Deutschland ist eine Neidgesellschaft

Die Deutschen sehen sich selbst als eine Neidgesellschaft an. Eine aktuelle Umfrage ergibt, dass jeder zweite Deutsche meint, in einer Neidgesellschaft zu leben. In Ostdeutschland glauben sogar 57 Prozent an eine Neidgesellschaft.

Neidern begegne man am meisten in der Nachbarschaft (28 Prozent) und am Arbeitsplatz (23 Prozent). 55 Prozent der Befragten äußerten jedoch, dass in gewissen Situationen Neid sogar berechtigt ist. Und zwar, wenn der Nachbar geerbt hat und nicht mehr arbeiten muss oder ein Arbeitskollege für die gleiche Arbeit mehr Geld verdient. Weniger Neid findet sich der Umfrage zufolge in Freundeskreisen (11 Prozent) und mit 4 Prozent ganz selten in der Familie.

Ein Drittel der Befragten gaben an, dass Frauen mehr zum Neid neigen. Sechs Prozent glauben, dass Männer neidischer sind. Die Frauen selbst urteilen über sich (46 Prozent), dass das weibliche Geschlecht neidischer sei.