Projekt „Stadtpilot“: Selbstfahrendes Auto

Dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der TU Braunschweig und dem Niedersächsischen Forschungszentrum Fahrzeugtechnik (NFF) ist es gelungen, einen VW Passat so umzubauen, dass er selbstständig Gas gibt, autonom durch die Straße fährt und wenn notwendig auch bremst. Das vollautomatisch gesteuerte Auto, das Forschungsfahrzeug „Leonie“, hat in Brandenburg erstmals automatisch eine vorgegebene Strecke im Stadtverkehr zurückgelegt.

Mit bis zu 60 km/h fuhr das vollautomatische Fahrzeug Leonie auf einer zweispurigen Straße durch die Braunschweiger City, hat selbst entschieden, wann Gas geben notwendig und wann Bremsen notwendig ist. Auch das Ausweichen von Hindernissen, Anpassung der Geschwindigkeit bei hohem Verkehrsaufkommen sowie das Halten an Kreuzungen wurde berücksichtigt. Aus Sicherheitsgründen ist aber immer auch ein Fahrer dabei, der notfalls eingreift.

Leonie kann bisher jedoch Ampelsignale nicht erkennen. Ein Fahrer muss per Knopfdruck anweisen, ob die Ampel rot oder grün ist. Bremsen und Losfahren übernimmt hier jedoch auch das Auto selbst. In Zukunft könnten jedoch Ampeln mit entsprechenden Sendern ausgestattet werden, die mit dem selbstfahrendem Auto kommunizieren und mitteilen, ob die Ampel rot oder grün ist.

Insgesamt dürften bis zur Serienreife einige Jahre vergehen, wenn nicht sogar Jahrzehnte.