Die zehn dreckigsten Orte der Welt

Umweltverschmutzung ist im Zeitalter der Globalisierung ein internationales Thema. In stark verschmutzten Orten ist die Lebenserwartung der Einwohner nur halb so groß wie die westlicher Menschen. Das Blacksmith-Institutes in New York untersuchte weltweit 300 Orte auf Umweltverschmutzung. Die russische Industriestadt Dserschinsk ist demnach der schmutzigste Ort der Welt. Tschernobyl rangiert auf Platz vier.

Der Studie zufolge liegt die Lebenserwartung in der russischen Industriestadt Dserschinsk bei rund 45 Jahren. Die Männer erreichen im Durchschnitt ein Alter von 42 Jahren und Frauen von 47 Jahren. Dserschinsk war im Kalten Krieges ein Zentrum für die Herstellung sowjetischer Chemiewaffen. Chemikalien wie Sarin und Senfgas wurden in großen Mengen in einer Wasser führenden Bodenschicht abgelagert.

Umweltverschmutzung: Krankheiten und Todesfälle
Wie das Institut am Mittwoch mitteilte, mache die weltweite Umweltverschmutzung bis zu einer Milliarde Menschen krank. In den untersuchten Orten seien die Bewohner einem hohen Risiko ausgesetzt, an Krebs oder schweren Lungeninfektionen zu erkranken. Insbesondere in den Entwicklungsländern sei die Umweltverschmutzung in 20 Prozent aller Todesfälle verantwortlich, erklärte Richard Fuller, Direktor des Instituts. Die Langzeitfolgen zeigen sich in der nachkommenden Generation: Es besteht ein hohes Risiko, dass die Einwohner der dreckigsten Städte der Welt behinderte Kinder zeugen.

Im Ranking dominieren Orte, die durch Industrialisierung und Bergbau verseucht sind. „In die Schmelzen wanderte alles ohne jegliche Kontrolle: Nickel, Kupfer, Blei, Kadmium. Keinerlei Kontrolle. Ein wirklich schlimmer Ort“, äußerte Fuller.

Die 10 dreckigsten Orte der Welt
Dserschinsk, Norilsk, Rundnaja Pristan (Russland)
Tschernobyl (Ukraine)
Mailuu-Suu (Kirgisistan)
Linfen (China)
Ranipet (Indien)
Haina (Dominikanische Republik)
La Oroya (Peru)
Kabwe (Sambia)