Chinesischer Autor Liao Yiwu in Deutschland

Der chinesische Dissident und Schriftsteller Liao Yiwu durfte aus China ausreisen, um am Internationalen Literaturfestival Berlin (ilb) teilzunehmen. 14 Mal wurde im der Antrag von der chinesischen Regierung verweht, nach Deutschland zu reisen. Seiner Dickköpfigkeit verdankt er es, dass er ausreisen durfte. Seine Bücher sind in China verboten. Er wurde wegen seiner Kritik an der chinesischen Regierung mehrfach verhaftet

„Ich bin ein dummer Bauer, ich bin dickköpfig wie ein Esel“, sagte Liao Yiwu bei einer Pressekonferenz in Berlin. Seiner Dickköpfigkeit sei Dank, dass die chinesische Regierung nachgegeben hat und den Dissident nach Europa hat reisen lassen. Hätte es nicht geklappt, würde er es aufs Neue versuchen, auszureisen, sagte er. Nun sei es „ein Traum“, in Berlin zu sein, sagte Liao, der auch als Lao Wei bekannt ist.

Liao war am Mittwoch in Berlin angekommen, geplant ist auch seine Teilnahme an einem Literaturfestival in Hamburg. In sechs Wochen will der chinesische Schriftsteller wieder in seine Heimat reisen. „Ich will in meiner Heimat als Schriftsteller arbeiten“, verriet er.

Liao versuchte mehrfach, aus China auszureisen, um an kulturellen Veranstaltungen in Deutschland und anderen europäischen Ländern teilnehmen zu dürftn. Im Jahr 2009 wurde ihm verwehrt, auf die Buchmesse nach Frankfurt zu reisen. Auch eine Reise nach Köln wurde im März 2010 von der chinesischen Regierung verhindert.

Zu seinen literarischen Werken zählen unter anderem „Fräulein Hallo und der Bauernkaiser: Chinas Gesellschaft von unten“ und „The Corpse Walker: Real Life Stories: China From the Bottom Up„. Darüber hinaus veröffentlichte Liao Yiwu die Bücher „Reports on China’s Victims of Injustice“, „Chronicles of the Big Earthquake“, „The Last of China’s Landlords“ und „The Fall of the Holy Temple“.