Besser sehen: Biosynthetische Hornhaut

Die Hornhaut im Auge ist für die Brechung des Lichts verantwortlich und damit ausschlaggebend für das menschliche Sehen. Zwar können Brillen und Kontaktlinsen die Sehkraft bei fehlgebildeter Hornhaut verbessern. Auch Augenlaser ermöglichen die Korrektur der Hornhaut im Auge. Zudem gibt es Transplantationen, bei denen beschädigte Hornhaut gegen eine funktionsfähige Hornhaut ausgetauscht wird. Und hier konnte die Medizin Erfolge verzeichnen: Es ist Forschern gelungen, eine biosynthetische Hornhaut herzustellen, die an die Qualität von Hornhauttransplationen sehr nahe kommt.

Transplantationen von Hornhäuten ist in der Medizin schon seit längerer Zeit möglich. Auch gibt es bereits künstliche Hornhäute (synthetisches Kollagengewebe), doch ein neuer Durchbruch ist bei der Entwicklung von biosynthetischer Hornhaut für das Auge gelungen.

Im Rahmen eines Forschungsprojekts kam bei zehn Empfängern ein solchen Kollagenimplantat zum Einsatz und lieferte vielverprechende Ergebnisse, berichten Wissenschaftler um Per Fagerholm von der Universität im schwedischen Linköping im Fachblatt „Science Translational Medicine“. Durch die biosynthetische Hornhaut soll es möglich sein, dass das Auge nach der Transplantation anfängt rund um das künstliche Pendant eigene Hornhaut zu bilden. Bisher haben die Forscher jedoch ein Problem: Der künstliche Klebstoff, der die neue Hornhaut befestigen soll, behindert die Heilung des Auges nach der Operation – von Bio-Klebstoff erhoffen sich die Wissencshaftler eine Lösung des Problems.