Fridays For Future: Der Anfang und seine Ikone

Fridays For Future: Der Anfang und seine Ikone

Es vergeht kein Tag, an dem wir nicht von den Medien im TV, im Internet, im Rundfunk oder in den Zeitungen von diesem globalen Ereignis erfahren. Ein Mensch sticht hier besonders hervor. Es ist eine Person, über die vor allem in den vergangenen Monaten, hauptsächlich im Fernsehen, viel berichtet wurde. Natürlich sprechen wir von Greta Thunberg, der kämpferischen jungen Aktivistin und Initiatorin unterschiedlicher Projekte, Proteste wie „Fridays for Future“ und Organisatorin öffentlicher Auftritte und Ansprachen. Greta hat es mit „ihrer“ Bewegung mittlerweile weit gebracht. Tausende von Menschen möchten sie bei ihrem Vorhaben unterstützen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Denn Sport im TV ist nicht alles und das Fernsehen ist glücklicherweise auch immer live dabei, wenn es um das Thema Klimawandel geht. Doch wie fing alles an? Nehmen wir uns Zeit für einen kurzen Rückblick.

Vor über einem Jahr sah alles noch ganz anders aus. Da saß die damals 15.-jährige an einem Montag, nach Ende der Schulferien, neben dem Parlament in Stockholm auf der Straße. Anstatt den Schulanfang nicht zu verpassen, entschied sie sich an diesem Tag mit einem Schild mit der Aufschrift „Skolstrejk för klimatet“, „Schulstreik fürs Klima“, das erste Mal auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Laut Instagram war es ihr Vorhaben, 3 Wochen lang nicht in die Schule zu gehen, bis in Schweden das neue Parlament gewählt wird. Sie hatte es sich zum Ziel gesetzt, mehr Aufmerksamkeit auf das Thema, welches ihr so wichtig war, zu leiten.

Man kann zurecht behaupten, dass sich an diesem Tag einiges geändert hat. Nicht nur im Parlament, sondern ebenso in der Berichterstattung zu diesem Thema. Anfangs ging es noch etwas zäh dahin, doch als immer mehr Menschen sich mit Greta und der Bewegung auseinandergesetzt haben, kamen die Medien nicht drum herum, diesem ernst zu nehmenden Thema ihre volle Aufmerksamkeit zu schenken.

Die Berichterstattung in den Medien

Denn die Nachricht verbreitete sich rasant. Bereits am ersten Tag berichteten die schwedischen Medien über Gretas Schulstreik. In Deutschland kam die Nachricht über die streikende Schülerin erst am 27. August an, als die „taz“ ihr einen Artikel widmete. Ein paar Tage später war es der britische Guardian, der am 1. September das Thema aufgegriffen hat. Danach ging eigentlich alles ganz schnell und die Berichterstattung im TV und anderen Medien hatte rasant zugenommen. „Fridays for Future“ ist plötzlich zu einem fast tagtäglichen Thema geworden und die junge Greta ist am 20. August nach ein paar Monaten zu einem Weltstar aufgestiegen. Jugendbewegungen haben sich gebildet, Klimakonferenzen wurden ins Leben gerufen, Politiker, Geschäftsleute, Filmstars und TV-Moderatoren diskutieren und berichten über den Klimawandel nun so intensiv wie nie zuvor.

In Deutschland, sowie auch in anderen Ländern, ist der Klimawandel durch seine Präsenz in den Medien schnell zum Thema Nr. 1 aufgestiegen. Auf einmal diskutieren Politiker fast aller Parteien wie man den CO2-Ausstoß verhindern kann, wie man die Verschmutzung der Weltmeere aufhalten muss und was jedes einzelne Land tun kann, um dem Problem Einhalt zu gebieten. Der Klimawandel ist durch die weltweite Berichterstattung längst salonfähig geworden. Vorbei sind die Zeiten wo man darüber nur in Bars, sozialen Netzwerken, unter Freunden und Familien hitzig diskutiert hat. Seit vorigem Jahr beschäftigen sich ebenso Präsidenten und hochrangige Organisationen mit diesem Thema. Es wird in TV-Shows genauso heiß debattiert wie auf Klimakonferenzen, in Parlamenten und in den eigenen vier Wänden.

Wie die Medien mit dem Klimawandel umgehen

Meinungen über den Klimawandel gibt es viele. Die einen behaupten, dass der Klimawandel von Menschenhand gemacht ist, dass wir in Plastikmüll und konventionellen Rohstoffen ersticken. Oder dass das Insektensterben, die Arktisschmelze und die zunehmenden Unwetter und Überschwemmungen in direktem Zusammenhang mit dem Klimawandel stehen. Oftmals wird auch gerne der übermäßige Fleischkonsum genannt oder der Methanausstoß der Kühe als der Hauptverursacher des Klimawandels gesehen. Die unterschiedlichen Meinungen und Kommentare in sozialen Medien und in Talkshows könnten nicht unterschiedlicher sein. Manche Kommentatoren sehen in Greta ein Mädchen, dem geistige Fähigkeiten fehlen, andere wiederum stellen sie als Heldin dar. Fakt ist, dass die Medien, vor allem im TV, einen hohen Einfluss auf die Wahrnehmung des Klimawandels haben.

Auch wenn man sich eigentlich nicht mit diesem Thema beschäftigen will und anstatt Eisschmelze und Hurrikans lieber seine Lieblingsserien und Fußball im TV schauen möchte, bleibt einem dieses Thema nicht erspart. Denn es lauert überall. Das Problem, das sich den Medien zu diesem Thema offenbart, ist die objektive Berichterstattung. Denn mit den medialen Überflutungen und Weltuntergangsszenarien wird uns nicht viel geholfen. Panikmache oder der bevorstehende „Kollaps“ wird uns nicht viel weiterhelfen. Es ist deshalb wichtig, sich selbst ein klares Bild von der Situation zu machen und den Bewertungen und Meinungen der Experten und Wissenschaftlern Vertrauen zu schenken.