Deutschland räumt beim Breakdancen ab

Breakdance, das ist schon lange nichtmehr nur eine coole Mode-Erscheinung, die mit dem gewaltigen Erfolg der Hiphop-Bewegung, die in den 90ern begann einhergeht. Die ausgefallenen und artistischen Bewegungsabläufe zu den Beats erfordern grosse Selbstbeherrschung, viel Training und Athletik. Breakdance ist deshalb nicht nur ein Tanz-Style, sondern eine Sportart geworden, und seit nunmehr 10 Jahren werden die besten Tänzer bei Weltmeisterschaften ermittelt. In diesem Jahr fand diese im norddeutschen Bremen statt, und in der mit wohl grösster Spannung erwarteten Disziplin, dem Titel des besten Solo-Breakdancers, kam es zu einem Doppel-Heimsieg.

Der 25-jährige Berliner Yavuz Topuz gewann die Weltmeisterschaft vor seinem Landsmann, dem amtierenden deutschen Meister Hakan Özer. Überhaupt war das deutsche Team der Abräumer unter den 27 teilnehmenden Nationen. Aus insgesamt 20 verschiedenen Disziplinen wie Formations- als auch Duo- und Solo-Tänzen ging das deutsche Team 6 Mal als Gewinner hervor und gewann Gold. Desweitere kam es zum Gewinn von 5 Silbermedaillen und einer Bronzemedaille.

Unter den 1800 Teilnehmern waren Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Der Ausrichter der Weltmeisterschaft, die International Dance Organisation sowie der allgemeine deutsche Tanzverband sprachen von einem vollen Erfolg. Menschen aller Nationen und Altersgruppen kamen friedlich und ohne Berührungsängste bei diesen Hiphop-Weltmeisterschaften zusammen.