Unser Song für Deutschland: Lena ist erwachsen

Einstimmung für den Eurovision Song Contest 2011: Lena Meyer-Landrut präsentierte am Montagabend sechs potentielle Songs. Die Zuschauer entscheiden, welcher Song ins Finale kommt. Gestern wählte das Publikum von „Unser Song für Deutschland“ per Telefon drei Favoriten, die Lena am 18. Februar zusammen mit weiteren Titeln erneut performen wird. Mit dem Siegersong soll Lena in Düsseldorf im Eurovision Song Contest in Düsseldorf antreten. Doch Lena hatte ein Jahr zum wachsen und ist auch erwachsener geworden, fraulicher und scheint in Interviews abgebrühter. Kein Anfänger mehr wie beim ESC 2010 in Oslo. Denn Lena muss sich am 15. Mai im Finale in Düsseldorf als Künstlerin beweisen und nicht mehr als die unberührte Lena Meyer-Landrut aus Hannover.

Lena-Kritiker werfen vor, es handle sich bei „Unser Song für Deutschland“ um eine Dauerwerbesendung für Lena Meyer-Landrut, inszeniert von Stefan Raab mit Rückendenkung vom Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen. Denn der erste Song von Lena hieß „Good News“, so heißt auch ihr zweites Album, welches am 8. Februar in den Plattenläden steht. Insgesamt gibt es keine Konkurrenz: Lena ist bis zum 14. Mai ihre eigene Wettbewerberin. Eine Werbeveranstaltung also? So richtig überzeugen konnte Lena mit Good News in „Unser Song für Deutschland“ auch nicht, schien aber für den zweiten Song warmgelaufen zu sein: Für Maybe zog sich Lena in „Unser Song für Deutschland“ ein Minikleid an, zeigte ihre braunen Haare und ließ die verspielte Lena aufleben. Insgesamt präsentierte die 19-Jährige sechs verschiedene Songs in sechs verschiedenen Outfits.

In das zweite nationale Finale wählten die Zuschauer die Songs „Maybe“, „Taken by a stranger“, und „What happened to me“. Ausgeschieden sind die Titel „Good News“, „I like you“ und „That again“.

Ungewöhnliche Liederwahl scheint wohl die „unique selling proposition“ von Lena zu sein: Ihre Auswahl reicht von einer melancholische Ballade („I Like You“ von Johnny McDaid und Rosi Golan), nachdenklichen Songs wie „Some say I’m a star“, mal eine versuchte Big-Band-Nummer („That Again“, geschrieben von Mentor Stefan Raab), Elektroakustik-Stück („Taken By A Stranger“ von Nicole Morier, Gus Seyffert und Monica Birkenes) bis hin zu Eigenkompositionen. Dazu soll etwa „What Happened To Me“ gehören, welche Lena Meyer-Landrut im stillen Kämmerlein auf ihr iPhone aufgenommen habe und anschließend Stefan Raab damit begeisterte.

Die nächste Folge von „Unser Song für Deutschland“ wird am 7. Februar um 20.15 Uhr auf ProSieben ausgestrahlt.