Älteste Mensch der Welt gestorben

Der älteste Mensch der Welt ist gestern Morgen in Los Angeles im Alter von 115 Jahren gestorben. Gertrude Baines feierte im Januar ihren 115. Geburtstag, zu dem ihr sogar US-Präsident Barack Obama gratulierte. Nun nimmt eine Japanerin die Position der Höchstbetagten an: Mit 114 Jahren ist die Japanerin Kama Chinen der älteste Mensch der Welt.

Gertrude Baines hatte ein Geheimnis: Der tiefe Glaube und ein untadeliger Lebenswandel. Kein Alkohol, kein Nikotin, keine Flausen, lautete ihre Devise. Gertrude Baines ist 1894 in Shellman im Bundesstaat Georgia geboren.

Japan führend
Japaner können sich freuen: Die rund 127 Millionen Japaner haben die weltweit höchste Lebenserwartung. Viel mehr erreichte die Zahl der über 100 Jahre alten Japaner einen Rekordstand: 40.399 Menschen in Japan sind über 100 Jahre alt. Dabei sind Japanerinnen führend: 34.952 der über 100-Jährigen sind Frauen. Der älteste noch lebende Mann ist ein 112-Jähriger und lebt in Kyoto. Und das Altern wird in Japan gewürdigt: Den Greisen zu Ehren gibt es einen Nationalfeiertag; den 21. September.

Allerdings zeigt die wachsende Zahl älterer Menschen auch die enormen Probleme: Sinkende Geburtenrate und die Überalterung der Gesellschaft führen langfristig zu einem Ungleichgewicht. „Die Daten zeigen eindeutig, das die japanische Bevölkerung schnell und stetig altert“, sagte Hiroyuki Ishii vom Gesundheitsministerium. Die enormen Fortschritte der Medizin und der hohe Lebensstandard seien für die Gesundheit der Japaner verantwortlich. Bis 2050 soll fast eine Million Japaner über 100 Jahre alt sein. Deutschland soll den heutigen Stand in Japan erst 2025 erreichen, wollen Demographen ermittelt haben.