Marmelade selber machen: Fünf Tipps

Im Sommer werden viele beliebte Früchte reif und gerne macht man daraus Marmelade. Das ist auch nicht schwer, wenn man einige Tipps und Tricks beachtet um Marmelade selber machen zu können. Wir verraten Ihnen, wie auch Ihnen die selbstgekochte Marmelade am besten gelingt und erklären, welche Fehler beim Marmelade selber machen am häufigsten gemacht werden.

Zum Marmelade einkochen wird gerne Gelierzucker genommen. Diesen gibt es in jedem gutsortierten Supermarkt. Doch es kommt auf das Verhältnis zwischen Früchten und Zucker an. Am häufigsten wird der 2:1 Gelierzucker verwendet. Hierbei kommen auf zwei Teile Früchte ein Teil Zucker. Doch es gibt auch Gelierzucker für 2:1 oder 3:1 Mengenverhältnis. Der Unterschied bei gering dosiertem Gelierzucker ist, dass der Zucker die Marmelade alleine nicht haltbar machen kann. Hier werden zusätzlich Konservierungsstoffe beigemischt. Entscheiden Sie selbst, in welchem Verhältnis Sie Ihre Früchte einkochen.

Reife Früchte eignen sich zum einkochen am besten

Wenn Sie Marmelade selber machen, werden Sie merken, dass sich einige Früchte besser zum einkochen eignen als andere. Dies hängt mit dem enthaltenen Pektin zusammen. Bananen oder Erdbeeren enthalten grundsätzlich weniger Pektin als zum Beispiel Aprikosen oder Pflaumen. Johannisbeeren, Stachelbeeren oder Quitten enthalten dagegen am meisten Pektin und gelieren damit sehr gut. Allgemein lässt sich aber auch sagen, dass reife Früchte mehr Pektin enthalten als noch festere Früchte.

Einkochen mit Haushaltszucker

Auch mit normalem Haushaltszucker lässt sich Marmelade einkochen, dies taten schon unsere Großmütter. Bei dieser Methode kommt es auf die Frucht an. Die Früchte mit hohem Pektingehalt lassen sich so auch gut gelieren, bei Sorten mit weniger sollte man Pektin und einen Schuss Zitronensaft hinzufügen. Die Säure unterstützt den Gelierprozess noch zusätzlich. Die Menge kommt aber immer auf die jeweilige Frucht an, bei Äpfeln werden Sie kaum Pektin hinzufügen müssen, wo hingegen Erdbeeren einen größeren Teil benötigen.

Marmelade kalt herstellen

Marmelade lässt sich auch ganz ohne kochen herstellen. Hierfür gibt es spezielle Produkte von unterschiedlichen Herstellern. Dabei werden die Früchte mit dem Zucker gemischt und püriert. Dafür eigenen sich Beeren, wie Himbeeren, Erdbeeren oder Brombeeren am besten. Achten Sie beim Marmelade selber machen darauf, dass Sie nur unbeschädigte Früchte ohne Druckstellen verwenden. Der Nachteil dieser Methode: die Marmelade ist nicht so lange haltbar wie eingekochte. Wer gerne kleinere Mengen herstellt und diese schnell verzehrt ist mit dieser Methode gut beraten. Im Kühlschrank hält sich das Fruchtgelee zwei Wochen.

Sauberkeit in der Küche ist sehr wichtig

Damit sich Marmelade auch lange hält, sollten Sie darauf achten dass alles womit die Früchte in Berührung kommen, sauber ist. Auch die Einmachgläser sollten mit heißem Wasser gut ausgespült sein. Achten Sie auch auf das richtige Mengenverhältnis von Zucker und Frucht, sonst geliert die Masse nicht richtig oder wird zu fest. Nehmen Sie auch einen großen Topf zum einkochen, denn die erhitzten Früchte werden schäumen. Füllen Sie die heiße Marmelade in die sauberen Gläser, drehen Sie den Verschluss fest drauf und lassen Sie die Gläser für zehn Minuten auf dem Kopf stehen.