Neue Verordnung: New York hat bald ausgebellt

Als Asterix und Obelix meinten, dass die Römer spinnen, kannten sie die Amerikaner noch nicht. Denn diese sind für ihre teilweise unglaublichen Gesetze berüchtigt. So sieht eine neue Verordnung des New Yorker Bürgermeisters Michael Bloomberg vor, dass Hunde in der Nacht nur noch fünf Minuten bellen dürfen. Am Tag soll nur noch zehn Minuten durchgehendes Gebell erlaubt sein und selbst die Eisverkäufer müssen auf die Anpreisung ihrer Ware durch Geklingel verzichten.

Hunde die bellen beißen nicht, könnten ihre Besitzer aber bald einiges an Geld kosten. Denn wer die geplante Verordnung für einen Scherz hält, dem vergeht das Lachen spätestens beim Zücken der Brieftasche – die Bußgelder für Verstöße gegen die neue Lärmschutzverordnung betragen nämlich zwischen 45 und 25.000 Dollar (auch wenn letztere Summe dem Industrielärm vorbehalten bleibt). Auch Baugeräusche sollen demnach nur noch an Werktagen erlaubt sein.

Doch noch gibt es Hoffnung für die Hundebesitzer, da der Stadtrat die Verordnung erst absegnen muss. Sollte er jedoch zustimmen, so hat New York ab 2006 ausgebellt. Wer seinem Hund bis dahin nicht das Stillschweigen beigebracht hat, dem bleibt nur eine weitere Einnahmequelle für die Bußgelder zu suchen oder in eine andere Stadt zu ziehen. Denn die Beamten sollen künftig mit Dezibel-Messern bewaffnet durch die Straße patrouillieren. Nur Discos, Bars und Nachtclubs sind von der Regelung befreit, solange sie sich nicht in Wohngegenden befinden.

Das ist übrigens nicht das erste Mal, dass den Tieren in New York Vorschriften gemacht werden. So ist es Eseln im Stadtteil Brooklyn untersagt in Badewannen zu übernachten. Auch andere amerikanische Bundesstaaten haben tierische Gesetze auf Lager – in Tennessee ist es untersagt Fische mit einem Lasso zu fangen, in Florida müssen für am Straßenrand stehen gelassene Elefanten ebenso viele Münze in die Parkuhr geworfen werden wie für Autos und in Minnesota ist das Überqueren der Landesgrenze mit einer Ente auf dem Kopf verboten. Eine amerikanische Kleinstadt hat den Bienen sogar das Überfliegen des Stadtgebiets untersagt – ob sich die Bienen daran halten ist allerdings fraglich. Aber wer weiß, vielleicht klappt das Bellverbot bei den New Yorker Hunden ja besser.