Warum geht Robin Williams freiwillig in eine Therapieklinik?

Robin Williams hat sich freiwillig in eine Therapieklinik begeben um gegen seine Alkohol- und Drogensucht zu kämpfen. Nach offiziellen Angaben gab es wohl keinen akuten Rückfall, doch Williams habe eine stressreiche Zeit hinter sich und wolle einem Rückfall entgegenwirken.

Wie „TMZ“ berichtet, soll sich Robin Williams freiwillig in eine Therapieklinik begeben haben. Der Schauspieler kämpft seit den 70er Jahren gegen eine Alkohol- und Drogensucht. In dem Therapiezentrum Hazelden, in dem US-Bundesstaat Minnesota lässt sich Williams derzeit behandeln. Es sei zwar kein akuter Rückfall vorgekommen, doch Robin will nach einer anstrengenden und arbeitsreichen Zeit kein Risiko eingehen.

Ein Sprecher des Hollywoodstars äußere sich, dass Robin „sehr stolz“ auf seine Suchtbekämpfung sei. Nachdem der 62-Jährige einige Arbeitsprojekte abgeschlossen habe, gehe es jetzt in der Therapie um den „Feinschliff“. Das Onlineportal zeigt ein aktuelles Bild von Williams, auf diesem sieht der „Good Will Hunting“-Star allerdings sehr schmal und abgekämpft aus.

Aus seiner Sucht hat Robin nie einen Hehl gemacht, offen sprach er bereits in der Vergangenheit über den Alkohol- und Kokainmissbrauch. Gegenüber dem Magazin „Galore“ erklärte Williams einst, wie seine Sucht in den 70er Jahren auf dem Höhepunkt war. Bei den Dreharbeiten zum Film „Popeye“ auf Malta habe man „bis zum Gehtnichtmehr gekokst“, gestand der Schauspieler. „Peinlich“ empfand Williams seine eigenen Aktionen. Besonders leid tät ihm, dass er Robert De Niro als „fetten Fucker“ bezeichnete und auf einer Dinnerparty in die Ming-Vase des Gastgebers urinierte. „Davon erholt man sich nur schwer“, so Williams gegenüber dem „Guardian“.

Seit 1983 gilt Robin als clean, doch 2006 erlitt er einen Rückfall. Seine Familie drängte ihn erneut zu einer Therapie, seither besucht er auch die Treffen der Anonymen Alkoholiker. Doch trotz der Besserungsversuche ging die Ehe mit Marsha Garces nach 19 Jahren in die Brüche. 2008 musste sich Williams einer schweren Herz-OP unterziehen, seitdem denke er anders und sei sich seiner eigenen Sterblichkeit bewusst, so der Star. Warum er zu Alkohol und Drogen gegriffen hat erklärt er so: „Es ist buchstäblich Furcht. Und du denkst, oh, das wird die Angst erträglich machen. Aber das tut es nicht“. Wovor er genau Angst habe kann Williams aber selbst nicht genau definieren: „Vor allem. Es ist einfach ein generelles Arggghhh“.