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Mit ‘übergewicht’ getaggte Artikel

OECD warnt vor Fettleibigkeit

Donnerstag, 23. September 2010

Übergewicht ist in der westlichen Gesellschaft ein Problem, welches für die Menschen nicht nur gesundheitliche Auswirkungen hat. Die Organisation für wirtschaftliche Kooperation und Entwicklung (OECD) zeigte sich alarmiert und warnte vor den Gefahren und Kosten der Fettleibigkeit. In zehn Jahren könnten mehr als zwei Drittel aller Menschen übergewichtig sein, prognostiziert die Gesellschaft. Die meisten Übergewichtigen leben prozentual gesehen in den USA und Mexiko, die wenigsten in Japan und Südkorea.

Durchschnittlich jeder zweite Bürger sei in den Industriestaaten übergewichtig. Zudem sei jeder sechste krankhaft fettsüchtig, zeigte sich die Organisation anlässlich der Vorstellung einer Studie zur Übergewichtsprävention in Paris und Berlin alarmiert. In zehn Jahren könnte in einigen Ländern mehr als zwei Drittel der Menschen übergewichtig sein, etwa in den USA, Australien oder England. Deutschland wurde in der Studie nicht explizit und vertieft betrachtet. Daten aus dem Jahr 2009 zeigen, dass etwa 60 Prozent der Männer und 45 Prozent der Frauen übergewichtig sind.

“Fettleibigkeit hat in den Ländern der OECD das alarmierende Ausmaß einer Volkskrankheit angenommen”, so das Fazit der Studie. Die Untersuchung kommt zudem zu dem Ergebnis, dass schlecht gebildete Frauen mit zwei- bis dreimal höherer Wahrscheinlichkeit übergewichtig werden als hoch qualifizierte Damen.

Zudem weist die Organisation darauf hin, dass man mit 9 bis 24 Euro pro Bürger und Jahr eine umfassende Übergewichts-Prävention finanzieren kann. Damit könnten in den untersuchten Ländern zehntausende Todesfälle aufgrund chronischer Krankheiten verhindert werden. Mit Diäten lässt sich das Gewicht häufig unter Kontrolle halten.

Sport kann Fett-Gene ausbremsen

Samstag, 04. September 2010

Gibt es Menschen, die eher zum Übergewicht neigen? Dieser Frage gingen britische Forscher nach und fanden heraus, dass Bewegung das angeborene Risiko dick zu werden reduzieren kann. Der genetische Einfluss kann um bis zu 40 Prozent ausgebremst werden, so die britischen Forscher.

Die britischen Forscher um Ruth Loos von der Epidemiologischen Abteilung des Medizinischen Forschungsrats in Cambridge konnten wissenschaftlich nachweisen, dass bei einer ungünstigen genetischen Veranlagung Übergewicht kein Schicksal ist, sondern durch Bewegung beeinflusst werden kann, geht aus dem Fachmagazin „PLoS Medicine“ hervor. Insbesondere ging es bei dem Forschungsprojekt darum, ob und in welchen Maße der Lebensstil die genetische Veranlagung beeinflusst. Fest steht, dass eine erhöhte Zufuhr an energiereicher Nahrung in Verbindung mit wenig Bewegung zu Übergewicht führt. Allerdings gibt es auch eine genetische Komponente, so die Forscher, die die persönliche Neigung zum Übergewicht bestimmt. Diäten oder Laufsport können dabei helfen.

Das Fazit der Forscher: Ein aktiver Lebensstil kann das angeborene Risiko für Übergewicht um knapp 40 Prozent senken.

Die Wissenschaftler hatten für das Forschungsprojekt die Daten von mehr als 20.000 Freiwilligen ausgewertet.

Feuerwehr rettet 250-Kilo-Frau mit Kran

Donnerstag, 19. November 2009

Am Mittwoch bekam in Hannover eine 40-jährige Frau schwere Atemnot. Da sie allerdings 250 Kilogramm schwer ist, musste die Feuerwehr sie mit einem Kran aus ihrer Wohnung im dritten Stock hieven.

Der Rettungsdienst sei zwar mit einem Großraumkrankenwagen angekommen. Doch auch die spezielle Trage für stark übergewichtige Menschen reichte für die Dame nicht aus. Die Notlage der Frau war zu ernst, weshalb die Feuerwehr unterstützend anrücken musste.

Die Deutschen sind so fett wie Amerikaner

Freitag, 20. April 2007

Deutschland führt in der europäischen Rangliste der übergewichtigen oder krankhaft fettleibigen Menschen. Mehr als die Hälfte der erwachsenen Frauen und drei Viertel der erwachsenen Männer sind in Deutschland übergewichtig oder fettleibig. Laut einer Studie liegt Deutschland damit mit den USA gleichauf.

“Die Fettleibigkeit ist zu einer weltweiten Epidemie geworden und hat einen kritischen Punkt erreicht”, warnte Vojtech Hainer, Präsident der europäischen Sektion der International Association for the Study of Obesity (IASO) laut Süddeutsche Zeitung. Der Studie zufolge liegen die Deutschen beim Übergewicht mit beiden Geschlechtern auf Platz Eins der Europa-Rangliste: 52,9 Prozent der Männer und 35,6 Prozent der Frauen gelten nach den Standards der Weltgesundheitsorganisation WHO als übergewichtig. Krankhaft fettleibig sind weitere 22,5 Prozent der Männer und 23,3 Prozent der Frauen. Damit belegen in dieser Kategorie die deutschen Frauen Platz vier in der Rangliste, die Männer Platz sechs.

Wer 1,80 Meter groß ist und mehr als 81 Kilogramm wiegt, gilt als übergewichtig. Ab 97,2 Kilogramm gilt die Einstuftung in eine krankhafte Fettleibigkeit (adipös). Bisher hatten Tschechien, Zypern und Großbritannien die Führung der Rangliste der IASO eingenommen.

Erste Schlankheitspille für fette Hunde

Samstag, 06. Januar 2007

US-Amerikanischen Studien zufolge leiden fünf Prozent der amerkanischen Hunde unter Fettleibigkeit, fast weitere 30 Prozent sind einfach zu dick. Dagegen hat der Pharmakonzern Pfizer ein Mittel: Ab sofort ist in den USA ein verschreibungspflichtiges Schlankheitsmittel für die Haustiere auf dem Markt. Der Konzern warnt davor, das Mittel bei Menschen anzuwenden.

Slentrol heißt das neue Schlankheitsmittel aus New York und soll den Vierbeinern neben einer guten Figuar auch durch weniger Herzprobleme und Diabetes eine höhere Lebenserwartung bescheren. Das Medikament vermindere die Fettaufnahme und drossle den Appetit. Leider gibt es auch Nebenwirkungen: Es müsse mit Erbrechen, Durchfall, Müdigkeit und Appetitverlust gerechnet werden, teilte die US-Gesundheitsbehörde FDA am Freitag zum Verkaufsstart des Medikaments mit.

Menschen sind für dicke Hunde verantwortlich
Immer weniger Menschen finden genügend Zeit für ihre Vierbeiner. Spaziergänge werden auf das Nötigste reduziert und ein Garten, in dem die Hunde herumtollen könnten, stehe auch immer seltener zur Verfügung, erklärte der Sprecher der Vereinigung für Veterinärmedizin in den USA (AVMA), Michael San Filippi.

Das Bier: …und es macht doch dick!

Dienstag, 14. Dezember 2004

Über Bier lässt sich trefflich streiten. Welches nun das Beste sein möge, wer wie viel verträgt, und ob man es nun aus der Flasche oder dem Glas trinken sollte, und bei welcher Temperatur. Und als sei dies noch nicht genug, hört und ließt man seit neuestem gar von heilenden Wirkungen, und vor allem von einem scheinbar fehlerhaften Attribut, was dem Bier in all seinem Glanz anhaftet: Dass es dick macht. Selbst ernannte Experten sprechen mit geballtem Halbwissen vom Bier als „einem der kalorienärmsten Getränke“ und als sei der allseits bekannte „Bierbauch“ noch nicht Beweis genug, auch noch vom problem- und sorglosen Genuss. Mit diesem albernen Versuch, eine ernährungswissenschaftlichen Gewissheit zu verneinen, soll hier aufgeräumt werden.

Zunächst sollte man sich bewusst sein, dass der regelmäßige sowie übermäßige Konsum von Bier durch die abhängig machende Wirkung des Alkohols mit Vorsicht zu genießen ist. Diese Thematik soll hier jedoch nicht weiter behandelt werden. Bier als Dickmacher zu bezeichnen, ist generell, und vor allem vor dem Hintergrund der Menge, welche in Deutschland pro Kopf konsumiert wird, absolut gerechtfertigt. Das Bier an sich hat, abgesehen von geringen Unterschieden die Brautechnik und den Alkoholgehalt betreffend, im Durchschnitt etwa 470 kcal pro Liter. Da ein gesunder Mensch pro Tag im Durchschnitt nicht mehr als 2500 kcal benötigt, ist dies schon nicht wenig.

Die immer geläufiger werdende Behauptung, abgesehen von Tee, Kaffee und Mineralwasser sei Bier das kalorienärmste Getränk, ist großer Unfug. Die meisten Fruchtsäfte haben pro Liter etwa dieselbe Anzahl an Kalorien (Apfelsaft = 450kcal/Liter), oft weniger, kalorienreduzierte Limonaden und Fruchtmischgetränke oft deutlich weniger. Somit ist Bier mit seinen 470kcal/Liter immernoch im oberen Bereich der verstärkt kalorienhaltigen Getränke, und im Vergleich mit Lebensmitteln in einer Liga mit Schokolade (1 Tafel = ca. 500kcal).

Darüber hinaus ist Bier mit Getränken wie Säften und Milch überhaupt nicht vergleichbar. „Aus Alkohol ist keine positive Energie zu gewinnen”, weiß Stoffwechselexperte Prof. Joachim Mössner von der Universität Leipzig. “Ich kann also nicht einfach Lebensmittel durch Alkohol ersetzen, wenn ich Kalorien sparen will. Das würde unweigerlich zu einer Mangelernährung führen.” Damit ist auch der gern zitierte Begriff des “flüssigen Brotes” ad acta gelegt.

Besonders die Bedeutung von Alkohol als Kalorienträger ist vielen Menschen nicht bekannt. Alkohol hat nach reinem Fett die meisten Kalorien. Der durch die Vergärung von Zucker gewonnene Alkohol wird beim Abbau in der Leber bei hohem Sauerstoffverbrauch in Fett umgewandelt. So macht allein der Alkohol im Bier etwa die Hälfte der Kilokalorien aus. Da die meisten Biere mit rund 5% Alkoholgehalt noch relativ wenig Alkohol beinhalten, erhöht sich die fettmachende Wirkung alkoholischer Getränke über Wein bis hin zu Spirituosen enorm.

Besonders wichtig ist im Vergleich zu anderen alkoholhaltigen Getränken die verstärkte appetitanregende Wirkung des Bieres. Durch seine leichte Verdaulichkeit wird der Verdauungstrakt förmlich ausgespült. Zusätzlich zum appetitanregenden Alkohol wird dadurch ein Hungergefühl erzeugt, bei übermäßigem Konsum sogar ein regelrechter Heißhunger, der oft ohne es richtig zu merken durch übermäßiges Essen kompensiert wird. Da Bier häufig abends und in geselliger Runde konsumiert wird, wird dieses Essen häufig in Form von sogenannten „Knabbereien“ wie Chipsen, Nüssen o.ä. zu sich genommen, die durch ihren hohen Fettgehalt ihren Teil zum gehaltvollen abendlichen Genuss beitragen.

Niemandem soll die Freude auf sein wohlverdientes Feierabend-Pils genommen werden. Doch dafür muss man sich nicht in die Tasche lügen. Wie so oft gilt das Motto: Genießen ja, aber in Maßen, nicht in Massen. Dann schwillt auch der Bierbauch nicht an, und das Bier macht das, was es soll: Schmecken.