Clever leben: Smart Home übernimmt die Kontrolle

Clever leben: Smart Home übernimmt die Kontrolle

In Zeiten der Digitalisierung sind die Möglichkeiten der Vernetzung und Entwicklungen nicht aufzuhalten. Mit Apps, Routinen und Spracherkennungen wird uns das Leben in vielen Bereichen vereinfacht und hält ungehindert Einzug in Häuser und Wohnungen. Durch clevere Smart Homes rückt die Zukunft sogar noch ein Stückchen näher heran. Aber wie integriert man die neue Technik am besten, um den vollen Nutzen aus den Gerätschaften zu ziehen?

Bevor sich Interessenten mit dem Gedanken beschäftigen, sich mit Schnittstellen und hoch entwickelten Geräte auszustatten, sollte verstanden werden, was unter dem Begriff des Smart Homes zu verstehen ist. Die Definition beschreibt den Begriff als Schaltung und Vernetzung von verschiedenen Apps und Elektrogeräten, um automatisierte Verfahren zentral und ortsunabhängig zu steuern. Im weiteren Sinne ist es nicht einmal notwendig, dass ein Mensch die Steuerung beeinflusst. Viele Routinen und Algorithmen übernehmen diesen Part bereits selbstständig.

Videoüberwachung via Smart Home

Für die grundlegende Funktionalität eines Smart Homes benötigt es Elektrogeräte, die mit der Fähigkeit und den benötigten Sensoren ausgestattet sind. Diese Sensoren senden alle relevanten Informationen an eine Basisstation, die sich im Haus befindet und alle Infos sammelt. Darüber wird auch die Steuerung gehandhabt. Lautstärke der Musikanlage, Helligkeit der Lampen, Temperatureinstellung der Heizung oder Überwachungskameras finden somit in einer Einheit zusammen. Wer bestimmte Abläufe als Standard hinterlegen will, kann dies an der Basisstation einpflegen und erspart sich wiederkehrende Handlungen. Auf gewisse Art und Weise wird dem Smart Home ein Stück Kontrolle übergeben.

Hintergrund für den Einsatz von Smart Homes

Während technikbegeisterte Menschen vor Jubel schreien ob der vielfältigen Möglichkeiten, fragen sich andere Personen: „Warum sollte ich der Technik Dinge überlassen, die ich selber machen kann?“ Die Antwort ist einfach: Aus dem gleichen Grund, warum Netflix, Spiele Apps oder Amazon Echo so erfolgreich sind. Es geht in der digitalen Generation darum, mehr Lebensqualität für sich zu gewinnen. Dabei ist die Einbindung von neuen Möglichkeiten ein wichtiger Bestandteil.

Aufgrund der Vielfalt und Optionen, die in der heutigen Generation vorhanden sind, wollen User von jedem Ort der Welt Termine organisieren, mit Freunden in Kontakt sein oder unterhalten werden. Casino Spiele in der Bahn auf dem eigenen Mobiltelefon spielen und mit Online Slots neue Welten entdecken? Kein Problem! Sich die neueste Folge seiner Lieblingsserie direkt auf das iPad ziehen nur wenige Minuten nach Veröffentlichung? Keine Besonderheit mehr. Je weniger Zeit für etwas aufgewendet wird, umso besser. Hauptsache ist: Es ist sofort nutzbar, abrufbar und an jedem Ort erreichbar.

Intelligente Heizungssteuerung

Freude ist mit Vorsicht zu genießen

Was perfekt klingt, wird von vielen Kritikern jedoch als großes Datenleck gesehen, was Usern den Unternehmen freiwillig zur Verfügung stellen. Die aktuelle Debatte über Datenschutz und die unrechtmäßige Nutzung von persönlichen Daten kocht und bringt neue Erkenntnisse über die Vorgehensweisen der Firmen ans Tageslicht. Nachrichten über das angebliche Abhören und Transkribieren von Gesprächen via Amazons Alexa oder Echo sowie das Mitlesen von Mails und Kurznachrichten tauchen immer wieder auf.

Die Anschuldigungen verschwinden allerdings so schnell wieder wie sie aufgekommen sind. Einige Tage herrscht Aufregung und Unwissen, ob man selbst Ziel der Abhörmaßnahmen geworden ist und im nächsten Moment wird Alexa aufgefordert den aktuellen Lieblingssong zu spielen. Es ist eine schmale Grenze, die man in solchen Diskussionen fährt. Zwar sollten die Vorwürfe nicht verharmlost werden und Tatsache ist, dass der Datenschutz ein wichtiges Thema ist, doch kommt die Weiterentwicklung der Technik nicht weiter, wenn auf Daten verzichtet wird. Sie sind essenziell, wenn die Anpassungen an die Kundenbedürfnisse wachsen sollen. 

Künstliche Intelligenz als Mitbewohner

Um den Wunsch nach Lebensqualität und Anlernen der Technik voranschreiten kann, müssen Impulse und Eindrücke verarbeitet werden. Welche Temperatur ist gewünscht? Soll die Waschmaschine regelmäßig ab einem bestimmten Zeitpunkt laufen? Oder soll das Zimmer auf eine Wunschtemperatur vorgeheizt werden, bevor man nach Hause kommt? Smarte Geräte lassen diese Ideen Realität werden.

Voice Assistant Alexa

Schnittstellen zu Gadgets wie Saugrobotern, Fitness-Uhren oder iPhones erweitern diese Möglichkeiten sogar. Wer beim nach dem Sport feststellt, dass er zum Abendessen wichtige Proteine benötigt und nicht weiß, was in seinem Kühlschrank vorhanden ist, befragt einfach seine SmartWatch oder sein Mobiltelefon. Sind diese mit einem Smart Fridge gekoppelt, kann das Haushaltsgerät signalisieren, was noch vorrätig ist und was fehlt. Die Frage, ob man einkaufen gehen muss oder direkt nach Hause zum Essen gehen kann, klärt sich somit in Sekunden und bringt keine Enttäuschung mit sich.

Selbst das Füttern von Haustieren kann digital gesteuert werden. Vollvernetzte Futterstationen werden mit Kameras ausgestattet und liefern auf Knopfdruck kleine Snacks an die geliebten Vierbeiner während man noch im Büro sitzt. Die Überwachung von Hunden und Katzen erspart zusätzlich den teuren Dogsitter. Ein Blick in die entsprechende App zeigt, ob der Vierbeiner entspannt seine Runden im Haus dreht.

Nützlichkeit sollte im Fokus stehen

Trotz vieler Spielereien und spaßigen Trends sollte das primäre Ziel der Smart Homes sein, die verwendeten Komponenten sinnvoll einzusetzen. Die klassische Alarmanlage, die zur beinahe zur Grundausstattung eines Smart Homes gehört und auf gewisse Weise den Ursprung bildet, ist solch ein Einsatzfeld. Gleichermaßen spricht auch nichts gegen Wärme- und Lichtschaltung über die Smart Home-Zentrale.

Einige wichtige Faktoren sollten jedoch beachtet werden, wenn die Umstellung auf Sensoren erfolgt: Die genutzte Technik müssen mit den gleichen Funkstandards ausgerüstet sein, um eine reibungslose Funktionalität zu gewährleisten. Arbeiten die Geräte mit anderen Frequenzen oder unterschiedlichen Sensoren, die keine geregelte Schnittstelle zulassen, wird es schwierig mit dem digitalen Leben in den eigenen vier Wänden. WLAN und Bluetooth kommen als Ersatz nicht infrage: Während das WLAN ständig mit Datenabrufen belastet wird, ist Bluetooth in seiner Reichweite stark begrenzt.

Profis befragen und Infos einholen

Es juckt technikbegeisterten Freunden sicherlich in den Fingern, die eigene Wohnung zu vernetzen und sich mit den digitalen Möglichkeiten eines Smart Homes zu befassen. Dennoch sollte vor dem überstürzten Einbau ein Profi einen Blick auf die Wünsche und die Umsetzung werfen. Denn am Ende ist der Wechsel auf ein Smart Home nicht zu vergleichen mit der Anschaffung des neuesten Smartphones. Die stetige Veränderung lässt den Markt zudem wachsen, wodurch neue Entwicklungen in Sekundenschnelle abgelöst werden können. Eine Besichtigung durch einen Profi ist somit zu empfehlen, bevor die clevere Technik Einzug hält.