Valentinstag in Deutschland – Purer Kommerz?

Da ist so eine hübsche, ja, wirklich süße Hispanoamerikanerin. Einen Freund hat sie nicht, nein. Aber sie hat dieses Temerpament, diesen hohen Anspruch und starke Individualität – Was soll ich bloß machen … Dieses Problem hat so mancher Mann. Vielleicht nicht mit einer Hispanoamerikanerin, aber mit einer anderen Frau, sei es auch die Nachbarin. Da ist der Valtinstag genau richtig, um seiner Nachbarin, oder sei es auch die Hispanoamerikanerin mit dem Temperament zu zeigen, dass man sie will. Doch ist diese Definition richtig? Ist Valentinstag das, was es sein sollte?

Laut Volkskundlerin Christiane Cantauw ist der Valentinstag in Deutschland kein traditionelles Brauchtum, sondern eine kommerzielle Aktion. Wie die Brauchtumsexpertin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe mitteilte, sei der Valentinstag in den 50ern erst durch Werbung von Floristen bekannt geworden.

Auf der britischen Insel beispielweise soll es bereits seit 1476 Brauch sein, dass sich am 14. Februar Valentinspaare bildeten, die sich kleine Präsente oder Neckereien in Gedichtform zuschickten. „Die erste Begegnung am Morgen oder das Los entschieden darüber, wer wessen Valentin oder Valentine wurde„, berichtet Cantauw.

Ursprünglich fiel nach ihren Angaben den 14. Februar das kirchliche Fest Maria Lichtmeß, an dem die himmlische Hochzeit Jesu gefeiert werde. Dieses dann jedoch auf den 2. Februar verlegt worden. Der 14. Februar ist laut Cantauw aber immer noch mit der Bedeutung „Ankunft des Bräutigams“ verbunden. Der Märtyrer Valentin, dessen Namenstag auf dieses Datum fällt, sei dadurch zum Schutzpatron für Verlobte und eine gute Heirat geworden, erläuterte sie den Sinn des Valentinstages.

Dennoch, was Experten sagen, soll nicht verwirren: Ein großer und schöner Blumenstrauß, verbunden mit einer Eigenproduktion von Liebesgedicht und echter Liebe & Leidenschaft kann so mancher Frau, sogar der temperamentvollen Hispanoamerikanerin, das Herz höher schlagen lassen.