Erster 9/11-Film kommt in die Kinos – Trailer schockt New York

Mehr als vier Jahre hat es gedauert, doch nun beendet Hollywood die Schonfrist rund um die Anschläge am elften September 2001 gleich mit zwei Filmen. Den Anfang macht Ende April der Film „United 93“ von Universal. Es geht darin um den Flug Nummer 93 der United Airlines, eine der vier gekidnappten Maschinen, die in ein Gebäude – in diesem Fall vermutlich das Weiße Haus – einschlagen sollten. „11. September 2001. Vier Flugzeuge wurden entführt. Drei von ihnen erreichten ihr Ziel. Dies ist die Geschichte des Vierten“, heißt es auf der offiziellen Homepage zum Film. Denn nach dem vergeblichen Versuch der Passagiere die Entführer zu überwältigen, stürzte die Maschine über einem Feld im US-Bundesstaat Pennsylvania ab.

Der britische Regisseur Paul Greengrass rekonstruiert in seinem Film die Ereignisse an Bord in Echtzeit. Die Angehörigen der Passagiere unterstützen den Film bis zuletzt – wohl vor allem deshalb, weil diese im Film stark heroisiert werden. Die Kinobesucher in New York hingegen sind erschüttert, weinend sollen einige von ihnen die Kinos verlassen haben, obwohl bisher nur der Trailer gezeigt wurde. Einige Kinos nahmen diesen sogar schon aus ihrem Programm. Doch auch außerhalb New Yorks ist der Film stark umstritten.

Bereits im August soll ein zweiter Film in die amerikanischen Kinos kommen: „World Trade Center“ vom Regisseur Oliver Stone widmet sich zwei New Yorkern Polizisten, die unter den Trümmern der Zwillingstürme verschüttet werden. Gespielt werden sie von Michael Pena und Nicolas Cage. Die Reaktionen der New Yorker auf diesen Film dürften dann vermutlich noch emotionaler ausfallen. Auch ein dritter Film wird bereits gedreht – Adam Sandler spielt in „Empty City“ einen Mann, dessen Familie bei den Anschlägen am elften September ums Leben kommt.