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Lima: Brandkatastrophe durch Silvesterböller - 260 Tote

Von Kate Lé

Kaum sind es wenige Tage vor Silvester, schon machen die Silvesterböller Schlagzeilen. Billigknaller bei Tchibo, gefährliche Böller aus Polen und nun die erschreckende Meldung aus der peruanischen Hauptstadt Lima: Mindestens 230 Menschen sind bei einer Explosion ums Leben gekommen.

Mindestens 160 Menschen sind dabei verletzt worden und 35 Menschen werden noch vermisst. Die Explosion wurde offenbar durch Silvester-Feuerwerk in einem Feuerwerksgeschäft ausgelöst. Augenzeugen zufolge löste die Detonation eine Kettenreaktion aus und das Feuer expandierte in den Altbauten drei bis vier Stockwerke nach oben. Mehrere Gebäude wurden komplett zerstört. Es mussten mehr als 2000 Feuerwehrleute und Polizisten in den Einsatz, wie ein Feuerwehrsprecher berichtet. Lima sei auf solche Ereignisse unvorbereitet - Sie brauchten viereinhalb Stunden, um den Brand in der Altstadt unter Kontrolle zu bringen.

Der Großteil der Toten sind Verkäufer, die sich aus Angst vor Plünderungen in ihren Läden eingeschlossen hatten. Einige Taxifahrer erstickten oder verbrannten in ihren Autos am Unglücksort. Das Geschäftsviertel war zu dieser Zeit überfüllt und es brach Panik aus. Einige Menschen versuchten, sich auf Dächern umliegender Häuser zu retten.

Präsident Alejandro Toledo brach eine Reise im Norden Perus ab und begab sich in die Hauptstadt. Er ordnete eine zweitägige Staatstrauer an.

Explosion ebenfalls in China
Bei der Explosion einer Feuerwerksfabrik in China, Huangmao in der südöstlichen Provinz Jiangxi, sind mindestens 9 Menschen getötet worden. Wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, wurden bei diesem Unglück 46 Menschen verletzt. Die Explosionen haben zehn Werksgebäude zerstört.