Supertalent: Turnende Yulia und ein tanzender Opa

Die der elften Folge der Casting-Show „Das Supertalent“ gab es wieder einige potentielle Talente, aber auch fragwürdige Gestalten wie etwa eine Oma im Tanga. Mangels guter Talente gab es wie in jeder Staffel jedoch auch einige interessante Sänger, doch ein Sänger war beim Supertalent gestern so schlecht, dass Dieter Bohlen an die Grenzen seiner Schmerzgrenzen gelangt ist. Ein Lächeln ins Gesicht des Chef-Jurors konnte jedoch die Ukrainerin Yulia Mihailova zaubern, die leicht bekleidet zeigte, was ihr Körper kann.

Das Konzept von „Das Supertalent“ auf RTL ist durchschaut: Mangel guter Talente werden mittelmäßige Tänzer und Akrobaten gezeigt, gefährliche Stunts und schlechte Stand-Up-Comedy. Was Gesangstalente angeht, konnte die 23-jährige Caroline überzeugen. Mit ihrer Performance zu „Pour que Tu m’aimes encore“ von Céline Dion überzeugte sie Jury wie auch das Publikum. Die Zuschauer vor Ort belohnten Caroline mit Standing Ovation. Pop-Titan Dieter Bohlen hatte für die junge Wienerin einen Tipp, um richtig durchzustarten: „Sterbe für diese Nummer“, so der Tipp des vom Publikum wahrgenommenen Supertalent-Chef-Jurors, auch bekannt aus „Deutschland sucht den Superstar“. „Das war ein super schwieriger Song. Und das Paket stimmt auch“, fand „Supertalent“-Jurorin Silvie van der Vaart.

Dieter Bohlen zur Weißglut gebracht
Das musikalische Gegenteil zu Caroline waren Peter, Karin und Dieter. Die drei haben es gewagt, einen Song von Dieter Bohlen bei „Das Supertalent“ neu zu interpretieren. Sie haben den Titel „You’re my Heart, you’re my Soul“ auf Deutsch performt. In den ersten Sekunden sang das Trio: „Du mein Herz, meine Seele“, während Dieter Bohlen anfing innerlich zu kochen. Als die Buh-Rufe aus dem Publikum den akustischen Horror übertönten, stoppten die drei ihre Performance. „Wenn meine Ohren kotzen könnten, dann hätten sie es getan“, kommentierte Juror Dieter Bohlen die Leistung von Peter, Dieter und Karin.

Als der Juror merkte, dass seine Bohlen-Sprüche beim Publikum wie eine Bombe einschlagen, setzte er noch einen drauf: „Genau deshalb ist das ja, dass man so ‘ne Erlaubnis einholen muss, damit so ´ne Scheiße nicht passiert“, fügte er hinzu. Doch so viel zu lachen wie das Publikum hatte Dieter Bohlen nicht, schließlich hat er den Song komponiert und regte sich auf: „Eigentlich dürfen sie das gar nicht! – Eigentlich müsst ihr den Komponisten fragen!“

76-Jährige versucht sich als Tanz-Superstar
Deutschland kennt den 76-jährigen Georg mittlerweile, der bereits zwei Mal bei „Das Supertalent“ war. In pinkfarbener Leggins, Turnschuhen und schwarzem Tanga sowie einem Hund auf dem Rücken versuchte er das Publikum und Jury mit seiner Tanzperformance zu überzeugen. Eine rote Sturmhaube und Sonnenbrille sollte für den entsprechenden Wiedererkennungswert als Superstar dienen. Leider gibt es für sowas im deutschen Fernsehen keine Nachfrage!

Mitleidsnummer die nicht begeistern konnte
Selbstverständlich gab es auch in dieser Folge von „Das Supertalent“ eine Mitleidsnummer. Ein 40-Jähriger Mann, der als Kind mit ansehen musste, wie sein Vater Sex mit einer guten Freundin von ihm hatte. Das hat schwere Konsequenzen für sein Leben: Essstörungen und Übergewicht. Voller großer Erwartungen, wie der Kandidat das Lied „Nessum Dorma“ von Paul Potts performen würde, musste die Nummer „Mitleidskandidat als Supertalent“ ad acta gelegt werden: „Der Titel ist von Paul Potts besetzt. Und am Ende des Liedes hast Du einfach verloren“, urteilte Dieter Bohlen und schickte die Mitleidsnummer nach Hause.

Yulia Mihailova: Schöner und durchtrainierter Körper
Wäre da nicht Yulia Mihailova, bräuchte Dieter Bohlen bei all den schlechten Talenten wohl eine Auszeit von „Das Supertalent“. Doch die Ukrainerin zauberte den Pop-Titan ein Lächeln ins Gesicht. Die 26-Jährige präsentierte sich als Handstand-Schlangenfrau, doch kam bei den weiblichen Juroren nicht gut an: „Ich habe ein Problem: Dein Auftritt war eintönig. Das kannst Du in der nächsten Runde nicht toppen“, kommentierte Motsi Mabuse.

High-Speed Friseur als Comedy-Nummer
Lustig, aber definitiv kein Supertalent war ein Friseur, der auf der Bühne schnell seine Haare schneiden wollte. Als das nicht ganz so gut klappte, rasierte er einfach seine Haare ab. Eine Nummer, die morgen wieder vergessen ist.