Naturkosmetik im Trend – nicht für jede Haut

Naturkosmetik und Bio-Kosmetik sind im Trend, seitdem das schlechte Image der 70er Jahre verflogen ist. Biologische Pflegeprodukte gehören zu modernen Lifestyle Produkten. Den Menschen ist bewusst geworden, dass die Lebensweise auf Gesundheit und Nachhaltigkeit ausgerichtet werden muss. Doch Naturkosmetik ist nicht für jeden Hauttyp geeignet. Mit den Siegeln wird zudem gepfuscht und auch echte Naturkosmetik kann für gewisse Hauttypen schädlich sein. In so Fällen sollte versucht werden, beispielsweise eine Gesichtsmaske selber machen um einerseits mögliche Reizungen der Haut durch falsche Kosmetik zu neutralisieren oder sich einfach mal was Gutes gönnen!

Wo große Nachfrage herrscht, da fangen die Probleme an, so auch bei der Naturkosmetik. Die Kosmetikhersteller haben den Trend erkannt und richten sich auf biologische und natürliche Kosmetik aus. Doch viele Siegel auf den Verpackungen sagen nichts aus und beweisen längst nicht die Echtheit von Naturkosmetik. Zwar gibt es keine gesetzlichen Richtlinien, doch auf die Siegel „Kontrollierte Natur-Kosmetik“ vom Bundesverbandes deutscher Industrie- und Handelsunternehmen (BDIH) und „NaTrue“ vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) kann vertraut werden. Diese Siegel haben in der Vergangenheit bewiesen, dass sie halten was sie versprechen.

Diese Produkte mit den Siegeln von NaTrue oder Kontrollierte Natur-Kosmetik sollen nur Inhaltsstoffe beeinhalten, die in der Natur vorkommen oder nicht groß verändert wurden. So müssen die pflanzlichen Rohstoffe in jedem Fall aus zertifizierten ökologischen Quellen stammen. Synthetische Farb-, Duft und Konservierungsstoffe wie etwa Formaldehyd, Paraffine, Silikone und Benzylalkohol sind damit ausgeschlossen.

Desweiteren zeichnet sich echte Naturkosmetik dadurch aus, dass kein Raubbau an der Natur betrieben wird und die Hersteller von Naturkosmetik sich verpflichten, keine Tierversuche durchzuführen. Allerdings dürfen Tierversuche immer noch durch Dritte durchgeführt werden.

Für wen ist Naturkosmetik geeignet?
Obwohl Naturkosmetik natürliche Inhaltsstoffe oder naturnah ist, kann es für manche Hauttypen dennoch problematisch werden. Denn natürliche Stoffe wie Zimt, Vanillin, Lavendel- oder Teebaumöl können trotz ihrer Naturbelassenheit Allergien auslösen. Auch die Ringelblume bzw. Calendula, Kobalt, Nickel oder Henna können die Haut reizen.

Am besten fragen Sie im Reformhaus oder der Apotheke nach kleinen Proben von Naturkosmetik, die sie am Arm ausprobieren können. Nach wenigen Tagen sehen Sie, ob die Haut gerötet ist und damit Anzeichen für eine Allergie bestehen. Überhaupt sollten Sie bei Naturkosmetik zu kleinen Tuben greifen, da das Haltbarkeitsdatum aufgrund fehlender Konservierungsstoffe relativ kurz ist.

Letztlich ist Naturkosmetik ein echtes Lifestyle Produkt, da es einerseits nicht alle Funktionen moderner hochtechnologisierten Kosmetik wie Sonnenschutz oder Haaraufbau bieten kann. Zumal Naturkosmetik durch seine natürlichen Duftstoffe für viele Menschen auch gewöhnungsbedürftig ist, ist es nur eine Frage des „Must-Have“.