Online shoppen: Bald Schluss mit kostenloser Rücksendung?

Bei den großen Online-Shops wie Zalando oder Amazon lässt es sich entspannt shoppen. Und da man nicht weiß, wie der neue Schuh oder die Hose passen wird, bieten viele großen Shops eine kostenlose Rücksendung an. So ist der Warenkorb auch schnell befüllt, doch die Retourenquote macht im E-Commerce zu schaffen. Nun wollen Online-Händler den kostenlosen Rückversand stoppen.

Missbrauch im Online-Handel: Immer mehr Kunden bestellen spontan neue Hosen, Jacken oder Accessoires. Nicht selten steht die pure Absicht dahinter, die Sachen nur für paar Stunden anzuziehen und kostenlos wieder zurückzusenden. Damit soll nun Schluss sein. Einer Untersuchung der Universität Regensburg zufolge planen drei Viertel der Online-Händler, die Kosten für Warenrücksendungen künftig auf ihre Kunden weiterzugeben. Unterstützt wird das durch eine EU-Verbraucherrechte-Richtlinie, nach der Online-Shops den Bestellerin die Rücksendung in Zukunft in Rechnung stellen können.

Retouren sind teuer
Die vielen Rücksendungen machen den Unternehmen zu schaffen. Jede Rücksendung verursacht Kosten zwischen 10 und 20 Euro – denn es sind nicht nur die Transportkosten, sondern auch Verpackungs-, Prüfungs- und Personalkosten, die mit jeder Retour entstehen.

Insbesodere die DEutscshen hätten eine Mentalität der Rücksendung entwickelt. Bis zu 30 Prozent der Artikel gehen zurück – bei Zalando soll die Retourenquote sogar bei 50 Prozent liegen. Auffällig sei in Deutschland insbesondere, dass von einem Kleidungsstück mehrere Größen bestellt werden – was dann nicht passt, wird zurückgesendet.

Doch die deutschen Kunden können aufatmen. Die zwei großen Onlineshops gaben Entwarnung: Bei Amazon seien Änderungen „derzeit nicht geplant“, berichtet Spiegel. Und auch Zalando ist von der kostenlosen Rücksendung überzeugt: „Wir sehen kostenfreie Retouren als wichtigen Teil unseres Serviceversprechens, und dieses möchten wir unseren Kunden auch in Zukunft geben.“