Salma Hayek: Genervt von Jennifer Lopez „Latino Getue“

In den letzten Jahren gab es einen von den Medien als „Latino-Welle“ bezeichneten Trend. Musik, Filme oder Kunst – plötzlich wurde Lateinamerika interessant. Zu einem kleinen Teil ist dies wohl auch Jennifer Lopez zu verdanken, die in ihrer Musik lateinamerikanische Einflüsse einfließen lässt und auch sonst ihre Herkunft gerne betont. Bei der ganzen Aufmerksamkeit um Jennifer Lopez darf man aber eine kleine Mexikanerin nicht vernachlässigen. Salma Hayek tauchte in den Wirbel um J.Lo ganz unter. Kein Wunder, dass Medien die beiden schnell als Konkurrentinnen bezeichneten. Und was tut Frau Hayek gegen diese Behauptung?

„Persönlich habe ich nichts gegen sie. Aber ihr Latino-Getue geht mir schon auf die Nerven“, sagte Salma in einem Interview. „J.Lo ist Amerikanerin. Wenn sie Spanisch spricht, klingt das so, wie wenn ich Amerikanisch spreche. Also, was soll das? Das ist doch reine Koketterie.“ Im Wettrennen um ihre Rolle in dem Film Frida, der von der Malerin Frida Kahlo handelt, hatte sich Hayek auch gegen Jennifer Lopez durchgesetzt. Aber auch Madonna hatte sie hinter sich gelassen. „Ich habe den Wettlauf gewonnen“, sagt Hayek glücklich. Der anspruchsvolle Film kann schon jetzt als einer ihrer Karrierehöhepunkte bezeichnet werden. Hayek spielte dabei nicht nur Frida Kahlo, sondern führte auch Regie.

„Ich bin klein. Also muss ich aufpassen, dass ich nicht übersehen werde“, sagt Salma über sich selbst. Sie sei zudem zäh und kämpfe wie eine Löwin, Eigenschaften, die auch Frida Kahlo habe. Ihr Regiedebüt „Maldonado Miracle“, die Geschichte eines in religiöser Madonnenverehrung gefangenes Dorf, wurde auf dem Sundance Festival im Januar mit stehenden Ovationen sehr positiv aufgenommen. Während „Maldonado Miracle“ nur wegen der guten Kritiken gute Chancen auf einen amerikanischen Kinostart eingeräumt werden, wird Frida ab dem 6.3.2003 im Kino zu sehen sein. Der Film ist für 6 Oscars nominiert.