Devisen statt Daddeln: Geld verdienen auf dem Smartphone

Devisen statt Daddeln: Geld verdienen auf dem Smartphone

Wer kennt das nicht – Gerade mal nichts zu tun in der Pause oder in der Bahn und schon wird das Smartphone gezückt und man verdaddelt die Zeit. Dabei ist es auch möglich, die eigene „Down time“ sehr lukrativ zu gestalten und zum Beispiel ein paar Rädchen am Finanzmarkt zu drehen. Börsenlegenden wie George Soros oder Jordan Belford (Der Wolf of Wall Street) inspirieren heute viele Amateur-Trader dazu, selbst ihr Glück zu versuchen.

Besonders beliebt ist der Devisenmarkt, auch Forex-Markt (kurz für Foreign Exchange) genannt. Den kennt jeder, der schon einmal im Ausland außerhalb der EU war, denn hier werden verschiedene Währungen gegeneinander getauscht. Wie viele Euros wir für den britischen Pfund bekommen, hängt vom Wechselkurs ab (aktuell ca. 1,20), der sich stets an Angebot und Nachfrage anpasst. Der Dschungel aus Spreads, Margen, Shorts und Longs kann unübersichtlich sein, aber wir verraten dir, wie auch du hier einen Einstieg findest!

Alt und Neu

Ursprünglich wurden Währungen sehr konventionell gehandelt – Man „kauft“ eine Menge Fremdgeld, welches aktuell nicht hoch im Kurs steht, und tauscht dieses wieder um, wenn sich der Kurs verbessert. Dies klingt einfach, ist aber für Privatpersonen in der Praxis eher umständlich, denn man hat nicht unbedingt Zugriff auf alle Währungen und eventuelle Gebühren für das Umtauschen verringern den Gewinn. Deshalb setzen viele Anleger heute auf den elektronischen Handel mit Differenzkontrakten, auch „CFDs“ (Contract For Difference) genannt.

CFD?

Beim CFD-Handel werden keine tatsächlichen Basiswerte gekauft, sondern man setzt entweder auf steigende oder fallende Wechselkurse von bestimmten Währungspaaren. Dabei braucht es außerdem keine großen Mengen an Eigenkapital wie beim konventionellen Handel – Gang und Gebe bei CFDs ist der Handel auf Hebel, bei dem man nur eine Sicherheitsanlage (=Marge) selbst einzahlt, die nur ein Bruchteil von dem ist, was man am Finanzmarkt tatsächlich bewegt. Der Rest des Geldes kommt von den Brokern, über die man handelt.

Wie einfach ist Forex?

Der Einstieg in den Forex-Handel könnte kaum einfacher sein. Im Prinzip braucht man hierfür nur Internet, einen Broker und etwas Kapital. Broker gibt es viele und die genauen Konditionen für den Handelsablauf können hier unterschiedlich lauten. Die meisten Broker unterliegen wie Banken außerdem der Regulierung durch externe Prüfbehörden und -agenturen. In Deutschland ist dies für gewöhnlich die BaFin, aber viele Broker haben ihren Sitz außerhalb und unterstellen sich dann eher der britischen FCA. Eine Zertifizierung durch die FCA steht grundsätzlich für Seriosität und Transparenz.

Ein Konto ist bei praktisch allen Brokern kostenlos und darüber hinaus ist es für gewöhnlich auch möglich, zunächst ein Demo-Konto zu führen, mit dem das Traden geübt werden kann. Broker wie Oanda bieten außerdem passende Apps für Apple und Android an, mit denen ganz einfach auch über das Smartphone gehandelt werden kann.

Achtung vor Kostenfallen!

Auch wenn das Führen eines Kontos bei vielen Brokern kostenlos ist, fallen teilweise dennoch Transaktionsgebühren an, die einen Gewinn reduzieren können. Die größte Gefahr ist jedoch, dass man bei Einsatz eines Hebels, also von geliehenem Geld, nicht nur den kompletten Gewinn einstreicht, sondern im Falle eines Verlustes auch für die gesamte Summe haftet – Schließlich verzockt man fremdes Geld. Um dies zu vermeiden, solltest du zum einen nur gut überlegte Handel tätigen, d.h. du solltest dich vorher über die Kursentwicklung der wichtigsten Wechselpaare, wie auch über die derzeitigen Nachrichten aus der Politik informieren. Zum anderen solltest du die Möglichkeiten deines Brokers nutzen, um mögliche Verluste einzudämmen, man kann z.B. eine Stop-Loss-Order setzen, bei der bei einem bestimmten Kursabfall automatisch verkauft wird.

Der Forex-Markt ist der liquideste Markt von allen (schließlich wird mit Geld gehandelt) und erreicht heute ein Handelsvolumen von über 5 Billionen US-Dollar pro Tag! Mit ein wenig Know-How und etwas Finesse kannst auch du in diesen Finanzmarkt einsteigen!