Hand anlegen: Masturbieren liegt voll im Trend

Selbstbefriedigung ist kein Tabuthema mehr. Und ordnet man Masturbation unter Sex, so ist das sogar die häufigste Art von Sex. 98 Prozent der Männer und 77,8 Prozent der Frauen befriedigen sich selbst. Im Zeitalter von kurzlebigen Beziehungen kommt Masturbation immer mehr in Mode. Es trainiert die sexuellen Organe und steigert die sexuelle Empfindsamkeit.

Während Männer sich bei der Selbstbefriedigung ihre Traumfrau vorstellen, konzentrieren sich Frauen bei der Masturbation auf ihre Gefühle, so eine aktuelle Studie der Berliner Charité. 65 Prozent der Frauen schaffen es sogar in 5 Minuten zum Orgasmus. Der Höhepunkt löst Glücksgefühle aus, regt den Kreislauf an und baut Stress ab. Verantwortlich dafür sollen die Botenstoffe Dopamin und Serotonin sein.

Alle Altersgruppen masturbieren
Die Masturbation, aus lateinischen manus (Hand) und stuprare (beschmutzen, besudeln) war noch vor rund 60 Jahren ein Tabuthema, im 18. Jahrhundert sogar eine Todsünde. Mittlerweile wird Masturbation von allen Altersgenerationen praktiziert. Mädchen und Jungen machen ihre ersten sexuellen Erfahrungen in Form von Masturbation sogar mehrmals am Tag. Der Studie zufolge streicheln sich Dreiviertel der Frauen über 60 selbst, weil bei Männern im Alter die Libido abnimmt; teilweise bis hin zur Impotenz.

Öffentliche Masturbation
Masturbation liegt nicht nur im Trend, es wird sogar öffentlich praktiziert und Medienwirksam in Szene gesetzt. Onanieren für einen guten Zweck: Am 6. August haben mehr als 250 Menschen in London am Masturbaton teilgenommen. Der Wettbewerb sollte Sponsorengelder einbringen, die an Einrichtungen gegen Aids und für sexuelle Aufklärung gespendet werden. Der Weltrekord im Dauermasturbieren liegt bei 8 Stunden und 30 Minuten.

Trotz des auslösenden Glücksgefühls sollten insbesondere Männer vorsichtig sein: Jährlich sterben bei der Selbstbefriedigung rund 100 Männer durch die falsche Anwendung von Hilfsmitteln.