Das Supertalent ohne Ballonkünstler

Das Supertalent glänzte am Samstag nicht mehr mit skurrilen Kandidaten wie etwa Sir Lady Gaga oder einem Samuraikünstler, der die Jury in die Mangel nimmt. Leider schaffte es auch der Ballonkünstler Tobias Diesner nicht: Er musste im Halbfinale die Castingshow „Das Supertalent“ verlassen. Die Zuschauer begeistern konnten hingegen Sänger Andrea Renzullo (14) sowie die Sandmalerin Natalya Netselya (25). Im Finale von „Das Supertalent“ findet sich ebenso Tänzer Daniele Domizio (8).

In der Live-Show von „Das Supertalent“ kam am Samstag der Ballonkünstler Tobias Diesner bei der RTL-Show nicht weiter. Weder das Publikum, noch die Jury schien von dem Supertalent beeindruckt. Dieter Bohlen schlug als erster auf den Flop-Buzzer: „Wenn Du ein drittes Mal auftreten würdest, würden wir wieder so einen Wackelpudding auf Beinen zu sehen bekommen“, kommentierte Bohlen mit einem fiesen Spruch. Auch Juror Bruce Darnell, der sonst schnell zu begeistern ist, schlug zu: „Für mich ist die Nummer echt langweilig.“ Lediglich Sylvie konnte sich für den Künstler begeistern, wenn auch nur teilweise: Sie lobte die Leistung, dass sich der Kandidat im Ballon umgezogen hat. Im schwarzen Anzug eingestiegen, im pinken Anzug ausgestiegen.

Finalisten
Ins Finale wurden Sänger Andrea Renzullo (14), der mit der gefühlvollen Interpretation von Leona Lewis‘ „Footprints In The Sands“ überzeugte, sowie die Sandmalerin Natalya Netselya (25) vom Publikum gewählt sowie der achtjährigen Tänzer Daniele Domizio, auserwählt von der Jury. Der Junge konnte mit seinem Moonwalk überzeugen und begeisterte insbesondere Fans des verstorbenen Popstars Michael Jackson.

Supertalent-Fans gehen zurück
Allerdings fand die Show „Das Supertalent“ dieses Wochenende nicht so viele Fans wie üblich: Die skurillen Kandidaten sind raus und die Live-Shows werden ernster. Es gibt nicht mehr so viele Optionen für Schocker und Gelächter über Kandidaten. Möglicherweise war auch Stefan Raab mit seinem Turmspringen eine starke Konkurrenz für das Supertalent.

Mit Sicherheit war der Hypnotiseur Martin Bolze (53) eine Schlafnummer in der Show. Die angekündigte Massen-Hypnose von Zuschauern vor dem Fernseher funktionierte nicht, langweilte vielmehr. Auch Juror Dieter Bohlen zeigte sich skeptisch: „Ich habe da diesen Zweifel in mir. Ich glaube, bei mir geht Hypnose in die Hose.“

Flops
Kaum erwähnenswerte Nummern waren etwa von Emilia Arata (20), die wohl versuchte insbesondere männliche Zuschauer in sexy Dessous mit Akrobatik in einer schwebenden Glaskugel für sich zu gewinnen. Die Augen der Jury glänzten, doch das Publikum wollte die Britin nicht haben. Auch der scheinbar gefährliche Auftritt von Kurt Späth (40), der von einer riesigen Säge zerteilt zu werden drohte, schockte das Publikum nicht.

Auch der Trick mit den Gläsern, die Harry Keaton (41) mit seiner Stimme Gläser zum platzen brachte, wirkte beim Publikum nicht. Ebenso Robert Maasers (20) Akrobatik-Performance mit einem Cyrrad wäre eher etwas für einen Sportverein als für die RTL-Castingshow. Tanja Grünewalds (38) Celine-Dion-Titel „The First Time I Ever Saw Your Face“ wäre wenn überhaupt etwas für ein Musik-Casting, hatte jedoch wenig mit einem Supertalent zu tun.