Britische Musiker wollen mehr Macht

Britische Stars wollen mehr Kontrolle über ihre Musik haben und die Machtverteilung zwischen der Musikbranche und Musikern gerechter werden lassen. Aus diesem Grund haben Stars wie Robbie Williams, Radiohead und Kaiser Chiefs haben ihren eigenen Interessenverband gegründet. Mehr als 60 Künstler und Bands aus Großbritannien haben sich der Featured Artists‘ Coalition angeschlossen, um im digitalen Zeitalter nicht nur an neue Vertriebswege anzuknüpfen, sondern auch gleichzeitig mehr Kontrolle, Geld und Macht zu erlangen.

Vor allem soll auch die Möglichkeit eröffnet werden, bei Musikkonzernen mehr Druck für bessere Konditionen ausüben zu können. „Es ist an der Zeit, dass die Künstler eine gemeinsame, starke Stimme haben und ihre Interessen verteidigen“, sagte Brian Message, Co-Manager von Radiohead und Kate Nash.

Featured Artists‘ Coalition will sich auch dafür einsetzen, dass die Künstler mehr Informationen von der Musikbranche erhalten. So soll es transparenter werden, wo ihre Musik benutzt wird. Auch sollen die Musiker ihr Urheberrecht zurückbekommen und die Möglichkeit erhalten, Rechte an das Label „vermieten“ zu können. „Digitale Technologie gibt den Künstlern die Möglichkeit, Kontrolle über ihre Zukunft zu gewinnen – es ist an der Zeit, diese Chance zu ergreifen“, sagte Verve-Manager Jazz Summers.