Kurt Cobain: Nach 20 Jahren immer noch ein Idol

Vor 20 Jahren nahm sich Kurt Cobain das Leben. Er war mit seiner Gruppe Nirvana auf dem Höhepunkt des Erfolgs, mit ihrem Musikstil „Grunge“ prägten sie eine ganze Generation. Cobain war der Kopf der Gruppe und das Idol einer ganzen Generation. Mit ihm starb auch die Band. Jetzt wird Nirvana in die Rock’n‘Roll Hall of Fame aufgenommen.

Am 5. April 1994 nahm sich Kurt Cobain das Leben, drei Tage später wurde seine Leiche in einem Gewächshaus auf seinem Grundstück gefunden. Sein Tod bewegte die ganze Welt, für die „Generation X“ war Kurt ein Vorbild. Mit einer Schrotflinte erschoss sich der Sänger, vorher jagte er sich noch Heroin durch die Venen. Es war das tragische Ende eines Künstlers, der auf dem Höhepunkt seiner Karriere stand.

Charles R. Cross, arbeitete 15 Jahre als Journalist für das Musikmagazin „The Rocket“ sagte gegenüber der dpa in New York: „Es war einer der dunkelsten, traurigsten Tage meines Lebens“. Cross veröffentlichte erst vor kurzem sein Buch „Here We Are“, das sich mit Kurt Cobain und seinem Einfluss auf die Musik und seine Generation beschäftigt. „Mit Kurt ist vielleicht der letzte große Rockstar von uns gegangen“, so der Schriftsteller. „Es gibt keinen nach ihm, der dieses Charisma, diese Stimme und dieses Talent zum Schreiben von Songs in sich vereint“.

Auch zwanzig Jahre nach seinem Tod ist Kurt Cobain eine Legende. Die Musik, die er mit Nirvana produzierte, entsprang einer ganz neuen Stilrichtung, dem „Grunge“ (was so viel wie Schmutz bedeutet). Aggressiver Punkrock Punkrock mit melodischen Elementen traf den Nerv der Zeit. „Die Musik hat Menschen berührt, weil sie sich mit sehr komplexen, universellen Emotionen wie Angst und Schmerz auseinandergesetzt hat“, erklärt Charles R. Cross und fügt hinzu: „Das gab es vorher nicht. Vor Nirvana drehte sich die Musik um leichtere Themen“. Dieses Jahr soll Nirvana in die Rock’n‘Roll Hall of Fame aufgenommen werden, 25 Jahre nach ihrer ersten Single „Love Buzz“.