Große Grammy-Gewinner: Alicia Keys und U2

Trotz Terror, Unruhen und Gewalt, feiert die Musikbranche wieder sich selbst. In Los Angeles fand die 44. Verleihung der Grammy Awards statt. Über die begehrten „Oscars der Musikbranche“ kann sich die irische Band U2 und die Soul-Sängerin Alicia Keys freuen.

Alicia Keys, blendend vor Schönheit, kassierte gleich fünf solcher Oscars. Unter anderem für den besten Song des Jahres „Fallin“. Mithalten konnte da nur der Country-Soundtrack „Oh Brother, Where Art Thou“. Er gewann ebenfalls fünf Trophäen. Wie bereits auch vermutet, räumte die Rockband U2 ebenfalls ordentlich ab. Bono und seine Truppe durften vier Trophäen mit nach Dublin nehmen – unter anderem die für das beste Rockalbum „All That You Can’t Leave Behind“. „Gott sei Dank! Wenn man als Ire acht Nominierungen hat und ohne jeden Preis nach Hause kommt, lassen die Leute einen gar nicht mehr ins Land„, sagte der Fronter stöhnend. Zugleich hetzte er Pop-Lolita Britney Spears, die als blond leuchtende Preisfee auftreten durfte.

Ebenfalls nominiert: Lenny Kravitz, Bob Dylan und Eric Clapton – als bester männlicher Rock-Interpret. Lenny hat es geschafft sich gegen die beiden Musikanten durchzusetzen. Doch die Beiden gingen nicht leer aus: Dylan siegte in der Kategorie „Folk“, Clapton in der Kategorie „Instrumentalmusik“. Linkin Park wurden in der Kategrie „beste Hardrock-Darbietung“ gekürt. Bei den Rockladies siegte Lucinda Williams.

Outkast war im Sommer mit „Mrs. Jackson“ der Renner schlechthin. Jetzt gibt es die Quittung: Sie gewannen sowohl den Preis für den besten HipHop-Song „Ms. Jackson“ als auch für das beste Rap-Album „Stankonia“. India Arie hatte viel zu arbeiten, um ihre Tränen zu verbergen: Sieben Mal nominiert, sieben Mal ging sie leer aus. Zusammen mit Nelly Furtado, die vier Nominierungen hatte und einen Grammy bekam, gehörten beide zu den großen Verliererinnen.

Wo Nelly Furtado schon scheitert, haben die Deutschen, die Dresdener Staatskapelle und die Berliner Philharmoniker, sich in der Kategorie „Klassik“ Hoffnungen gemacht …