C&A gibt der deutschen Mark noch eine Chance

D-Mark Aktion bei C&A: Vom 30. November bis einschliesslich 7. Dezember 2002 wird C&A wieder die vom Euro abgelöste deutsche Währung akzeptieren.

Hintergrund ist der Erfolg einer ähnlichen Aktion in der Stadt Siegburg. Unter dem Motto „Schlafmünzen aufgepasst“ konnten beim verkaufsoffenen Sonntag am 15.November 2002 die Kunden ihre letzten Märker an den Verkaufstheken loswerden. Die teilnehmenden Geschäfte sprachen laut einer Meldung auf der Siegburger Stadtwebsite von bis zu 10% mehr Umsatz.

Ausserdem wurde kurzfristig eine Umfrage bei Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen von C&A durchgeführt. Diese ergab, dass viele noch über Restbargeld verfügen, weil es sich entweder für ein paar Mark Fuffzich nicht gelohnt habe, oder keine Zeit zum Umtausch mehr vorhanden war. So mancher Notgroschen wird sich wohl auch noch im Sparstrumpf wiedergefunden haben.

Rechtliche Konsequenzen, wie sie sich C&A in der ersten Woche der Euro-Umstellung mit Rabatten auf EC-Kartenzahlung eingefahren hat, will das Unternehmen diesmal vermeiden. So versicherte man sich, dass diese Aktion juristisch einwandfrei ist. „Es gibt darüber mehrere Gerichtsentscheide“, sagte ein Sprecher gegenüber der Netzeitung. Auch logistische Probleme will man umgehen, indem die alte Währung einfach als Fremdwährung wie US-Dollar oder Yen in den Kassen gespeichert wurde. Der offizielle Umrechnungskurs liegt bei 1,95583 D-Mark je Euro.

Auch die Kunden, die nur noch wenig Geld in D-Mark zur Verfügung haben, sollen nicht zu kurz kommen. „Bei der C&A Aktion ‚Auf Mark und Pfennig'“, erklärt Unternehmenssprecher Rolfes auf der offiziellen C&A-Website, „ist die kombinierte Bezahlung eines Artikels sowohl mit D-Mark, als auch mit Euro möglich. Und selbstverständlich entstehen für den Kunden keine Kosten.“