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Mit ‘verhütung’ getaggte Artikel

Ungewollte Schwangerschaft: Aufklärung ist wichtig

Mittwoch, 25. Januar 2012

Um Teenager vor ungewollten Schwangerschaften zu schützen, ist die richtige und frühzeitige Aufklärung extrem wichtig. Eltern sollten ihren Kindern Fragen rund um das Thema Sex und Schwangerschaft klar und deutlich beantworten.

Zwischen 4000 und 5000 Mädchen unter 18 Jahren bringen jährlich ein Kind zur Welt. Fast ebenso hoch liegt die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche bei jungen Frauen. Dies schätzt Ulrich Fegeler, Sprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte. Allgemein ginge die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche zurück, rechnet man die Zahlen aber zusammen, so bedeutet dies, dass immerhin 10.000 Mädchen unter 18 schwanger werden.

Dabei können Eltern schon in frühen Jahren damit beginnen, ihre Kinder in Sachen Sexualität und Verhütung aufzuklären. Schon mit fünf Jahren finden Kinder den Unterschied zwischen Jungen und Mädchen interessant. Wenn es dann zu Fragen kommt, sollten beide Elternteile darauf vorbereitet sein ihren Kindern offen zu antworten, bevor Eltern den richtigen Moment verpassen.

Bereits vor dem ersten sexuellen Kontakt sei es wichtig, dass Jungen und Mädchen umfassend aufgeklärt seien. Nicht nur über eine mögliche Schwangerschaft, auch über Geschlechtskrankheiten und AIDS. „Es reicht nicht, wenn Eltern mit ihren pubertierenden Kindern nur einmal ausführlich über Sexualität sprechen, um ihnen einen verantwortungsvollen Umgang mit Sexualität beizubringen“, meint Fegeler dazu. Kinder haben im Rahmen der Jugendvorsorge J1 und J2 die Möglichkeit sich über Sexualität aufklären zu lassen. Dies kann mit oder ohne die Eltern geschehen. Es ist aber Sache der Eltern die Kinder darauf hinzuweisen.

Eltern sollten Herausforderung nicht scheuen
Oft ist das Thema Sexualität schwierig. Doch sollten Eltern sich nicht davor scheuen: „Die Bedeutung von Verhütungsmitteln für das Vermeiden von sexuell übertragbaren Krankheiten und von frühen Schwangerschaften sollte Heranwachsenden schon vor dem ersten sexuellen Kontakt klar sein“, so Fegeler. Die Eltern müssen Ansprechpartner für ihre Kinder sein und einen klaren Standpunkt vertreten, an dem sich die Teenager orientieren können.

Verzicht und Verbot helfen nicht
Es reicht nicht, junge Erwachsene alleine zum Verzicht auf Sex aufzufordern. Dies belegt eine us-amerikanische Studie, auf die Ulrich Fegeler sich bezieht. In der amerikanischen Studie wurden Statistiken zu Schwangerschaften im Teenager- Alter und die Wirksamkeit der Maßnahmen zur Verhinderung der Schwangerschaften in 48 US-Staaten analysiert. Demnach hilft es Jugendlichen am meisten, wenn mit den Eltern offen über Sexualität und Verhütung gesprochen werden kann.

“Pille für den Mann” ist vorerst gescheitert

Mittwoch, 03. August 2011

Der Wunsch vieler Frauen und Männer: Die Pille für den Mann, damit die Verhütung auch in der Verantwortung des Mannes liegt. Doch die Pille für den Mann für vorerst gescheitert. Laut WHO-Studie hat das Verhütungsmittel für den Mann bislang zu starke Nebenwirkungen, weshalb es erstmal keine Zulassung für die Pille für den Mann gibt. Experten rechnen jedoch damit, dass bis zum Jahr 2016 die “Pille für den Mann”, die eigentlich eine Spritze ist, auf den Markt gebracht werden kann.

Bislang gibt es für Frauen deutlich mehr Verhütungsmittel, um eine Schwangerschaft zu verhindern, als für Männer. Erforscht wird derzeit die “Pille für den Mann”. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine Pille wie für Frauen, sondern um eine Spritze. Die Antibabyspritze sollte verhindern, dass Mann eine Frau schwängern kann. Doch die Nebenwirkungen waren gravierend, sodass es erstmal keine “Pille für den Mann” bzw. Antibabyspritze für den Mann gibt.

Probanden, die die Antibabyspritze testen durften, zeigten Nebenswirkungen. Bei jedem zehnten Mann traten Nebenwirkungen in Form von Depressionen oder einer erhöhten Libido auf. Einige nahmen auch deutlich an Gewicht zu. “Die Studie ist gestoppt worden, weil die Spritze in der jetzigen Zusammensetzung nicht funktioniert”, sagt der Leiter der Studie, Michael Zitzmann, Professor am Centrum für Reproduktionsmedizin der Universität Münster. Die Studie wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in acht Ländern mit insgesamt 400 Testpersonen durchgeführt.

Die Funktion der Antibabyspritze für den Mann
Während Frauen eine Pille zur Verhütung nehmen, wird für die Männer eine Antibabyspritze erforscht. Das Verhütungsmittel wird dem Mann alle acht Wochen eingespritzt. Durch eine erhöhte Testosteronzufuhr werde die Produktion des körpereigenen Testosterons eingestellt, sodass keine Samenzellen mehr im Hoden des Mannes erzeugt werden können.

Anti-Baby-Pille wird 50 Jahre alt

Mittwoch, 01. Juni 2011

Vor 50 Jahren, am 1. Juni 1961, kam eine Pille auf den deutschen Markt, die bis heute die größte Revolution der Familienplanung und der sexuellen Befreiung darstellt. Der katholischen Kirche ist die Antibabypille, die erstmals unter dem Namen „Anovlar“ hergestellt wurde, ein Dorn im Auge. Doch für Millionen für Frauen brachte die Pille Freiheit in vielerlei Hinsicht. Ungewollten Schwangerschaften konnte nun vorgebeugt werden und der Liebesakt mit dem Partner konnte ohne den ständigen Gedanken, schwanger zu werden, ganz anders genossen werden. Doch bis heute ist die Anti-Baby-Pille nicht ganz ungefährlich oder frei von Nebenwirkungen.

Gibt es heute auch noch mehrere Verhütungsmethoden sich vor einer ungewollten Schwangerschaft zu schützen, so ist die Pille doch nach wie vor das Verhütungsmittel Nummer eins. Sechs Millionen Frauen in Deutschland vertrauen auf die kleine Pille mit der großen Wirkung. Was heute selbstverständlich ist, war zur Markteinführung der Dragees allerdings sehr kontrovers. Die junge Generation brannte darauf dieses neue Mittel zur Verhütung endlich benutzen zu können, Moralapostel der Kirche und auch Politiker waren allerdings vehement gegen die Pille. So wurde die Pille Anfangs nur verheirateten Frauen, die schon Kinder hatten, unter dem Deckmantel der Menstruationsbeschwerden verschrieben.

In den siebziger Jahren, als die Pille dann endlich auch jungen Frauen zur Verfügung stand, brach die Geburtenrate beträchtlich ein und erholt sich bis heute nicht. Dieser Geburteneinbruch in den 70er Jahren wird als „Pillenknick“ bezeichnet. In der ehemaligen DDR wurde die Pille vier Jahre später, 1965, unter dem Namen „Ovosiston“ eingeführt und sorgte dort für weit weniger Wirbel. In Ostdeutschland blieb dieser Prozess aus, wahrscheinlich weil es dort staatliche Vorkehrungen gab, wie etwa Kinderkrippen, die den Kinderwunsch nach wie vor sehr attraktiv machten.

Altkanzler Helmut Schmidt zeigte in einem Interview weitere Auswirkungen der Antibabypille für unsere Gesellschaft auf. So führe die Verwendung der Pille und somit die sinkende Geburtenrate zu einer sehr schnellen Überalterung unserer Gesellschaft, was weitreichende Folgen für unseren Sozialstaat habe. Bis heute ist in den Medien die Pille stark umstritten: Zuletzt sorgte die Pille mit Schlagzeilen wie Lungenembolien und Todesfällen für Aufsehen. Auch wenn es sich dabei um Einzelfälle handelt, bleibt bei der Pille für die Frau ein bestimmtes Restrisiko – und für die Gesellschaft eine nahezu unberechenbare Weiterentwicklung.

Beliebteste Verhütungsmittel: Pille und Kondom

Samstag, 02. April 2011

Die Deutschen wollen in Sachen Nachwuchs auf Nummer sicher gehen: Im Sexualleben wird oft doppelt verhütet, so sind die beliebtesten Verhütungsmittel der Deutschen die Pille sowie das Kondom. Mit über 40 Jahren lässt sich sogar ein Viertel der Deutschen sterilisieren.

Deutschland wird älter, bunter und weniger. Letzteres liegt vor allem an den vielfältigen und sicheren Verhütungsmethoden sowie dem Wunsch vieler Deutschen, keinen Nachwuchs zeugen zu sollen. So sind die Pille und das Kondom die beliebtesten Verhütungsmittel.

37 Prozent der Frauen und Männer bevorzugen ausschließlich die Anti-Baby-Pille und 15 Prozent verwenden zusätzlich Kondome, geht aus einer Befragung unter 18- bis 49-Jährigen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Wiesbaden hervor.

20 Prozent nutzen zur Verhütung ausschließlich Kondome, weitere 17 Prozent verwenden das Kondom in Verbindung mit einer anderen Verhütungsmethode, wie etwa dem Verhütungsstäbchen.

Zehn Prozent der in Deutschland lebenden Frauen verhüten mit einer Spirale, fünf Prozent der befragten Frauen und Männer ließen sich sterilisieren. Zumeist handelt es sich dabei um Personen in einem Alter von über 40 Jahren.

Die Pille sowie das Kondom stellen die beliebteste Verhütungsmethode dar. “Auffällig ist die häufige Doppelnutzung der beiden Verhütungsmethoden”, sagte Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Der Datensatz der Befragung im Auftrag der BZgA umfasst 997 Probanden in einem Alter zwischen 18 und 49 Jahren

Selbstkastration für die Liebe

Freitag, 20. Februar 2009

Ein Serbe wollte seiner Ehefrau seine ewige Treue beweisen und kastrierte sich selbst. Eigentlich sollte von diesem Liebesbeweis nur seiner Frau erfahren. Doch sein Plan ging nach hinten los: Die Selbstkastration verlief nicht ohne Probleme. Der 43-Jährige musste in ein Krankenhaus geliefert werden, wo die Aktion öffentlich wurde.

Zwar kenne sich der Serbe mit der Kastration von Ferkeln aus, berichten serbische Zeitungen, doch seine eigene Wunde fing an stark zu bluten. In der Klinik in Subotica wurde der Mann anschließend professionell behandelt. Der Liebesverrückte behauptete, überfallen worden zu sein. Die Täter hätten ihn an seinem Geschlecht verletzt. Bei der anschließenden Vernehmung auf der Polizeistation gab der Mann schließlich zu, sich selbst verstümmelt zu haben. Alles nur aus Liebe zu seiner Frau.

Jugendliche und Verhütung: Immer besser aufgeklärt

Samstag, 04. November 2006

Die Jugend in Deutschland ist in den letzten Jahren immer besser aufgeklärt worden. Jugendliche verhüten immer häufiger, auch das Kondom als Verhütungsmittel beim ersten Geschlechtsakt erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Die aktuelle Umfrage konnte auch mit dem Gerücht aufräumen, dass Jugendliche immer früher Sex hätten.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung kommt in ihrer aktuellen Studie zu dem Ergebnis, dass Jugendliche viel verantwortungsvoller mit Sex umgehen als vor 25 Jahren. Der Umgang mit dem Thema habe sich in den vergangenen 25 Jahren “deutlich versachlicht und ist heute viel stärker in der Familienerziehung integriert”, sagte die Direktorin der Bundeszentrale, Elisabeth Pott. 75 Prozent der Mädchen und 65 Prozent der Jungen seien über Sexualität und Verhütung aufgeklärt. 1980 waren nichtmals die Hälfte der Jungen und nur 61 Prozent der Mädchen aufgeklärt gewesen. Auch der Sexualunterricht erfreut sich bei Schülern und Eltern immer größerer Beliebtheit.

Das erste Mal: Meist mit Kondom
Eine deutliche Steigerung konnte bei der Verwendung eines Kondoms beim ersten Geschlechtsakt verzeichnet werden: 71 Prozent der Mädchen und 66 Prozent der Jungen schützen sich beim ersten Geschlechtsverkehr mit einem Kondom. Vier Jahre zuvor verhütete nur 63 Prozent der Mädchen und 65 Prozent der Jungen beim ersten Mal mit einem Kondom. 1980 lag der Wert sogar bei nur 32 Prozent beziehungsweise 28 Prozent.

Mädchen sind erfahrener
Seit 2001 könne man einen deutlichen Sprung in der sexuellen Erfahrung älterer Mädchen feststellen: Während bei den 17-jährigen Jungen nur 66 Prozent sexuelle Erfahrung hätten, berichteten 73 Prozent der Mädchen, bereits Sex gehabt zu haben. Gegenüber 2001 sei dies eine Zunahme um sieben Prozentpunkte, erklärte Pott. Die Studie könne jedoch keinen Hinweis darauf finden, dass Jugendliche immer früher Geschlechtsverkehr hätten.

Hauptschüler haben früher Sex
63 Prozent der Mädchen und 53 Prozent der Jungen einer Hauptschule gaben an, schon mit 14 Jahren oder früher Geschlechtsverkehr gehabt zu haben. Bei Gymnasiasten waren es nur 32 Prozent der Mädchen und 19 Prozent der Jungen.

Die BZgA befragt seit 1980 regelmäßig Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren und deren Eltern. Im Jahr 2005 befragte die BZgA stichprobenartig 2497 Jugendliche.