Tattoo-Farben können krebserregend sein

Tattoos empfinden viele Menschen als schönen Körperschmuck, der sogar süchtig machen kann. Insbesondere bunte Tattoos erlauben Kreativität und Vielfalt, doch gilt Vorsicht vor einigen Farbstoffen, die für Tattoos eingesetzt werden: Einige Tattoo-Farben enthalten toxische Farbstoffe und verbotene Konservierungsmittel, die krebserregend sein können. Experten empfehlen Tattoo-Fans, beim Tätowierer auf Tattoo-Farben aus Europa zu bestehen.

Viele Promis machen es vor und sich absolute Fans von Tattoos, wie etwa Angelina Jolie oder Rihanna. Während sich jedoch reiche Stars in renommierten und angesagten Tattoo-Shops ihre Tattoos stechen lassen, greifen viele andere Tattoo-Fans zu billigen Farbstoffen. Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass in Tätowierfarben zahlreiche gefährliche Inhaltsstoffe vorhaben sein können. „Der Tätowierer sollte nur Farben aus Europa verwenden, denn die kann die Überwachung leichter überprüfen als solche aus den USA“, sagt Evamaria Kratz, Laborleiterin für kosmetische Mittel am Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Karlsruhe.

Das Labor untersuchte im Jahr 2010 insgesamt 38 Tattoo-Farben verschiedener Studios und konzentrierte sich auf die Tattoo-Farben gelb, rot und orange. Insgesamt haben die Wissenschaftler 13 Proben der Tattoo-Farben bemängelt: Verbotene Konservierungsstoffe, Bestandteile von Wandfarben, Azofarbstoffe und weitere krebserregende Stoffe. In schwarzen Tattoo-Farben hätten Forscher der Universität Regensburg Nanopartikel als auch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe gefunden. Diese Stoffe könnten ebenfalls Krebs auslösen könnten, warnen die Wissenschaftler: „Oft dauert es zehn bis 20 Jahre, bis die Krankheit entsteht. Ob sie auf das Tattoo zurückzuführen ist, ist dann nur schwer nachzuweisen.“

Wer sich farbige Tattoos stechen lassen will, sollte sich beim Tätowierer nach der Herkuft der Tattoofarben erkundigen. Insbesondere sollte ein seriöser Tätowierer Auskunft über die Inhaltsstoffe der farbigen Tattoos geben können.

Tätowierwillige sollten sollten sich die Leitlinie zur Beurteilung von Tätowier- und Permanent Make up (PMU) – Farben für Betreiber von Tattoo- und PMU-Studios durchlesen, die im Internet verfügbar sind, empfiehlt die Expertin.