Verzweifelt: Spanier verkaufen ihre Haare

In Spanien hat die Wirtschaftskrise besonders brutal zugeschlagen: Damit die Spanier ihre schrumpfenden Ersparnisse stoppen, verkaufen viele ihre Haare. Damit machen sie Konkurrenz zu dem Echthaar aus Billigländern wie Indien oder China. Für wen Haare färben noch nie in Frage kam und längeres Haar als 40 Zentimeter hat, ist ein potentieller Kunde.

„Heute morgen hat mir eine junge Frau ihren Pferdeschwanz verkauft“, sagt Justino Delgado, ein Geschäftsmann aus Madrid der mit Echthaar für Perücken, Verlängerungen und Toupets handelt. „Sie bekommen 50 bis 150 Euro für ihre Haare, das hängt von der Länge und vom Gewicht ab.“ Dem Haar-Händler aus Spanien freut das, denn europäische Haare sind feiner und begehrter als asiatisches Haar. „Sie verkaufen sich besser als zum Beispiel das dickere asiatische Haar“, sagt der Spanier.