Der große Sieger bei den internationalen Emmys heißt Großbritannien

Am Montagabend fand in New York die Verleihung der internationalen Emmy Awards statt. Großer Abräumer des Abends war Großbritannien, gleich fünf Trophäen gingen an den Inselstaat. Für Deutschland sah es leider schlecht aus, keine einzige Auszeichnung konnten wir nach Hause holen.

Insgesamt gab es 40 Nominierte aus 20 Ländern, die sich in zehn Kategorien miteinander messen mussten. Drei Mal war Deutschland nominiert, musste sich aber gegen die Konkurrenz aus Kanada, Chile und England geschlagen geben. Die RTL-Korrespondentin war für ihre Reportage „Unter Piraten“, in der es um die Piraterie am Kap von Somalia ging, nominiert – Konnte aber keinen Emmy gewinnen. Immerhin war das ZDF an einer schwedischen Produktion beteiligt, die bei der Veranstaltung ausgezeichnet wurde. Die Verfilmung der Stieg Larson „Millennium – Reihe“ gewann eine Trophäe.

Sehr viel besser lief es für Großbritannien. Als bestes Drama wurde die britische Serie „Accused“ ausgezeichnet, der Schauspieler Christopher Ecclestone (auch bekannt aus der Serie „Doctor Who“) gewann für einen Auftritt in der Serie einen Emmy als bester männlicher Darsteller. Inhalt der Gerichtsserie ist, dass Angeklagte auf ihre Verurteilung warten. Dabei sollte die Serie ursprünglich gar nicht nominiert sein.

Zuerst war die britische Serie „Sherlock“ im Rennen, da diese aber bereits für einen Emmy in den USA nominiert war, wurde sie durch „Accused“ ersetzt. Einen weiteren Emmy holte die Britin Julie Walters, sie wurde für ihre schauspielerische Leistung in dem TV-Film „Mo“ ausgezeichnet.

Moderiert wurde die Verleihung von Jason Priestley, der durch die Serie „Beverly Hills 90210“ in den 90er Jahren bekannt wurde. Die größte Überraschung war aber wohl der Auftritt von Lady Gaga, die dem britischen Fernsehproduzenten Nigel Lythoge den Emmy-Gründerpreis überreichte. Lythoge ist der Gründer von „American Idol“, der Show die auch als Vorlage von „Deutschland sucht den Superstar“ galt.