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Handystrahlung gegen Vergesslichkeit

Von Kate Lé

Wissenschaftler der Universität Südflorida konnten bei Experimenten mit genetisch manipulierten Mäusen feststellen, dass die Strahlung von Handys die Gedächtnisleistung verbesserte. Bei älteren Mäusen verschwand Alzheimer, die jüngeren Mäuse im Experiment wurden gegen Alzheimer immun. Alzheimer-Experten warnen jedoch vor Selbstversuchen am Menschen.

Im Rahmen des Experimentes setzten die Forscher 96 Labormäuse zweimal am Tag je eine Stunde elektromagnetischen Wellen aus. Die Mäuse waren genetisch verändert, damit sie an Alzheimer erkranken. Der bei den älteren der kranken Mäuse verschwand der Gedächtnisverlust. Bei den jüngeren Mäuse wurden keine Gedächtnisschäden festgestellt.

"Nach ersten positiven Ergebnissen dachte ich noch, das wird in ein paar Monaten schlechter werden. Aber es wurde nie schlechter, es blieb bei der heilsamen Wirkung bei den Alzheimer- und normalen Mäusen", zeigte sich Professor Arendash überrscht. Die Forscher erhoffen sich durch die Bestrahlung mit elektromagnetischen Wellen eine zukünftige Therapiemethode. William Thies von der amerikanischen Alzheimer-Gesellschaft warnte jedoch: "Niemand sollte sich durch den Gebrauch von Handys vor Alzheimer oder Demenz geschützt fühlen. Die Studie zeigt lediglich ein vorläufiges Ergebnis. Es muss sich durch weitere Tierstudien bestätigen, bevor wir daran denken können, den Versuch mit Menschen zu wiederholen. Außerdem verlaufe Alzheimer bei Menschen und Tieren völlig unterschiedlich", so Thies.