaktionen. Insbesondere Silikone, Paraffine und Glyzerine können die Poren der Haut verstopfen und Hautprobleme verursachen.

Das Geheimnis der Biokosmetik ist, einerseits chemische Zusätze zu reduzieren sowie auf künstliche Konservierungsstoffe und Düfte zu verzichten. Dennoch kann oft auf chemische Zusätze oder bestimmte Öle nicht verzichtet werden. Beispielsweise auf Benzylalkohol: Kommt oft in den sogenannten Naturkosmetik-Produkten vor, dabei handelt es sich um einen natürlichen Bestandteil ätherischer Öle wie Jasmin oder Ylang. Sie sollten deshalb mit dieser Naturkosmetik vorerst vorsichtig austesten, insbesonderen bei der Gesichtspflege, wie Ihre Haut darauf reagiert. Alternativ kann man auch eine Gesichtsmaske selber herstellen, wenn man auf angebliche Biokosmetik großer Hersteller vorerst nicht vertrauen möchte.

Vorsicht vor falscher Bio-Kosmetik
Leider gibt es noch kein offizielles Bio-Siegel für echte Bio- und Naturkosmetik. Nicht selten werden scheinbar biologische Kosmetikprodukte verkauft, die in Wirklichkeit lediglich nur “natürliche Farben” oder “naturbasierte Inhaltsstoffe” haben, sonst aber nichts mit Bio zu tun haben. Mittlerweile werden viele Beauty-Produkte die entder Naturkosmetik oder Bio-Kosmetik sein sollen, mit einem von der Industrie erfundenen Siegel gekennzeichnet. Verbraucherschützer warnen: Diese Siegel geben noch lange keine Auskunft über Verträglichkeit oder Naturbelassenheit des Produktes. Erschreckend: Eine Studie der Verbraucherzentrale Hamburg ergab im Jahr 2009, dass 18 getestete Produkte mit Bio-Anspruch entweder komplett oder zumindest zum größten Teil aus künstlichen chemischen Substanzen bestehen. Lassen Sie sich deshalb nicht von hochglänzenden Verpackungen mit Aloe-Vera-Blätter oder Bio-Granatäpfel blenden, ohne die Inhaltsstoffe studiert zu haben.

Trotz fehlender gesetzlich anerkannter Siegel, gibt es Kennzeichnungen, die bereits einen zuverlässiger Ruf haben: Dazu gehören “Kontrollierte Natur-Kosmetik” vom Bundesverband deutscher Industrie- und Handelsunternehmen (BDIH) oder “NaTrue” vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW). Dabei sollen synthetische Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe wie Formaldehyd, Paraffine, Silikone und Benzylalkohol tabu sein – man versucht sich auf naturbelassene oder naturnahe Stoffe zu beschränken.

Tipp: Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, fragen Sie gezielt nach Bio- oder Naturkosmetik im Reformhaus oder in der Apotheke. Oft gibt es dort auch kleine Probepackungen der Naturkosmetik, oder fragen Sie nach, ob Sie sich an einem Muster bedienen dürften.

„The Axe Effect“ – Britischen Lehrern stinkt es

Dienstag, 04. April 2006

Welcher heterosexuelle Mann träumt nicht davon – am Morgen einmal kurz mit einem Deodorant eingesprüht und schon ist man unwiderstehlich für das andere Geschlecht. Genau das verspricht „Axe“ in seinen Werbespots, aber jeder weiß, dass die schöne heile Werbewelt mehr verspricht als sie hält. So auch im aktuellen Werbespot, in dem der Hollywood-Schauspieler Ben Affleck mit einem Handzählgerät all jene Frauen „abklickt“, die ihn mit verführerischen Blicken belegen. Am Ende wird er von einem eher durchschnittlichen Liftjungen „ausgeklickt“.

Auch in Großbritannien läuft dieser Werbespot. Dort vertreibt die Firma Unilever, die hinter dem Produkt „Axe“ steckt, sein Deodorant unter dem Namen „Lynx“ (zu Deutsch Luchs). Der Werbespot erzielt dort auch durchaus seine Wirkung – zumindest bei Jugendlichen. 13-jährige Schüler schwören seitdem auf den „Lynx Effect“ und nebeln sich mit dem Deo dermaßen ein, dass manche Lehrer nur mehr bei geöffneten Fenstern unterrichten. Auch die Eltern leiden darunter: „Mein Sohn ist gerade mal neun Jahre alt, und er stinkt nach diesem abscheulichen Zeug“, heißt es in einem Beschwerdebrief, den die britische Zeitung „The Guardian“ zitiert. Eine junge Frau schrieb gar: „Ich habe meinen Freund dazu gebracht, ‚Lynx’ nicht mehr zu benutzen, weil er damit wie ein Neunjähriger roch. Aber es hat mich einige Überzeugungskraft gekostet.“

Nachdem dutzende Lehrerbeschwerden eingereicht worden waren, äußerte sich auch John Bangs, der Vorsitzende von NUT (der britischen Lehrergewerkschaft), dazu. Ihm zufolge könne der übermäßige Gebrauch solcher Deos in geschlossenen Klassenzimmern zwar durchaus gesundheitliche Risiken mit sich führen, aber „die verschiedenen Hobbys von Teenagern zu erleben, gehört zu den Freuden des Lehrerberufs.“ Die Firma Unilever sieht die Entwicklung gelassen und ist von dem ganzen Spektakel mehr als fasziniert: „Hier geht es um junge Leute, die lernen, wie es ist, erwachsen zu sein und zwar auf die selbe Art, wie der erste Versuch eines Mädchens mit Lippenstift ein wenig daneben gehen kann“, so ein Sprecher der Firma.