Feste Essenszeiten vermeiden Übergewicht

Amerikanischen Wissenschaftlern gelang es jetzt nachzuweisen, dass es neben der Kalorienmange auch darauf ankommt, wann man isst. Acht Stunden am Tag essen zu können und dann 16 Stunden fasten seien für den natürlichen Stoffwechselrhythmus ideal und vermeidet Diabetes und Übergewicht. Bislang konnte der Zusammenhang aber nur in Versuchen an Mäusen nachgewiesen werden.

Amerikanische Forscher stellten in einem Versuch fest, dass es einen klaren Zusammenhang zwischen Diabetes und Übergewicht und den Essenszeiten gibt. An Mäusen wurde getestet, wie sich die Verfügbarkeit von Futter auf die Gesundheit und das Gewicht auswirkt. Eine Gruppe Mäuse hatte rund um die Uhr Zugang zum Fressnapf, die zweite Gruppe konnte hingegen nur 8 Stunden am Tag fressen, danach wurde 16 Stunden gefastet. Dabei bestand das Futter aus reichlich Fett, was für den Menschen vergleichbar mit Chips und Eiscreme wäre.

Experiment an Mäusen
Über 100 Tage wurde das Experiment beobachtete, dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass sich die aufgenommene Kalorienzahl der beiden Mäusegruppen nicht von einander unterschied. Der Gesundheitszustand der Tiere wies allerdings gravierende Unterschiede auf. Die Mäuse mit freiem Zugang zum Futter zeigten hohe Cholesterinwerte und Zuckerspiegel, die Leber war beeinträchtigt und die Mäuse nahmen deutlich an Körpergewicht zu. Die Vergleichsgruppe nahm auch an Gewicht zu, allerdings nur zwei Drittel an dem, was die Artgenossen zunahmen. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen blieben fast alle aus. Dies überraschte das Forscherteam um Megumi Hatori vom Salk-Institut im kalifornischen La Jolla, das seine Erkenntnisse im Fachmagazin „Cell Metabolism“ veröffentlichte.

Zeitraum der Essensaufnahme wichtig
Noch ist nicht nachgewiesen, dass dieser Effekt auch beim Menschen zu erwarten wäre. Sollten sich die Beobachtungen der Mäuse jedoch auch beim Menschen bestätigen, wäre dies eine neue Erkenntnis in Sachen Ernährung. Neben der Kalorienzufuhr und Bewegung stünde dann auch der Zeitpunkt der Essensaufnahme im Fokus.

Natürlicher Stoffwechselrhythmus
Die Zeitspanne von acht Stunden für die Essensaufnahme und 16 Stunden fasten entspricht anscheinend dem natürlichen Stoffwechselrhythmus, vermuten die Experten. Denn der Stoffwechsel des Körpers wird sowohl von einer inneren Uhr als auch von Nährstoffsensoren beeinflusst. Wenn dem natürlichen Rhythmus entgegen gesteuert und ständig gegessen wird, speichert der Körper immer mehr Fettreserven. Dies kann auch für die Leber Folgen haben, diese produziert ständig Glukose, was den Blutzucker hoch treibt.

Bisherige Annahmen widerlegt
Die bisherige Annahme, fünf kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt sei ideal für den Körper und eine gute Diät scheint damit wiederlegt, so Studienleiter Satchidananda Panda vom Salk-Institut. Die längere Ruhepause, in der keine Nahrung aufgenommen wird, gibt dem Stoffwechsel Zeit, die Nahrung richtig zu verarbeiten und so keine Fettreserven anzulegen. So besteht auch nur eine geringere Wahrscheinlichkeit Probleme an zu hohen Cholesterinwerten und Blutzucker zu leiden. Insgesamt sei dieser Prozess für den Körper gesünder. Die Arbeit der Leber wird reguliert und der Körper kann einen Reparaturprozess starten, der gegen Entzündungsherde wirkt.