Laufstegverbot: Magere Models werden nach Hause geschickt

Vom 18. bis 22. September findet in Madrid die internationale Modenschau «Pasarela Cibeles» statt, für die rund ein Drittel der Bewerberinnen abgelehnt wurden. Der Veranstalter will magere Models nicht auf seinem Laufsteg sehen. Die Modebranche müsste für die Problematik sensibilisiert werden, hieß es vom Veranstalter.

Krankheiten wie Magersucht und Bulimie seien bei Jugendlichen auch ohne das Bild der dünnen Models sehr verbreitet. Man wolle die falsche gesellschaftliche Idealvorstellung nicht weiter fördern, berichten spanische Zeitungen.

Dabei nahm der Mode-Veranstalter nicht die Konfektionsgröße als Maß, sondern den sogenannten „Body-Maß-Index“, der sich aus dem Körpergewicht dividiert durch die Größe zum Quadrat errechnet. So wurden junge Frauen mit einem BMI von unter 18 nicht aufgenommen. Beispielsweise bei einer Größe von 1,75 Meter müsse ein Model mindestens 56 Kilogramm wiegen. Bei einem BMI von unter 16 spricht der Veranstalter von Magersucht oder Bulimie – solche Models dürfen auf seine Show nur als Gast betreten.

Weitere Gründe des Teilnahmeverbots für magere Models sind eine Empfehlung des spanischen Parlaments von 1999 sowie anhaltende Proteste von Verbraucherverbänden.