Amy Winehouse starb an Alkoholvergiftung

Die erfolgreiche Sängerin Amy Winehouse starb am 23. Juli 2011 in ihrem Londoner Apartment. Lange war die Todesursache unklar. Nun steht das Obduktionsergebnis fest: Amy starb mit 4,16 Promille Alkohol im Blut. Das Leben der britischen Soulsängerin war ein ewiger Kampf mit Drogen und Alkohol. Oft sorgten sich ihre Familie und Fans um Amys Gesundheit, denn immer wieder tauchten Bilder auf, die sie abgemagert und offensichtlich betrunken zeigten. Doch kurz vor ihrem Tod schien es, als hätte Amy Winehouse ihre Sucht überwunden. Auch ihr Vater, Mitchell Winehouse, gab in Interviews nach dem Tod seiner Tochter bekannt, sie habe einen mehrwöchigen Alkoholentzug hinter sich. Medien und Fans spekulierten, ob Drogen oder Alkohol die Todesursache sein könnten.

Am Mittwoch, den 26. Oktober, bestätigte die Untersuchungsrichterin Suzanne Greenway nun den Obduktionsbericht aus dem hervor geht, dass die 27-jährige Künstlerin mit 4,16 Blutpromille Alkohol starb. Es wird davon ausgegangen, dass Amys Tod ein „Unglücksfall“ war, so die Richterin. Es ist nicht davon auszugehen, dass Amy ihren Tod bewusst herbeiführen wollte, wird Greenway zitiert. Klar ist nach dem toxikologischen Befund aber auch, dass Winehouse keine illegalen Substanzen im Blut hatte.

An der richterlichen Anhörung in London, wo die Obduktionsberichte und ärztlichen Gutachten bekannt gegeben wurden, nahmen auch Amys Eltern teil. Unter Tränen hörten sie mit an, wie sich die letzten Tage und vor allem Stunden im Leben ihrer Tochter zugetragen haben müssen. Die langjährige Ärztin und Gerichtsmedizinerin von Amy Winehouse gab bekannt, dass Amy seit Ende 2008 keine Drogen mehr genommen habe, sie mit Alkohol aber immer wieder rückfällig wurde. Es habe Phasen gegeben, da hätte sie keinen Tropfen Alkohol angerührt, dann folgte exzessiver Alkoholkonsum.

Unmittelbar vor ihrem Tod soll die Sängerin Amy Winehouse drei Wochen trocken gewesen sein und auch unter medikamentöser Behandlung zur Unterstützung der Entzugserscheinungen gestanden haben. Winehouse Ärztin Christina Romete berichtete, dass sie die junge Frau oftmals, sowohl mündlich als auch schriftlich, darüber aufgeklärt habe, welche Folgen ihr Drogen- und Alkoholmissbrauch für Folgen haben können.
Details der Obduktion legten dar, dass trotz langjähriger Sucht die Organe, wie Leber und Herz von Amy Winehouse in einem „guten Zustand“ gewesen seien. Es ist davon auszugehen, dass der starke Blutalkoholwert durch einen spontanen Alkoholkonsum in hohem Maß herbeigeführt wurde. Laut Polizei wurden in Amys Wohnung drei Wodkaflaschen gefunden, die sie alleine getrunken haben soll.

Auch Winehouse Bodyguard kam bei der Anhörung zu Wort. Wie er auch schon direkt nach ihrem Tod berichtete, habe er die britische Sängerin am Abend vor ihrem Tod noch ausgelassen und lachend erlebt. Am nächsten Morgen sei er zunächst davon ausgegangen, dass sie noch schlafe und habe erst gegen Nachmittag genauer nachgesehen, nachdem keine Geräusche mehr zu hören waren. Zu diesem Zeitpunkt war Amy schon mehrere Stunden tot.

An dem Abend von Amys Tod war ihre Ärztin noch einmal bei ihr gewesen. Sie hätte merken können, dass diese Alkohol getrunken habe, dennoch wirkte siegefestigt. „Sie hatte ihren Kopf und war entschlossen, alles auf ihre eigene Art und Weise zu tun“, sagte Romete. Sie hätte den Eindruck, „sie freute sich auf die Zukunft“.
Die Familie Winehouse bedankte sich für die große Unterstützung der Fans, sie hätten viele Briefe mit lieben Worten und großer Anteilnahme erhalten. In einer Stellungnahme äußerten sie sich: „Das Gericht hat gehört, dass Amy sehr hart daran arbeitete, um ihre Probleme mit dem Alkohol in den Griff zu bekommen. Es tut sehr weh, dass sie diesen Kampf nicht rechtzeitig gewinnen konnte“.