Studie: Guter Sex in 10 Minuten

Sex-Klischees besagen, dass guter Sex durch die Dauer des Geschlechtsverkehrs bestimmt ist. Eine Studie beweist etwas anderes: Guter Sex sollte im Durchschnitt 10 Minuten dauern, jedoch 13 Minuten nicht übersteigen. Natürlich gibt es Ausnahmen, dass bestimmte Paare auf Sex stehen, der mit dem sexuellen Vorspiel über mehrere Stunden andauert.

Maximal 13 Minuten sollte guter Sex vollzogen werden, ab dann wird der Geschlechtsverkehr als ermüdend empfunden, fanden US-amerikanische Forscher heraus. „Frühkommer“ sind jedoch genau so schlecht im Bett wie „Spätkommer“: Zwei Minuten Sex sind definitiv zu kurz und gelten somit als schlechter Sex. Drei bis sieben Minuten empfanden die Probanden als „akzeptabel“ und sieben bis 13 Minuten als „ideal“, verriet der Leiter der Studie, Psychologe Eric Corty von der Staatlichen Universität von Pennsylvania.

Damit konnten die Forscher das Gerücht schwächen, dass das Liebesspiel umso besser ist, desto länger es andauert. Der Leiter der Studie zeigte sich erfreut über die Ergebnisse, denn damit könne Paaren psychischer Druck genommen werden. Denn bei vielen Paaren entstehen sexuelle Probleme erst durch die Suggestion der Medien: „Je länger, desto besser“, sodass es beim Liebesspiel häufig um das Erreichen von Soll-Werten geht und nicht mehr um die Befriedigung eigener Bedürfnisse. „Die heutige Populärkultur hat viele Sex-Klischees verstärkt“, wird der Psychologe von der „Daily Mail“ zitiert. Viele Männer und Frauen würden an den Mythos glauben, dass Sex die ganze Nacht das ultimative Ziel sei. Dieses unrealistische und unnatürliche Ziel führe zur Enttäuschung und Unzufriedenheit. Sexuelle Probleme in der Beziehung sind damit programmiert.

Die Studie hat den Geschlechtsverkehr ohne besondere Praktiken untersucht. Je nach sexuellen Vorlieben und bevorzugten Praktiken im Rahmen des Vorspiels kann der Geschlechtsverkehr auch mehrere Stunden andauern. Guter Sex entsteht im Kopf – Somit sollte jedes Paar guten Sex für sich selbst im Gespräch definieren, sexuelle Vorlieben einander verraten und beim Genuß nicht auf die Stoppuhr schauen.

Für die Studie wurden 50 Therapeuten der Sexualberatungsstelle „Society for Sex Therapy and Research“ zu ihren Erfahrungen mit tausenden Patienten befragt.